Der USB-Alleskönner

Kaspersky Bootmanager

Kaspersky-Virenscanner

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© PC Magazin

Mit CDBurner verwandeln Sie Start-CDs in eine ISO-Datei.

Sicherlich einer der bekanntesten Virenscanner ist der von Kaspersky. Sie können sich die Rettungs-CD von Kaspersky von der Seite http://rescuedisk.kaspersky-labs.com/rescuedisk/updatable/kav_rescue_10. iso herunterladen. Wollen Sie diese Rettungs-CD noch auf den USB-Stick integrieren, können Sie nicht den Weg über die Einbindung von ISO-Dateien gehen.

Kaspersky bietet zwar auf der Seite http://support.kaspersky.com/de/viruses/rescuedisk/main?print=true&qid=2 07621570 eine entsprechende Anleitung an, allerdings ist diese zu umständlich und erfordert die Bearbeitung der ISO-Datei. Aber mit etwas Trickserei können Sie auch Kaspersky auf dem USB-Stick verwenden und das wesentlich einfacher als mit der Kaspersky-Anleitung.

Laden Sie sich die ISO-Datei herunter und entpacken Sie diese mit einem ganz normalen Packprogramm, zum Beispiel mit 7-Zip von der Seite www.7-zip.org. Kopieren Sie anschließend den Inhalt des entpackten Archivs auf den USB-Stick, direkt in das Stammverzeichnis. Fügen Sie anschließend die folgenden Zeilen in die menu.lst auf dem USB-Stick ein:

title Kaspersky Rescue Disk
kernel /rescue root=/dev/ram0 init=/
linuxrc looptype=squashfs loop=/image.squashfs cdroot quiet noapic
initrd /boot/rescue.igz

Durch diese Befehle startet bei der Auswahl von Kaspersky direkt der Bootmanager der Rettungs-CD und Sie können mit Kaspersky problemlos arbeiten. Sie erhalten zwar den einen oder anderen Fehler beim Start, aber der Scanner erkennt die Laufwerke des PCs und kann nach Viren suchen. Auch der Dateimanager funktioniert problemlos.

Wenn Ihnen dieser Weg nicht gefällt, können Sie immer noch die Anleitung auf der Support-Seite von Kaspersky durchführen. Der Vorteil der Kaspersky-Rettungs-CD ist, dass nicht nur ein aktueller und sehr guter Virenscanner integriert ist, sondern auch ein Dateimanager, den auch ein Linux-Anfänger leicht bedienen kann, und der vollen Zugriff auf die Windows-Partitionen des Computers hat.

Da die Live-ISO multitaskingfähig ist, können Sie parallel nach Viren suchen und Dateien kopieren, löschen oder verschieben und das Ganze in einer grafischen Oberfläche. Auf dem beschrieben Weg können Sie auch andere Linux-Systeme integrieren, indem Sie die ISO-Dateien extrahieren und mit den Befehlen kernel und initrd direkt das Startprogramm der entsprechenden CD ansprechen.

Kernel lädt dazu einfach ausgedrückt den entsprechenden Gast-Kernel und initrd erstellt eine RAM-Disk im Arbeitsspeicher mit den Konfigurationen der entsprechenden Rettungs-CD.

Knoppix integrieren

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© PC Magazin

Für Administratoren, deren Unternehmen einen Software Assurance-Vertrag mit Microsoft eingegangen sind, stellt Microsoft das Rettungssystem Diagnostic and Recovery Toolset (DaRT) 6.5 zur Verfügung. Es enthält zahlreiche Rettungs-Tools, die über eine normale Rettungs-CD hinausgehen.

Wer ein Live-System sucht, mit dem sicheres Internet Surfen, das Bearbeiten von Dokumenten und Grafiken oder anderen Tätigkeiten integriert ist, kommt um Knoppix nicht herum. Auch Windows-Anwender kommen mit dem Debian-basierten System sehr schnell zu Recht und auch die Anbindung an das Netzwerk oder sogar WLANs gestaltet sich sehr einfach.

