Leuchtmittel

Halogenlampen, Leuchtstofflampen und LEDs lösen Glühlampen ab

Im September 2013 wurde der guten alten Glühbirne der Todesstoß versetzt: Es trat die vierte Phase des stufenweisen, EU-weiten Verbots der seit über einhundert Jahren gebräuchlichen Lampen in Kraft. Jetzt dürfen nur noch Lampen mit 10 Watt Leistung verkauft werden - was de facto das Aus für diese Art der Beleuchtung bedeutet.

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Der Grund dafür war der geringe Wirkungsgrad der Lampen, der bei etwa fünf Prozent lag. Damit bleiben noch drei Alternativen fürs Licht im Heim: Halogenlampen, Leuchtstofflampen und LEDs.

Halogenlampen sind den klassischen Glühbirnen noch am ähnlichsten, denn auch sie besitzen einen Leuchtfaden aus Wolfram. Dieser ist mit dem Halogen Jod in einem kompakten Quarzglaskolben verbaut. Das Gas sorgt für eine stabile Atmosphäre für den glühenden Faden. So können die Lampen kleiner gebaut werden und sind etwa 20 Prozent effizienter. Nach 2014 werden sie jedoch auch weitestgehend obsolet, da sie nur die Energiesparklasse C erreichen können.

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Umgangssprachlich als "Energiesparlampe" wird die Kompaktleuchtstofflampe bezeichnet. Sie besteht aus Glasröhren, die mit Quecksilberdampf gefüllt und innen mit Leuchtstoffbeschichtung bedampft sind. Das Gas wird durch Ionisierung zu einem leitenden Plasma, das jedoch fast nur ultraviolettes Licht abstrahlt. Erst der Leuchtstoff der Beschichtung wandelt dieses in sichtbares Licht um.

Diese Lampen tragen ihren Spitznamen zu Recht: Gegenüber der herkömmlichen Glühbirne sparen sie 70 bis 85 Prozent Energie ein. Der Nachteil dabei: Quecksilber und Leuchtstoff sind hoch giftig, die Entsorgung als Sondermüll teuer. Die Letzten im Bunde und gleichzeitig die Jüngsten sind die Leuchtdioden oder LEDs.

Dabei strahlt ein Halbleiter Licht aus, wenn Strom durchfließt, und wirkt dabei gleichzeitig als Diode. In Sachen Energieeffizienz sind LEDs unschlagbar und punkten mit langer Lebensdauer. Zudem sind LEDs sehr kompakt und können in Form von RGB-LEDs sogar die Farbe ändern, was keine andere Lampenart kann. Damit sind sie perfekt für die Lichtsteuerung zu Hause.

Als besondere Form der LED ist noch die organische Leuchtdiode (OLED) zu erwähnen. Sie hat zwar weniger Leuchtkraft als die herkömmliche LED, kann aber auch auf biegsamem Plastik verbaut werden. Bisher vor allem für Handy-, Laptop- und TV-Displays interessant, sind OLED-Leuchten im Kommen.

Philips etwa hat bereits einen intelligenten Spiegel mit dieser Technologie auf den Markt gebraucht. Beim Lampenkauf sollte man auch noch auf andere Faktoren achten als die Art des Leuchtmittels. So bedeutet eine höhere Watt-Zahl nicht unbedingt mehr Leuchtkraft. Diese wird in Lumen angegeben. Eine matte 60-Watt-Glühbirne hat etwa 600 Lumen, eine 35-Watt-Halogenlampe erreicht jedoch etwa denselben Wert.

Ein wichtiger Aspekt ist auch die Lichttemperatur. Dem Sonnenlicht am ähnlichsten sind Lampen mit über 5.300 Kelvin (K), weswegen man auch von tageslichtweißem Licht spricht. Im Bereich von 3.300 bis 5.300 K ist Licht neutralweiß, unter 3.300 Kelvin beginnt Warmweiß. Da es dem Licht eines Feuers ähnelt, wird warmweißes Licht als behaglich und entspannend empfunden, während Neutral- und Tageslichtweiß eher anregend wirken, aber auch ungemütlich.

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