IFA 2009 - die Trends

LED-Erleuchtung

Megatatrend 2: Die LED-Erleuchtung

HD-Festplattenempfänger von VideoWeb

© Archiv

Der HD-Festplattenempfänger von VideoWeb S 500 geht für 200 Euro auf Digital-TV- und Internetempfang. Er offeriert spannende Extra-Services wie Video-on-Demand in High-Definition.

LED-Licht bedeutet absolute High-End-Bildqualität mit LCDs und Design pur. Damit preschen fast alle Hersteller von Rang und Namen vor. Nachdem Sharp und Samsung auf der IFA 2008 noch proklamierten, RGB-Dioden seien das Nonplusultra, haben die Hersteller diese Herausforderung aus Kostengründen in die Zukunft verschoben.

Trumpf sind auf der IFA 2009 daher weiße LEDs, die direkt hinter dem Schirm platziert sind (Direct-LED) oder lediglich an dessen Rand (Edge-LED). Die erste Variante erzielt dank einzeln steuer- und ausschaltbarer LED-Felder mehr Kontrast (Local Dimming), die zweite ermöglicht superschlanke Fernseher.

In puncto Dünnsein beeindruckt JVC wohl am stärksten. Lediglich sieben Millimeter Tiefe bei gerade mal fünf Kilogramm Gewicht misst das japanische Panel mit 80 Zentimeter Diagonale. Einen Einführungstermin haben die Japaner allerdings nicht genannt; Das Samsung-Pendant hat 2,9 Zentimeter. Anders als am JVC ist dort im TV das gesamte Equipment inklusive der Anschlüsse untergebracht.

Die trotz dessen ultra-dünn wirkenden Fernseher treten mit Diagonalen von 117 und 102 Zentimetern auf. Auch Philips hat einen Edge-LED in petto. Super-Slim-Rekorde streben die Niederländer in diesem Jahr zwar nicht an, aber sechs Zentimeter Bautiefe sind auch alles andere als viel. Die Technik steckt im neuen 40-Zoll-Aurea mit leuchtendem, bunten "Active Frame"-Rahmen.

Der überwiegende Teil der LED-Fernseher setzt allerdings auf die Qualitätsvorteile von Direct-LED. Philips, Sharp, Toshiba, LG, Metz - die Hersteller kündigen ganze Modellreihen in fast allen Größen an. Sharp wird dabei als Einziger kein Local Dimming einsetzen. Philips und LG erhöhen dagegen die Zahl der LED-Felder sogar noch deutlich, um eine besonders genaue Bilddarstellung zu erzielen.

LG gelingt dazu eines der absoluten IFA-Highlights: Trotz kontraststarkem Direct-LED erstaunt der Top- TV des Koreaners bei einer Diagonalen von 140 Zentimeter mit nur rund 2,5 Zentimeter Tiefe. Möglich macht das unter anderem ein neues Linsensystem für die LE-Dioden - zum stolzen Preis von voraussichtlich 4.000 Euro.

Einen gewissen Aufpreis erfordert die Spitzentechnik allerdings bei allen Herstellern: LED-TVs kosten im Schnitt um gute 20 Prozent mehr als die Leuchtröhren-Konkurrenten mit der vergleichbaren Ausstattung.

Megatrend 3: Scharfe 200 Hertz

Der Kreis der Hersteller wächst, die ihre LCD-Bilder mit einer Bildwechselfrequenz von 200 Hertz für höhere Bewegungsschärfe anfeuern. Samsung und Sony eröffneten auf der vergangenen IFA den Wettlauf der schnellen Bilder und werden nun neue Modelle präsentieren.

Philips hat unlängst seine erste Range aufgestellt und wird die Mannschaft vergrößern. Pünktlich zur IFA schließen weitere Markenhersteller auf: Auch Toshiba, Metz, Loewe und LG haben sich der flotten Wiedergabe verschrieben. Dabei ist diese nach wie vor ein High-End-Feature und findet ihren Weg bisher nur in preislich höher angesiedelten Modellen.

Angesichts des erforderlichen Aufwandes dürfte die 200-Hertz-Wiedergabe abseits der Markenhersteller kaum zu finden sein - zumal hier nicht einmal 100 Hertz Einzug hielt. Selbst Sharp hat bislang keine 200-Hertz-Lösung parat. Wer mehr Details zu der Technik erfahren möchte, kann sich im Artikel [int:article,107345/] darüber ausführlich informieren.

Außerdem im Trend: Blu-ray und Umwelteigenschaften. Alles dazu auf der Seite 3, zudem ein Interview mit VideoWeb-Gründer Matthias Greve...

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