Ratgeber

Kodak Nexpress 2100 plus

Kodak Nexpress 2100 plus Seitenansicht

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Kodak druckt die Alben auf dem firmeneigenen Nexpress-System, das die Firma nun komplett von Heidelberger Druckmaschinen - dem Partner bei der Entwicklung - übernommen hat. Eine Nexpress-Station ist in der Regel größer als eine Indigo. Zu einer Nexpress-Digitalfarbdruckmaschine gehören vier Papiereinzüge und vier elektrofotografische Druckwerke, von denen jedes eine Farbe auf das linear durchlaufende Papier druckt. Die Anordnung der Druckmechanik ist also völlig anders. Das hat seinen Grund in der verwendeten Farbe, die wie beim Kopierer ein Toner ist. Anstatt der Pigmentflüssigkeit setzt Kodak auf ein Pulver (DryInk-Toner) in den Druckfarben Cyan, Magenta, Yellow und Schwarz. Danach kann noch ein transparenter Hochglanztoner aufgebracht werden, der auch beim Albendruck für Brillanz sorgt. Wie bei HP wird auch bei Kodak ein elektrostatisches Bild auf den Druckwalzen erzeugt, das die Farbe anzieht. Im nächsten Schritt überträgt die Maschine dieses Farbbild auf einen Zylinder, der mit einem Gummituch bespannt ist und von dem dann gedruckt wird. Wenn das Papier aus den Druckwerken kommt, hält nur die elektrostatische Ladung den DryInk-Toner auf dem Papier. Mechanische Finger leiten das Papier deswegen in eine Fixiereinheit.

Wie bei einem normalen elektrofotografischen Drucksystem wird das Druckbild auch bei der Nexpress durch Einwirkung von Wärme und Druck auf dem Papier fixiert. Danach werden die Papierbogen in den Wendepfad geführt, um die Rückseite zu bedrucken - wenn es sich um einen beidseitigen Druckauftrag handelt. Durch Registrierung jedes Bogens an drei gleichen Punkten an der Vorderkante ermöglicht die NexPress 2100 plus einen registergenauen, präzisen Druck. Die fixierten Papierbogen sind trocken und können sofort weiterverarbeitet werden. Vor dem Druck werden natürlich auch bei Kodak über ein RIP (Rasterimage-Prozessor) die vier Farbauszüge berechnet. Kodak arbeitet mit einem 60er-Raster. Die maximale Bogengröße der Nexpress 2100 plus liegt bei 356 x 520 mm, und als Drucktempo gibt Kodak 2100 Bögen je Stunde an. Gedruckt wird mit einer Digitalauflösung von 600 dpi. Das klingt nach nicht viel, doch im Unterschied zu Indigo kann jeder Druckpunkt, laut Kodak, dank der besonderen Rastertechnologie bis zu acht verschiedene Intensitäten annehmen. Es handelt sich also um ein Hybridsystem zwischen Offset und Halbtondruckverfahren - Anbieter: www.kodakgallery.de

Auflösung Kodak Nexpress 2100 plus

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Scharf und vergleichsweise gut durchzeichnet. Dass Kodak den Farbton nicht optimiert hat, kann man nicht wirklich kritisieren.

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