Kaufen oder Abwarten

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Komplettsysteme

Kaufberatung: Komplettsysteme

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Bei Komplettsystemen könnte demnächst das Gerangel, AMD gegen Intel, frischen Wind in den Markt bringen.

Was für Notebooks gilt, gilt auch für Komplettsysteme. Immer schnellere Prozessoren, Chipsätze und Speicher kommen auf den Markt. Jüngst waren das Intels Penryn-CPUs mit optimierter Architektur, der X38-Chipsatz und DDR3-Speicher. In Kürze wird AMD mit seiner neuen Phenom-CPU nochmals Bewegung in die Branche bringen.

Dass man bei all den Neuerungen auch mit einer oder zwei CPU-Generationen davor glücklich werden kann, versteht sich fast von selbst, zumal sich die einstigen Spitzen-CPUs von AMD für kleines Geld erwerben lassen.

Man kann also derzeit günstig zuschlagen, vor allem dann, wenn man nicht unbedingt das Highend im Visier hat. Wer aber den alten Rechner nicht unbedingt ersetzen muss, kann durchaus noch ein wenig abwarten und sehen, ob bei der anstehenden, neuen Runde im Gerangel zwischen Intel und AMD nicht etwas Günstiges abfällt. Deshalb zeigt unsere Ampel gelb.

Grafikkarten

Kaufberatung: Grafikkarten

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Bei Grafikkarten lässt stets die nächste Generation die vorige alt aussehen. Wer etwas warten kann, spart in der Regel.

Nach dem ersten DirectX10-Hype haben sich die Wogen erstmal geglättet. Neben den sündhaft teuren Highend-Grafikkarten gibt es von den beiden Platzhirschen nVidia und AMD (vormals ATI) inzwischen auch eine breite Palette an DirectX-10-fähigen Grafikkarten im unteren und mittleren Preissegment.

Die alte DirectX-9-Kartengeneration verschwindet derzeit aus den Regalen. Kaum ratsam ist es, unter den auslaufenden ehemaligen Hochleistungsgrafikkarten ein Schnäppchen zu schießen. Allemal besser fahren Sie mit den jüngst vorgestellten Grafikchips G92 von nVidia sowie der RV670 vom AMD.

Die damit ausgerüsteten Grafikarten G-Force 8800 GT und Radeon HD 3850 ordnen sich leistungsmäßig und preislich zwischen den derzeitigen Midrange- und den Highend-Grafikkarten ein.

Dabei sind sie sparsamer in der Stromaufnahme und nutzen zudem den neuen PCIe-2.0-Bus mit auf 8 GByte/s verdoppelter Bandbreite. Zwingende Gründe, auf die nächste Kartengenerationen zu warten, gibt es momentan nicht - gute Gründe, einen Kauf gerade jetzt zu tätigen, gibt es aber ebenso wenig. Folgerichtig steht die Ampel auch hier auf gelb.

Speicher

Kaufberatung: Speicher

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Mehr Speicher kann den Rechner gehörig auf Trab bringen. Momentan sind die Preise günstig. Noch, wie einige Experten betonen.

Arbeitsspeicher ist durch nichts zu ersetzen, es sei denn, durch noch mehr Arbeitsspeicher. Und momentan sind die Preise niedrig. Auch wenn es durchaus möglich erscheint, dass die Preise noch weiter sinken, lassen sich doch verstärkt Unkenrufe aus der Branche vernehmen, die mittelfristig wieder steigende Preise voraussagen.

Da der Speichermarkt, ähnlich wie die Börse, sehr empfindlich auf Gerüchte und Spekulationen reagiert, gleichen Voraussagen der Preisentwicklung dem Lesen im Kaffeesatz.

Aus technischer Sicht hingegen lässt sich jedoch recht sicher sagen, dass sich das Warten auf neuere, schnellere Speichertechnologien nicht lohnen wird. Denn eine Steigerung der Speichergeschwindigkeit schlägt sich auf die Gesamtperformance eines Rechners in aller Regel nur marginal nieder. Sehr wohl kann sich aber - gerade unter Windows Vista - das Aufrüsten von 1 GByte auf 2 GByte Arbeitsspeicher positiv bemerkbar machen. Entsprechend muss die Ampel bei den derzeit niedrigen Preisen auf grün stehen.

Digitalkameras

Kaufberatung: Digitalkameras

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Nikon Digicam

Der Markt der Digicams ist nach wie vor in Bewegung. Neben immer höheren Auflösungen geht der Trend derzeit in Richtung hochwertiger, aber bezahlbarer SLR-Kameras. Leider scheinen dabei fast alle Hersteller zu Gunsten des Marketings auf extreme Auflösungen zu setzen, die ohne entsprechende Anpassung der Objektive und der Sensorgröße für den Anwender mehr Nachteile als Vorteile bringt.

Entsprechend haben sich vor allen die Kompaktkameras zwar in den letzten zwei Jahren in punkto Papierform weiterentwickelt, was die Bildqualität angeht, muss man die Entwicklung der letzten Zeit aber eher als Rückschritt ansehen.

