Gaming-Renner als Bausatz

Leistungswerte im Vergleich

  1. High-End-PC im Eigenbau
  2. Karosserie und Zubehör
  3. Leistungswerte im Vergleich

Leistungswerte im Vergleich

Hardware Gaming-PC im Eigenbau: High-End-PC zum Midrange-Preis

© Archiv

Gute Idee: Eine Aussparung im Mainboard-Träger des Coolermaster-Gehäuses erlaubt die Demontage des Kühlers ohne Mainboard-Ausbau.

Der neue Predator Trooper II von Acer zieht bei der CPU gleich, man muss sich aber weiterhin mit den beiden GeForce 9800GTX begnügen. Bei der Festplattenkapazität hat unser Eigenbau-Rechner im Prinzip ebenfalls die Nase vorn, da der Acer nur über zwei 640-GByte-Platten verfügt. Allerdings ist die nutzbare Kapazität beim PC-Magazin-Gaming-PC ebenfalls nur 1,2 TByte, da wie aus Sicherheitsgründen die Datenpartition spiegeln.Dafür bekommt man beim Acer von vorne zugänglich Festplattenschächte mit Hot-Swap-Unterstützung und eine wassergekühlte CPU. Auch Tastatur und Maus sind beim Predator dabei, bei unserem Rechner muss man für die Eingabeperipherie noch etwa 100 Euro extra kalkulieren.

Fazit: Eigenbau lohnt sich

Wenn man sich die Mühe macht, seinen Gaming-PC selbst zu konzipieren und zu bauen, hat man den Vorteil, die Konfiguration des Rechners ganz individuell selbst bestimmen zu können. Der Zusammenbau selbst ist kein Hexenwerk, als Werkzeuge genügen eine Zange und ein Kreuzschlitzschraubenzieher. Als Zeitaufwand muss man etwa einen Tag kalkulieren, aber dann schon inklusive der Installation von Betriebssystem und Treibern.

Allerdings trägt man natürlich auch selbst das Risiko, wenn etwas nicht funktioniert. So kommt gerade bei DDR3 nicht unbedingt jedes Mainboard mit jedem Speicher zurecht, was in der Praxis zu schwierig diagnostizierbaren Abstürzen des Rechners führen kann. Dafür kann man selbst im Vergleich zu günstigen Komplettrechnern wie dem Predator Trooper von Acer leicht 200 Euro sparen und bekommt sogar noch mehr Leistung fürs Geld.

Auch im Vergleich zu sehr ähnlich konfigurierten PCs kleinerer Gaming-PC-Hersteller spart man sich mit unserer Eigenbau-Maschine etwa 250 Euro. Und für diese Geld bekommt man immerhin schon einen guten 22-Zoll-Monitor.

Tuning richtig gemacht

Zwar ist der von uns aufgebaute Gaming-PC schon von Haus aus schnell genug, mit den geeigneten Tuning-Maßnahmen kann man aber noch einige Prozent Mehrleistung herausholen.

Overdrive für die CPU

Hardware Gaming-PC im Eigenbau: High-End-PC zum Midrange-Preis

© Archiv

Mit MSIs CoreCenter kann man das Übertakten einer Automatik überlassen oder manuell Einstellungen setzen.

Eine effiziente Kühlung von CPU und Mainboard vorausgesetzt, lassen sich aktuelle Core-2-Prozessoren sehr gut übertakten. Wer sich dafür nicht durch Unmengen von BIOS-Optionen wühlen will, der kann das bei den meisten Platinen auch über komfortable Windows-Programme erledigen, das von uns verwendete MSI P45D3 Platinum macht hier keine Ausnahme.

Mit dem von uns eingesetzten Intel-Prozessor Core 2 Quad Q9550 ist eine höhere Taktrate nur über ein Übertakten des Frontside-Bus möglich, da der Multiplikator nach oben hin fix ist.

Wer keine extremen Taktraten erreichen will, die auch überhöhte Spannungen von CPU, Chipsatz und Speicher erfordern, der sollte die Auto-Übertaktungsfunktion nutzen. Hier wird die Taktrate nur bei hoher Prozessorlast automatisch um einige Prozent höher gedreht. Das spart Strom und ist zudem besser für die Lebensdauer von Prozessor und Mainboard.

Wer den Grad der Übertaktung lieber selbst kontrolliert, der kann statt dessen auch verschiedene Profile anlegen, etwa eines mit normaler Taktrate für Office-Anwendungen oder fürs Surfen und eines mit erhöhten Taktfrequenzen von CPU und Speicher für Spiele.

Festplatten schneller und sicherer

Eine oft übersehene Besonderheit der Intel-Cipsätze mit ICH10R-Southbridge ist deren Matrix-RAID- Unterstützung. Mit ihr ist es möglich, auf zwei Festplatten mehrere Partitionen mit unterschiedlichen RAID-Modi zu installieren. Betriebssystem und Programme können so auf ein schnelles RAID0 installiert werden, bei unserem PC messen wir hier eine rasante Datentransferrate von 166,3 MByte/s.

Für die Daten haben wir den restlichen Platz auf beiden Platten gespiegelt. Die Zugriffe sind dann zwar langsamer, aber die Daten sind auf beiden Platten parallel gespeichert. So sind sie geschützt, auch wenn eine der Platten ausfällt. Das Betriebssystem muss dann allerdings neu installiert werden.

Mehr zum Thema

Der PlayStation-3-Hack
Sonys "Epic Fail"

Die PlayStation 3 war jahrelang ungeknackt, erst mit speziellen Jailbreak-USB-Sticks bröckelte die Fassade nach über 3 Jahren. Durch die…
Mini Gaming-PC selber bauen
Anleitung

Ein Gaming-PC muss nicht immer riesig sein: In unser Anleitung zeigen wir, wie Sie einen ultra-kompakten Spiele-Rechner selber bauen.
MIFcom Battlebox Smokin' Aces im Test
Gaming-PC

Die Battlebox Smokin' Aces ist ein Gaming-PC mit Corei5- CPU und GeForce-GTX 970-Grafikkarte, der genügend Power für aktuelle Spiele wie GTA 5 hat.
One PC 22633
Gaming-PC

Im Test: Der One PC 22633 ist zwar dank Core i5 und Geforce GTX 960 ein waschechter Gaming-PC, ein kleines Detail lässt ihn aber nicht mit voller…
All in One Computer im Test
All-in-one-PCs

Wir haben vier All-in-One-PCs im Vergleichstest. Unsere Testgeräte haben mitunter sogar Rekorde purzeln lassen!