Zuverlässige Speicherknechte

Kaufberatung Externe Festplatten

Es gibt sie in verschiedenen Größen, Kapazitäten sowie unterschiedlichen Ausstattungen - und schon wird der Kauf einer externen Festplatte zur Herausforderung. Wir geben Ihnen einen Überblick über die unterschiedlichen Modellklassen.

Kaufberatung externe Festplatten

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Kaufberatung externe Festplatten

Externe Festplatten sind einfach zu installierende, umkomplizierte Speichererweiterungen für PCs und Notebooks mit inzwischen riesigen Kapazitäten. Und diese Kapazität wird auch mehr denn je benötigt: Digitale Fotos, MP3s und immer häufiger auch Filmdateien verschlingen vor allem bei etwas höheren Qualitätsansprüchen enormen Speicherplatz. Das Gleiche gilt für sicherheitsbewusste Anwender, die ihre wertvollen Daten sichern und sich deshalb regelmäßig ein Backup anlegen. In beiden Fällen drängt sich eine externe Festplatte als komfortable Speichererweiterung oder externe Backup-Lösung geradezu auf. Zumal es nicht jedermanns Sache ist, eine interne, zusätzliche Festplatte in seinen PC einzubauen oder gar die alte durch eine neue zu ersetzen. Letzteres müssen Notebook- Besitzer grundsätzlich in Betracht ziehen, falls sie ihren tragbaren Rechner mit einer neuen, größeren Festplatte ausstatten möchten. Die Systempartition muss vom alten auf das neue Laufwerk übertragen werden oder man erwägt gleich eine vollständige Neuinstallation. Mit einer externen Festplatte bleibt einem dieser Stress erspart. Die Laufwerke lassen sich selbst von technisch wenig versierten Laien ohne Hardware-Kenntnisse und vor allem ohne Werkzeug sehr einfach installieren. Man steckt sie in den entsprechenden Anschluss des PCs oder Notebooks - meist handelt es sich dabei um einen freien USB-2.0-Port - und schon erscheint die Festplatte als neues Laufwerk einsatzbereit im Arbeitsplatz von Windows. Wer möchte, kann eine externe Festplatte auch mit relativ wenig Aufwand abwechselnd mit verschiedenen Rechnern im Haushalt nutzen. Hinzu kommt, dass die Preise für Festplattenspeicher aktuell extrem niedrig sind. Der Grund: Die Speicherkapazitäten haben sich in einem relativ kurzen Zeitraum vervielfacht.

Dramatisch sinkende Preise

Seit etwa 2002 hat sich die für eine Plattengröße maximal erhältliche Speicherkapazitätim Zweijahresabstand jeweils verdoppelt. Aktuelle 3,5-Zoll-Laufwerke können mit bis zu 1 TeraByte (TByte) Speicherplatz aufwarten, auch die ersten 1,5-TByte-Platten werden bald schon im Einzelhandel erhältlich sein. Und das Ende der Fahnenstange ist noch längst nicht erreicht. In absehbarer Zeit dürfte mit Laufwerken zu rechnen sein, deren Kapazität die 2-TByte-Grenze durchbricht. Den Anwender freut's, denn mit zunehmender Speicherkapazität sinkt auch gleichzeitig der Preis, den man pro Speichereinheit bezahlen muss. Hier hat sich als Einheit der Preis in (Euro-) Cent pro GByte etabliert. Ein Beispiel für den rapiden Preisverfall: Im Sommer 2006 zahlte man bei externen 3,5-Zoll-Festplatten um die 50 bis 60 Cent pro GByte. Die Platten hatten Kapazitäten zwischen 250 und 500 GByte. Im Sommer 2008, also rund zwei Jahre später, ist der Preis pro GByte auf unglaubliche 12 Cent gesunken. Eine externe 3,5-Zoll-Festplatte mit 1 TByte Kapazität kostet heute in etwa so viel wie eine 250-GByte-Platte vor 2 Jahren. Eine ähnliche, fast noch dramatischere Entwicklung vollzieht sich im Bereich der kleineren Notebookfestplatten im 2,5-Zoll-Format. Waren in diesem Segment vor gut zwei Jahren 120 GByte noch richtig viel Speicher, so etablieren sich aktuell bereits die 320-GByte-Platten zum Verkaufsstandard. Auch werden im Handel bereits erste 500-GByte-Notebookplatten angeboten - diese Kapazität galt vor gut zwei Jahren selbst für die großen 3,5-Zoll-Platten noch als riesig.Doch es geht noch kleiner als 2,5-Zoll, denn über die höhere Speicherkapazität finden sich nun auch winzige, externe 1,8-Zoll-Festplatten, die aktuell bis zu 120 GByte Speicherplatz bieten. Aufgrund der verschiedenen, angebotenen Festplattenformate verliert der Käufer im Online-Shop oder bei Media Markt rasch den Überblick. Erfahren Sie deshalb auf den folgenden Seiten, worin sich die einzelnen externen Speicherformate zwischen 3,5 und 1,8 Zoll unterscheiden, wofür sie sich besonders gut oder weniger gut eignen und auf welche Details Sie beim Kauf achten sollten.

