Grün ist die Hoffnung

Kleinvieh bringt auch Mist

Kleinvieh bringt auch Mist

Der verlangt nur einen Wirkungsgrad von 82/85/82 Prozent. Das effizienter arbeitende Netzteil macht den PC auch im normalen Betrieb sparsamer. Laut Fujitsu kommt ein mit einem Intel Core 2 Duo E8600 bestückter Esprimo E7935 0-Watt mit 32 Watt im Idle-Mode aus und soll sich im typischen Büroeinsatz mit etwa 36 Watt begnügen.

Ein Rechner mit Atom-Prozessor wäre zwar noch etwas sparsamer, bietet dafür aber bei weitem nicht die Leistungsreserven eines Core 2 Duo, der im Systembenchmark PC Mark 2005 auf etwa die vierfache Punktzahl kommt.

Daher hat sich Fujitsu nach Aussage der für den 0-Watt-PC verantwortlichen Produktmanagerin auch gegen den Einsatz des Intel Atom in Business-PCs entschieden. Dazu kommt, dass dem Atom-Chipsatz 945GM auch die Fernwartungsfunktionen des Intel Q45 fehlen, der als Chipsatz für die 0-Watt-Esprimos dient. Denn der VPro-Chipsatz Q45 erlaubt mit IAMT einen Fernzugriff auch ohne funktionierendes Betriebssystem und über eine eigene TCP/IP-Verbindung.

Eine weitere Besonderheit der Esprimo-Rechner ist der geschaltete Stromanschluss für Monitore, die so automatisch auch vom Stromnetz getrennt werden, wenn der PC ausgeschaltet ist.

Green-IT: Mehr als nur Energiesparen

Green-IT

© Archiv

Lenovo war im vergangenen Jahr der Spitzenreiter in einer Greenpeace-Studie über die Umweltverträglichkeit von IT-Produkten.

Green-IT hört aber nicht beim Energiesparen auf. So erfüllen die Business-PCs von Fujitsu auch die Vorgaben des deutschen Umweltsiegels "Blauer Engel" und des skandinavischen "Nordic Swan". Um diese Label tragen zu dürfen, müssen neben einem niedrigen Energieverbrauch auch scharfe Vorgaben zu enthaltenen Schadstoffen und zum Recycling des Rechners erfüllt werden.

Die Einführung der RoHS- Richtlinie 2006 (Restriction of the use of certain hazardous substances) hat allerdings auch bei Geräten ohne spezielle Umweltsiegel zu einem erheblichen Rückgang der Verwendung umwelt-oder gesundheitsschädlicher Stoffe wie etwa Blei, Quecksilber oder Cadmium geführt. Die aktuelle Version von RoHS lässt aber noch eine ganze Reihe von Ausnahmen zu, die in den nächsten Jahren schrittweise reduziert werden sollen.

Seit einigen Jahren beschäftigen sich aber auch Organisationen wie Greenpeace vermehrt mit dem Thema Green-IT. Die Umweltschutzorganisation kritisiert besonders umweltfeindliche IT-Produkte und hat in den letzten beiden Jahren auch eigene Studien anfertigen lassen, in denen die Umweltverträglichkeit der Produkte von 15 wichtigen Herstellern unter die Lupe genommen wurde. Allerdings haben sich wichtige Hersteller wie etwa Apple an der Greenpeace-Untersuchung nicht beteiligt. Spitzenreiter bei den PCs und den Monitoren war 2008 Lenovo vor Fujitsu Siemens.

"Grüne PCs" auch für Consumer

Leider konzentrieren sich die Green-IT-Bemühungen vieler Hersteller vor allem auf Produkte für den Firmeneinsatz. Das nicht zuletzt deshalb, da Leistungsaufnahme nun oft bei Ausschreibungen eine Rolle spielt. Wir wünschen uns, dass die Hersteller auch bei Produkten für Heimanwender ihr "grünes" Gewissen entdecken.

ACPI-Modus Beschreibung der Powersave-Modi
S1 Prozessor angehalten und Bustakt gestoppt. Caches bleiben erhalten.
S2 Prozessor und einige Busse abgeschaltet. Auch der Inhalt der Caches geht verloren. Sie müssen vom Betriebssystem gesichert werden.
S3 Der Großteil der Komponenten im Rechner ist abgeschaltet, der Arbeitsspeicher wird mit Strom versorgt, da dort der Betriebszustand des Rechners gespeichert ist. (Standby, Suspend to RAM). Bei modernen Mainboards die Default-Einstellung im BIOS-Setup. Entspricht dann der Option "Energie sparen" bei Windows Vista.
S4 Ruhezustand (Hibernation, Suspend to disk) - der Betriebszustand ist auf einem nicht-flüchtigen Speicher gesichert. Ist in den Energieeinstellungen von Windows Vista der "hybride Standbymodus" aktiviert, dann wird der letzte Betriebszustand auch beim Standby-Modus auf Platte gesichert. So gehen auch bei einem Stromausfall keine Daten verloren.

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