Zielführend

Karten und Navilösungen

Schlaue Apps lotsen

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© Hersteller/Archiv

Auch wenn das Display bei diesem Handy etwas kleiner ist, ans Ziel führt die Navigationslösung von Nokia auch.

Zwar zeigen Kleinstcomputer schon mit vorinstallierten Karten und Navilösungen zielsicher den Weg, doch lassen sich Smartphones mit den geeigneten Zusatzprogrammen vollends in komfortable Navigationsgeräte umwandeln. Empfehlenswert sind diese Apps aber vor allem für Fahrer, die häufiger mal im Ausland unterwegs sind.

Mit den Apps werden nämlich die aktuellen Karten für ein gewünschtes Gebiet gleich mit heruntergeladen und installiert. Sodass für die Routenführung unterwegs keine Internetverbindung nötig ist. Das spart vor allem im Ausland bares Geld, schließlich fallen keine teuren Roaming-Gebühren an. Und auch daheim wird bei günstigen Flatrates das Datenvolumen nicht zusätzlich strapaziert.

Wer sich als Smartphone-Navigator für eine App entscheidet, muss diese im entsprechenden Online-Laden einkaufen. Neben namhaften Navi-Herstellern wie TomTom, Navigon oder Falk finden sich im iTunes- Store, Android-Market oder im Windows-Phone-Marketplace auch zahlreiche weniger bekannte Navi-Applikationen.

Und während die Apps der großen Navigationsspezialisten etwas kosten, gibt es darunter auch zahlreiche Gratislösungen. Dazu zählt beispielsweise Skobbler. Die App ist für iPhone (1,59 Euro) oder Android-Geräte (kostenlos) verfügbar und liefert eine vollwertige Offline-Navigation mit Sprachsteuerung.

Zwar müssen Nutzer dabei auf zusätzliche Features wie fotorealistische Darstellungen von Autobahnkreuzen oder Fahrspurassistenten verzichten, dafür ist die App aber (fast) kostenlos. Das Kartenmaterial stammt aus dem OpenStreetMap-Projekt. Eine Gratiskarte von Europa ist bei der Skobbler dabei.

Dazu gibt es für wenig Geld (1,59 Euro) die sogenannte ForeverMap. Dabei handelt es sich um eine Offline-Karten-App, die interaktive Städte- und Länderkarten von fast allen europäischen Ländern umfasst. Selbst wer mal ins Ausland fährt, hat somit die passende Karte immer dabei.

Die ForeverMaps gibt es auch für Nordamerika. Beide Karten lassen sich auch als kostenlose Lite-Variante herunterladen. Dabei gelangt das Kartenmaterial allerdings grottenlangsam über Peerto- Peer-Netze auf das Android-Phone. Wer nicht auf längere Downloads warten mag, kauft die Karten im Android-Market.

Zum kostenlosen Navigieren kann auch Google-Maps genutzt werden. Das Kartenmaterial ist allerdings fast nur online verfügbar und muss so via Internet immer neu heruntergeladen werden (s. Einzeltest).

Abhängig vom Mobiltelefon gibt es bei Nokia ebenfalls eine kostenlose Navigationslösung. Karten für die gewünschten Zielländer können über Nokias Ovi-Store heruntergeladen oder über den PC auf das Mobiltelefon übertragen werden.

Komfort-Apps kosten

Bei Navi-Riesen wie TomTom oder Navigon werden Auslandsreisende ganz schön zur Kasse gebeten. So kosten bei Navigon die Karten für die USA (und Kanada) 45 Euro. Bei TomTom sind sie für 40 Euro zu haben.

Wie bei portablen Navigationsgeräten bieten diese Apps allerdings weitaus mehr als nur eine korrekte Wegbeschreibung und Zielführung. So ändert sich laut Routing-Spezialist TomTom die Straßenführung im Jahr um durchschnittlich 15 Prozent. Und die App liefert automatische Kartenupdates. Auch eigene Änderungen am Kartenmaterial lassen sich einfach sichern.

Praktisch ist auch, dass Zusatzinfos zum Beispiel zu Radarfallen in Echtzeit an die Smartphone-App geschickt werden. Fahrspurassistenten, fotorealistische Ansichten von Städten und verschiedene Routenoptionen gibt es natürlich ebenso wie die Möglichkeit, Zwischenstopps einzufügen oder Tankstellen entlang der Route anzufahren.

Und weil das Smartphone online ist, lässt sich die günstigste Tankstelle auch schnell ausmachen. Dazu führen genauere Verkehrsinformationen (HD Traffic, TomTom oder Traffic Live, Navigon) schneller aus dem Stau heraus. Ferner sind Gimmicks wie Stimmen von Stars für die Sprachausgabe, Fotonavigation, Facebook-Anbindung oder eigene Fahrzeugsymbole verfügbar.

Bei der iPhone-Navigation von Bosch gibt es zudem einen Kurvenwarner. Die schlaue App erkennt dabei nahende Kurven und errechnet anhand der Krümmung die optimale Durchfahrtsgeschwindigkeit. Liegt die tatsächliche gerade gefahrene Geschwindigkeit darüber, warnt die App den Fahrer durch ein optisches und akustisches Signal.

Wer im Ausland unterwegs ist, kann die Datenverbindung über das 3G-Modul sperren. Damit verzichtet er auf Zusatzinfos wie Wetter oder Öffnungszeiten von Apotheken. Dennoch kommt er dank Offline-Navigation auch im Ausland sicher ans Ziel und kann wie beim portablen Navi auch offline verfügbare Extras nutzen.

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