Außerdem ist ein vollständiger Dateimanager enthalten, mit dem Sie auch Dateien zwischen dem Computer und dem USB-Stick hin und her kopieren. Sie können zwar über die Programmoberfläche von Knoppix selbst einen USB-Stick erstellen, der Knoppix enthält, allerdings können Sie auf diesem Weg keine Multiboot-USB-Stick erstellen.

Damit Sie auch Knoppix auf Ihrem USB-Stick multibootfähig konfigurieren können, müssen Sie ebenfalls etwas tricksen. Um die aktuelle Knoppix-Distribution zu integrieren, laden Sie diese zunächst als ISO-Datei herunter. Mehr zu Knoppix und die Downloadseite erhalten Sie auf der Seite www.knopper.net/knoppix/knoppix62.html.

Die Verwendung ist denkbar einfach, über die Seite www.knoppix.net/wiki/Deutsch_Knoppix_FAQ sind zahlreiche Hilfen verfügbar. Nach dem Download liegt Ihnen Knoppix als ISO-Datei vor. Entpacken Sie die ISO-Datei auf dem gleichen Weg wie bei der Kaspersky-Rettungs-CD beschrieben. Kopieren Sie anschließend das Verzeichnis Knoppix aus der entpacken ISO-Datei in das Stammverzeichnis des USB-Sticks.

Öffnen Sie anschließend das Verzeichnis boot\isolinux im Verzeichnis mit der entpackten Knoppix-ISO-Datei. Kopieren Sie die beiden Dateien linux und minirt.gz in das Knoppix-Verzeichnis auf dem USB-Stick. Erstellen Sie im Verzeichnis Knoppix auf dem USB-Stick eine Textdatei mit der Bezeichnung knoppix.lst (auch auf Heft-DVD). Fügen Sie folgende Zeilen ein:

title adriane
kernel /KNOPPIX/linux ramdisk_
size=100000 lang=en vt.default_utf8=0 apm=power-off vga=0x311 nomce quiet loglevel=0 nolapic_timer adriane
initrd=/KNOPPIX/minirt.gz
title knoppix
kernel /KNOPPIX/linux APPEND ramdisk_
size=100000 lang=en vt.default_utf8=0 apm=power-off vga=791 nomce quiet loglevel=0 nolapic_timer
initrd=/KNOPPIX/minirt.gz
title fb1024x768
kernel /KNOPPIX/linux APPEND ramdisk_
size=100000 lang=en vt.default_utf8=0 apm=power-off vga=791 xmodule=fbdev nomce quiet loglevel=0 nolapic_timer
initrd=/KNOPPIX/minirt.gz
title fb1280x1024
kernel /KNOPPIX/linux APPEND ramdisk_
size=100000 lang=en vt.default_utf8=0 apm=power-off vga=794 xmodule=fbdev nomce quiet loglevel=0 nolapic_timer
initrd=/KNOPPIX/minirt.gz
title fb800x600
kernel /KNOPPIX/linux APPEND ramdisk_
size=100000 lang=en vt.default_utf8=0 apm=power-off vga=788 xmodule=fbdev nomce quiet loglevel=0 nolapic_timer
initrd=/KNOPPIX/minirt.gz
title
kernel
title Main Menu
root (hd0,0)
configfile /Menu.lst

Speichern Sie die Datei dann entsprechend. Über diese Datei erhalten Sie nach der Auswahl von Knoppix im Grub4-DOS-Bootmanager noch eine weitere Auswahl mit der entsprechenden Knoppix-Variante zum Start. Haben Sie die Datei knoppix.lst im Verzeichnis Knoppix auf dem USB-Stick erstellt, bearbeiten Sie die Datei menu.lst auf dem USB-Stick. Fügen Sie folgende Zeilen hinzu:

title Knoppix 6.2
configfile /KNOPPIX/knoppix.lst

Testen Sie den Stick, können Sie jetzt problemlos Knoppix vom USB-Stick starten. Innerhalb von Knoppix können Sie auch eine Verbindung zu Funknetzwerken aufbauen, im Internet surfen oder mit verschiedenen anderen Dokumenten und Tools arbeiten. Außerdem verfügt Knoppix über einen Dateimanager mit dem Sie auch Daten von lokalen Festplatten auf den USB-Stick übernehmen können.

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