Bei den SLR-Kameras entwickeln sich die Preise momentan stark nach unten. Wer jetzt zuschlägt, muss damit rechnen, dass er seine Neuerwerbung schon in wenigen Wochen deutlich günstiger in den Kaufhausregalen vorfindet. Einzig bei amerikanischen Produkten (z.B. Kodak) kann man aufgrund des schwachen Dollars momentan echte Schnäppchen machen. Davon abgesehen steht die Ampel jedoch auf rot.

Flachbild-TVs

Kaufberatung: Flachbild-TVs

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Die neuen Falchbild-TVs sind wirklich verlockend. Doch wer noch etwas warten kann, wird für seine Geduld mit besserer Technik belohnt.

Flachbild-TV-Geräte gehen derzeit wie geschnitten Brot. Kaum jemand, der nicht ernsthaft über die Anschaffung eines dieser schicken, Platz sparenden und mit hoher Auflösung lockenden und stetig billiger werdenden LC- oder Plasma-Fernseher nachgedacht hat. Der optimale Zeitpunkt also, in den Laden zu rennen und einen "HD ready" oder gar "Full HD" gelabelten Bildschirm mit nach Hause zu nehmen? Nein, mitnichten.

Kein anderer Zweig der Unterhaltungselektronik ist derzeit so in Bewegung wie der der TV-Geräte. Denn so brillant sich die neuen Fernsehgeräte an HDTV-Quellen wie Blu-ray, HD-DVD oder einer Settop-Box mit HD-Empfang machen, so ernüchternd ist das Bild, sobald ein herkömmliches (SD)-Fernsehsignal zum Einsatz kommt.

Die Umrechnung von der niedrigen Auflösung unseres guten alten PAL-Fernsehens in die hohen Auflösungen moderner (HD-)TV-Geräte - das so genannte Scaling - gelingt den meisten Geräten nur mit erheblichen Qualitätseinbußen. Aber auch in der HD-Welt ist längst nicht alles heil.

Die flüssige, ruckelfreie Darstellung mit 24 Bildern/s, wie sie von HD-Quellen wie Blu-ray geliefert werden, ist ebenso ein Problem, wie Bewegungsunschärfe bei TFT-Monitoren, der durch neue Technik entgegengewirkt werden soll. Frei von diesen Makeln sind nur wenige, teuere Markengeräte. Bis solche Features auch bei Schnäppchenangeboten zu finden sind, wird es noch einigen Monaten dauern. Bis es soweit ist, steht die Ampel auf rot.

Monitore

Kaufberatung: Monitore

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Computermonitore sind ausgereift und günstig. Kein Grund, noch länger in die Röhre zu schauen.

Während im TV-Bereich die Innovationsschlacht im vollen Gange ist, dürfte zumindest jeder Normalsterbliche im üppigen Angebot der Computermonitore das passende Gerät finden. Die Unterschiede zwischen den Modellen in Kontrast, Farbreinheit, Blickwinkelunabhängigkeit oder Schaltzeiten werden immer geringer.

Und selbst für Spezialanwendungen, etwa im Pre-Press-Bereich, gibt es inzwischen eine Auswahl an geeigneten Geräten. Einzig die Darstellung von bewegten Bildern lässt sich durch neue Technologien (siehe TV-Geräte) noch signifikant verbessern. Den Trend zum Breitbild-Format kann man mitmachen, muss man aber nicht.

Falls Sie zum trendigen 16:10-Seitenverhältnis neigen, sollte Sie allerdings bedenken, dass beim Breitbildformat die nutzbare Bildfläche im Verhältnis zur Bilddiagonale spürbar kleiner ausfällt. Ein paar Zoll mehr können deshalb nicht schaden. Da sich inzwischen sogar einstmals unerschwinglich teure Markengeräte im 24-Zoll-Format für unter 500 Euro erwerben lassen, spricht eigentlich nichts dafür, eine Kaufentscheidung auf die lange Bank zu schieben. Deshalb zeigt die Ampel grün.

W-LAN

Kaufberatung: W-LAN

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Dass 802.11n noch nicht offiziell verabschiedet wurde, ist kein Grund, auf den neuen, schnellen WLAN-Standard zu verzichten.

Obwohl der aktuelle Standard 802.11n bislang noch nicht endgültig verabschiedet wurde, ist die Tatsache, dass der Branchenriese Intel 802.11n in seine neuen Notebook- und Desktop-Chipsätze integriert hat, ein ausreichendes Indiz dafür, dass sich am Standard wohl nichts Wesentliches ändern wird. Sollte es noch Änderungen geben - so versprechen die Hersteller - können diese per Firmware-Update vorgenommen werden.

Ein weiterer Vorteil gegenüber den momentan sehr preiswert angebotenen WLAN-Geräten nach dem Vorgängerstandard 802.11g ist MIMO, das neben der höheren Geschwindigkeit auch der Reichweite zu Gute kommt. Bleiben also nur noch die stetig sinkenden Preise, die dagegen sprechen, sich schon jetzt mit der bis zu 600 MBit/s schnellen WLAN-Technik einzudecken.

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