Jugendschutz einrichten

Mit diesen Einstellungen schützen Sie Ihre Kinder im Internet und am PC

Im Internet liegen Gut und Böse nah beieinander. Eltern sollten Ihr Kind im Internet daher vor sich selbst schützen. Das geht beispielsweise mit Software wie Windows Live Family Safety.

Kinderschutz am PC einrichten

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Kinderschutz am PC einrichten

Jugendschutz im Internet und am PC spielen eine bedeutende Rolle in der Erziehung. Als Elternteil sollte man sich aktiv mit den Internetgewohnheiten Ihrer Kinder auseinandersetzen und überlegen, was der Nachwuchs im Internet macht, welche Internetseiten er besucht, mit wem er vielleicht häufiger chattet und wie viel Zeit er am PC verbringt. Auf jeden Fall sollten Eltern mit ihrem Kind regelmäßig über seine Internetnutzung reden. Hinterfragen Sie, was es im Internet gerne und oft macht und machen möchte. Zeigen Sie ihm altersgerechte Webseiten, und lassen Sie sich von Ihrem Kind ebenfalls einiges zeigen. Klären Sie es auf jeden Fall über die Gefahren des Internets auf, wie etwa die Abzockgefahr durch kostenpflichtige Abos sowie strafrechtliche Folgen bei Urheberrechtsverletzung von Videos und Musikstücken.Wie Sie ihrem Kind altersgerecht die Nutzung und Gefahren des Internets darlegen, zeigen unsere Tipps im Kasten.

4 Tipps für Eltern: Kinder entdecken das Internet

  • Je nach Alter das richtige Maß: Legen Sie für Ihr Kind gemeinsam mit Ihrem Kind eine bestimmte Zeitspanne fest, in der es den PC nutzt. Je nach Alter gibt es entsprechende Empfehlungen: 4 bis 6 Jahre - 20 bis 30 Minuten pro Tag, 7 bis 10, Jahre - 30 bis 45 Minuten pro Tag, 11 bis 13 Jahre - ca. 60 Minuten pro Tag
  • Verwenden Sie einen Jugendschutz: Verwenden Sie ein Filterprogramm. Es schützt vor jugendgefährdenden Seiten im Internet und verhindert, dass nicht altersgerechte Programme auf dem PC gestartet werden. Nehmen Sie sich die Zeit, um solch eine Programm zu installieren und gewissenhaft einzurichten. Prüfen Sie regelmäßig, ob der Schutz noch funktioniert.
  • Vorbildrolle ausüben: Eltern sind immer ein Vorbild ihrer Kinder. Wenn diese keine Zeit haben, weil sie am PC festkleben, werden die Kinder das irgendwann nachmachen. Zeigen Sie ihrem Kind, dass sich das Leben nicht nur um den PC und Internet dreht und dass es noch andere Freizeitaktivitäten gibt.
  • Über Gefahren beim Surfen reden: Auch wenn Sie ein Filterprogramm installiert und den Jugendschutz konfiguriert haben, sollten Sie mit Ihren Kindern über lauernde Gefahren im Internet reden, auf bekannte Fallen hinweisen und erklären, worauf sie achten müssen. Beispiele hierfür sind vor allem Abofallen oder soziale Netzwerke, die fast immer auch die Möglichkeit des Chattens bieten.

Da bei den Kids das Chatten und die Nutzung sozialer Netzwerke wie Facebook besonders beliebt sind, sollten Sie gerade diesem Thema viel Aufmerksamkeit schenken.

Kinderschutz am Computer einrichten

Es lohnt sich, in Windows diesen Schutz zu aktivieren. Und wir zeigen Ihnen,wie Sie ihn sinnvoll einrichten können. Zunächst sind drei Voraussetzungen wichtig, um den Jugendschutz zu aktivieren:

  • Sie benötigen an dem PC, an dem der Jugendschutz eingerichtet werden soll, ein Konto mit Administratorrechten.
  • Wählen Sie ein Passwort für dieses Konto, das nur Sie kennen und das keineswegs einfach zu erraten ist.
  • Das Konto Ihres Sprösslings darf keine Administratorrechte besitzen.

