Kinderschutz

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Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. Kids, die sich im Internet tummeln, probieren alles aus. Da nicht alle Internetangebote hehre Ziele verfolgen, ist es wichtig zu wissen, wie Browser bestimmte Seiten erst gar nicht anzeigen.

  1. Kinderschutz
  2. Teil 2: Kinderschutz
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So genannte Jugendschutzfilter sind Software- Lösungen, die sich zwischen den Browser und das Internet setzen, um dort ihre Arbeit zu verrichten. Wird eine Seite aus dem Internet vom Browser angefordert, schaltet sich der Filter ein. Er arbeitet dabei auf unterschiedliche Arten. Zunächst kann er die Internetadresse prüfen. Dazu benötigt er aber Referenzen. Das können Listen von Adressen sein, die von unabhängiger Seite zusammengestellt wurden.

Findet der Filter die Adresse in der "schwarzen Liste", so wird ein Anzeigen der entsprechenden Seiten unterdrückt. Sie selbst können ebenfalls aktiv Internetadressen in den Filter einpflegen, die entweder rigoros unterdrückt werden oder aber explizit erlaubt sind. Ihr Problem ist dabei das selbe wie das der unabhängigen Kontrolleure. Es ist unmöglich, alle Internetadressen aufzusuchen und zu entscheiden, welche Seiten Ihr Kind ansehen darf. Eine Menge Seiten, die jugendgefährdende Inhalte enthalten, sind daher nicht in den Listen zu finden und die Wahrscheinlichkeit, dass eben solche Seiten angezeigt werden, ist hoch.

Fokus auf Schlagwörter

Filter sind auch in der Lage, Seiten vor dem Anzeigen auf bestimmte Schlagwörter zu prüfen. Begriffe, die in bestimmte jugendgefährdende Bereiche deuten, werden ermittelt. Findet ein Filter solche Begriffe, wird die entsprechende Seite geblockt. Um so ein System vernünftig einsetzen zu können, bedarf es seitens der Software aber pseudointelligenter Filterverfahren, denn nicht alle Seiten mit scheinbar "bösen" Worten sind automatisch jugendgefährdend.

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Und nicht alle Seiten mit jugendgefährdenden Inhalten besitzen die "bösen Worte" auf ihren Seiten. Es gibt auch die Möglichkeit, Seiten unabhängig bewerten zu lassen. Die Seiten erhalten dann eine Art Zertifikat, das bei Anforderung eines Browser mitgeschickt wird. Der Filter kann dann prüfen, ob das Zertifikat vorhanden ist und lässt das Betrachten der Seiten zu.

Problem der Filtertechniken

Alle Filtertechniken kämpfen mit dem Problem, dass es einfach zu viele Seiten gibt, die nicht tatsächlich alle bewertet werden können. Es kommt zum so genannten "Overblocking". Viele Seiten, auch solche, die explizit für Kinder und Jugendliche gestaltet wurden, werden nicht angezeigt, weil die Filter keine Anhaltspunkte finden, sie seriös zu bewerten. Regel eins sollte heißen: Lassen Sie Ihre Kinder einfach nicht allein an einen Rechner, der nicht genau Internetseiten filtert.

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Erklären Sie Ihren Kindern dieses Vorgehen, schließlich geht es hier nicht darum, ein schlichtes Verbot auszusprechen, sondern das Kind zu einem verantwortlichen Umgang mit dem Internet zu erziehen. Regel zwei: Setzen Sie sich mit Ihren Kindern gemeinsam an den Rechner. Betrachten Sie die Seiten, erklären Sie, warum manche einfach nicht für die Kids geeignet sind. Die Seiten, die Sie für gut erachten, legen Sie im Filter auf die Liste derjenigen Angebote, die zugelassen werden.

Nach wenigen Tagen wird Ihr Browser eine umfangreiche Liste von Seiten besitzen, die von den Kindern auch in Ihrer Abwesenheit angesehen werden können. Der wunderbare Nebeneffekt dieser Regel ist: Sie verbringen Zeit mit Ihren Kindern und lernen selbst schnell Verfahren und Methoden im Internet kennen, die gut oder schlecht sind. Übrigens: Alle Internetbrowser verfügen über grundlegende Filtermöglichkeiten, die im Vergleich zu den separat angebotenen Filtern aber meist eine intensive Beschäftigung mit den Einstellungen verlangen. Auch die meisten bekannten Antivirenprogramme verfügen über Jugendschutzfilter.

Bearbeiten von Filtern

Ganz gleich, mit welchem Filter Sie arbeiten, es gibt Standardfunktionalitäten, die sich überall wiederfinden und in etwa gleich zu bedienen sind. Zunächst muss die Bearbeitung des Filters mittels Passwort geschützt sein. Das Passwort sollten natürlich nur die kennen, die den Schutz definieren, andernfalls nutzt Ihnen der Filter nichts, wenn die Kids selbst Zugriff auf dessen Optionen haben.

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Unabhängig davon, ob der Filter auf eine externe Liste von freigeschalteten oder gesperrten Seiten zugreifen kann, haben Sie die Möglichkeit eine Blacklist und eine Whitelist zu führen. Die Blacklist (schwarze Liste) enthält dabei alle Adressen, die vor dem Zugriff gesperrt sein sollen. Im Gegensatz dazu kommen auf die Whitelist alle Adressen, die explizit angezeigt werden dürfen. Diese selbst definierten Listen stehen in der Priorität über einer eventuell extern bezogenen Liste gesperrter Adressen.

Da viele externe Listen in Kategorien wie "Nacktheit" oder "frontale Pornografie" unterteilt sind, können Sie mithilfe eines Reglers die Dichte der Filterung einstellen. Das erfordert ein wenig Erfahrung mit den Angeboten im Netz, denn kaum ein Printmagazin, das online ist, verfügt nicht über sanfte Erotikbereiche, die bei der Sperrung von einfacher Nacktheit dann dem Filter zum Opfer fallen. Und natürlich gibt es auch in Wikipedia Seiten, auf denen "nackte Tatsachen" zu finden sind.

Angebote wie Chats, die das Laden eines Java- Applets oder ähnlicher Anwendungen erfordern, können von den Filtern ebenfalls gesperrt werden. Sperren Sie die externen Anwendungen komplett, versagt der Browser auch das Abspielen von Spielen, die auf dieser Technik basieren.

Suchen Sie in den Einstellungen auch nach Möglichkeiten Formulareingaben zu blocken damit keine unerwünschten Bestellungen von Diensten dubioser Anbieter abgeschickt werden können. Auch das Blocken von Uploads erweist sich als sinnvoll, sie vermeiden dadurch, dass von den Kids Bilder oder Videos in Internetportale eingespielt werden können.

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