Welche Schnittstelle?

Die Standard-Schnittstelle bei allen externen Festplatten ist USB 2.0, da sie an jedem PC und jedem Notebook verfügbar ist - von sehr alten Rechnern einmal abgesehen. Die Übertragungsraten von USB 2.0 werden auf den Geräteverpackungen immer vollmundig mit 480 Mbit/s (= 60 MByte/s) angegeben. Die tatsächlichen Nettowerte, die in der Praxis beispielsweise beim Kopieren von größeren Dateien erreicht werden, liegen bei maximal 32 MByte/s.Vor allem meist höherpreisige, externe 3,5-Zoll-Laufwerke warten bisweilen mit alternativen Schnittstellen auf, die höhere Übertragungraten leisten können. Um diese nutzen zu können, muss auch Ihr PC oder Notebook über eine entsprechende Schnittstelle verfügen. Merklich höhere Übertragungsraten liefern beispielsweise die beiden Schnittstellen FireWire 400 und FireWire 800. Während FireWire 400 in der Praxis Übertragungswerte um die 40 MByte/s erreicht, sind über FireWire 800 Transferleistungen zwischen 60 bis 80 MByte/s möglich. FireWire-Schnittstellen waren bis vor kurzem vor allem bei Apple-Computern Standard, inzwischen finden sich die Schnittstellen auch vermehrt bei PCs und Notebooks. Mindestens ebenso leistungsfähig wie FireWire 800 ist die eSata-Schnittstelle, die bei vielen aktuellen Desktop-PCs bereits vorhanden ist. Hierbei handelt es sich um eine nach außen verlegte (e für "external") Serial-ATA-Schnittstelle, die Netto-Transfers bis zu 300 MByte/s leisten kann. Bisher ermittelte Praxiswerte von externen eSATA-Festplatten bewegen sich zwischen 40 und rund 85 MByte. Wer häufig größere Datenmengen zwischen Rechner und Festplatte verschiebt, sollte eine externe Festplatte mit zusätzlichem FireWire- oder eSATA-Anschluss in Betracht ziehen.

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Externe Festpletten wie Seagates FreeAgent Desktop Pro bieten neben USB 2.0 auch FireWire- und eSATA-Schnittstellen an.

Schnittstelle theoretische (Brutto-) Übertragungsrate tatsächlich ermittelte (Netto-) Übertragungraten USB
USB 2.0 60 MByte/s (480 Mbit/s) 26-32 Mbyte/s
FireWire 400 (IEEE 1394a) 50 MByte/s (400 Mbit/s) 34-42 Mbyte/s
FireWire 800 (IEEE 1394b) 100 MByte/s (800 Mbit/s) 63-80 Mbyte/s
eSATA 384 MByte/s (3 Gbit/s) 40-85 MByte/s

Backup und Sicherheit

Wenn Sie Ihre externe Festplatte für Datensicherungen nutzen möchten, sollten Sie darauf achten, dass dem Laufwerk eine entsprechende Backup-Software beiliegt. Manche Hersteller bieten zusätzlich die Möglichkeit, das komplette Laufwerk oder Teile davon über eine beiliegende Software zu verschlüsseln. Eine besonders pfiffige Lösung bietet der Hersteller Digittrade mit seiner RFID-Security-Festplatte. Die beim Einschalten mit 128-Bit-AES sicher verschlüsselte Platte lässt sich über einen kleinen RFID-Anhänger entschlüsseln und das Laufwerk erscheint im Arbeitsplatz. Trennt man das Laufwerk vom PC, ist die Platte wieder sicher verschlüsselt. Ein Passwort ist so nicht erforderlich, der RFID-Anhänger am Schlüsselbund genügt.

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Die Rfid-Security-Festplatte von Digittrade lässt sich mit einem Schlüsselanhänger ent- und verschlüsseln.

Groß, mächtig und viel Platz: die 3,5-Zoll-Platten...

Modellklasse ext. Festplatten Im Handel verfügbare, maximale Kapazität
3,5 Zoll 1 TByte (1000 GByte)
2,5 Zoll 500 Gbyte
1,8 Zoll 120 GByte

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