So geben Sie Kreditkarten-Dieben keine Chance

Kartenbetrug? Diese Tipps helfen beim Shopping und Geld abheben

Das Bezahlen mit Kredit- und EC-Karte ist heute eine Selbstverständlichkeit, doch Betrüger lassen sich immer dreistere Tricks einfallen, um an Ihr Geld heranzukommen.

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Kartenbetrug

© Archiv

Es kann teuer werden.

Freitag Nachmittag am Stuttgarter Hauptbahnhof. Polizeibeamten fällt ein Mann auf, der sich an einem Geldautomatenzu schaffen macht. Der Verdächtige ist gerade dabei, einen unauffälligen Aufsatz vom Automaten zu entfernen, mit dem er die Kartendaten nichts ahnender Opfer kopiert hat. Was sich Ende Januar in der Stuttgarter Innenstadt zutrug, ist längst kein Einzelfall mehr. Mit immer gewiefteren Tricks versuchen Gangster, an die Daten von Kredit- und EC-Karten zu gelangen. Zugegeben, die weltweite Akzeptanz von Kredit- und Bankkarten ist bequem und hat dazu geführt, dass immer mehr Menschen mit diesem Plastikgeld bezahlen. Auch beim Einkauf über das Internet haben sich gerade Kreditkarten als Standard etabliert.

So klauen Gauner Ihre Geheimzahl

Dieser weit verbreitete Einsatz der Karten zieht Gauner unwiderstehlich an. Aktuell gehört das "Skimming" (deutsch "Abschöpfen", "Absahnen") zu den am meisten verbreiteten Betrugsmaschen. Dabei wird der Kartenschlitz am Geldautomaten so manipuliert, dass sich die eingeschobene Karte kopieren lässt. In der Nähe des Automaten wird eine unauffällige Kamera platziert, die den Kunden bei der Eingabe der Geheimzahl filmt. Mit den gestohlenen Daten können die Betrüger sofort eine Karte herstellen. Den Banken und den Kunden fallen die illegalen Abbuchungen zunächst nicht auf.

Besonders gefährdet sind Geldautomaten, die sich nicht in den Bankräumen, sondern an öffentlichen Straßen und Plätzen befinden. Die falschen Kartenschlitzaufsätze sind meist gut getarnt, mitunter werden ganze Platten mit der Aufschrift des Automatenherstellers angebracht. Um diesen Aufwand zu minimieren, sind einige Gauner dazu übergegangen, stattdessen die Türöffner zu manipulieren. Auch hier wird der Kunde anschließend bei der Eingabe der PIN am Automaten gefilmt. Die Vorräume vieler Banken sind inzwischen auch ohne Karte zugänglich. Falls das bei Ihrer Bank nicht der Fall ist, sollten Sie zum Öffnen der Tür immer eine andere Karte benutzen, als die, mit der Sie Geld anschließend abheben.

Gefahren im Supermarkt

Auch das Einkaufen beim Discounter oder im Einzelhandel kann nachträglich teuer werden. So mancher Eigentümer eines Geschäfts wunderte sich über Einbrüche, bei denen nichts entwendet wurde. In Wirklichkeit hatten es die Gauner nur auf die kleinen Kartenterminals an den Kassen abgesehen. Diese wurden manipuliert, um die Kartendaten samt eingetippter PIN-Nummer bequem per Funk zu übertragen - so ersparten sich die Gangster einen erneuten Einbruch, um an die Daten heranzukommen. Gegen derart dreiste Machenschaften gibt es übrigens keinen Schutz.

Gefahrenquelle Internet-Shopping

Das Einkaufen über das Internet wird bei den Deutschen immer beliebter. In der Regel muss man auch hier seine Konto- oder Kreditkartendaten preisgeben. Abgesehen davon, dass die Übertragung der Daten abgefangen werden könnte, besteht die Gefahr, dass die Kundendaten beim Online-Händler Ihrer Wahl nicht sicher gespeichert sind. Die gestohlenen Kreditkartendaten aus Beständen einer deutschen Landesbank vor einigen Wochen belegen aber auch, dass selbst Banken nicht immer ein sicherer Hort für sensible Informationen sind.

So schützen Sie sich

Bemerken Sie am Geldautomaten, dem Türöffner der Bank oder dem Kartenleser im Einzelhandel auffällige Veränderungen, informieren Sie sofort einen Bankmitarbeiter, den Verkäufer oder die Polizei. Achten Sie bei der Eingabe der Geheimzahl immer darauf, dass Sie niemand - und erst recht keine Kamera - beobachtet. Decken Sie die PIN-Eingabe deshalb mit der Hand oder der Geldbörse ab.

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