Den Jugendschutz einrichten

Schritt 1: Klicken Sie im Fenster "Konten verwalten" auf "Jugendschutz". Es erscheinen die Konten, bei denen ein Jugendschutz eingerichtet werden kann. Ein weiterer Klick auf das Konto, bei dem der Jugendschutz aktiviert und eingerichtet werden soll, lässt das Fenster "Benutzersteuerung" am Bildschirm erscheinen.

Schritt 2: Hier legen Sie fest, wie Ihr Kind den Computer verwenden darf. Aktivieren Sie als Erstes unter dem Punkt "Jugendschutz" den Schalter "Ein - Einstellungen erzwingen". Richten Sie zunächst das zeitliche Limit für die PC-Nutzung ein. Dafür klicken Sie unter "Windows-Einstellungen" auf "Zeitlimits".Im darauf erscheinenden Fenster sehen Sie einen Wochenkalender mit einer 24-Stunden-Einteilung. Per Mausklick aktivieren Sie die Felder, in denen Ihr Kind den PC nicht nutzen darf.

Schritt 3: Solche Felder sind dann mit der Farbe Blau gekennzeichnet. Alle weißen Felder markieren die Zeit, in der Sie die Nutzung des PCs erlauben. So können Sie auch ganze Tage ausschließen oder freigeben. Dabei muss nicht jedes Feld einzeln angeklickt werden. Ziehen Sie die Maus über den Bereich, der Blau eingefärbt werden soll. So geht das Einstellen schneller. Ist alles erledigt, klicken Sie auf "OK".

Schritt 4: Im nächsten Schritt legen Sie fest, ob Sie Ihrem Kind erlauben zu spielen und wenn ja, welche Spiele es nutzen darf. Klicken Sie auf "Spiele". Wenn Sie hier generell mit Klick auf "Ja" erlauben, dass Ihr Kind Spiele nutzen darf, können Sie unter "Spielfreigaben festlegen" anhand der von der USK (Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle) festgelegten Altersfreigabe die Spielenutzung einschränken.

Schritt 5: Zusätzlich legen Sie fest, ob Spiele ohne Altersfreigabe gespielt werden dürfen. Ein Klick auf "OK" speichert die Einstellungen. Unter "Bestimmte Spiele zulassen oder blockieren" lassen sich weiter auf dem PC installierte Spiele für die Nutzung des Kindes blockieren oder erlauben. Nach Klick auf "OK" gelangen Sie zurück zur Benutzersteuerung.

Schritt 6: Legen Sie jetzt mit Klick auf "Bestimmte Programme zulassen und blockieren" fest, welche Programme (außer Spiele) Ihr Kind nutzen darf, entweder generell alle oder nur bestimmte aus einer Liste aller auf dem PC installierten Programme. Damit sind die Einstellungen des Jugendschutzes fertig.

Systemsteuerung, Windows, Sicherheit, Spiele

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Welche Spiele das Kind am Computer nutzen darf, ist an die Empfehlungen der USK geknüpft.

Mehr Funktionen für den Schutz

In der zuvor beschriebenen Grundversion des Jugendschutzes fehlen allerdings ein Webfilter, um jugendgefährdende Seiten zu blockieren sowie die Möglichkeit, Berichte zur Webaktivität des Kindes zu erhalten. Will man diese Funktionen, müssen sie zusätzlich installiert werden. Eine Lösung dafür ist "Windows Live Family Safety". Das Paket ist Bestandteil der Microsoft Windows Essentials. Es ist kostenlos und funktioniert ab Windows XP.

Ob es bereits auf Ihrem PC installiert ist, erfahren Sie, wenn Sie auf "Start" klicken und "Windows Live Family Safety" ins Suchfeld eintippen. Fehlt das Paket, laden Sie es von Microsoft herunter und installieren es. Wählen Sie am Anfang der Installation die Programme, die Sie aus den Essentials installieren möchten, etwa nur "Family Safety".

Starten Sie jetzt die Einstellungen zum Jugendschutz, können Sie wählen, ob Sie "Windows Live Family Safety" für den Jugendschutz verwenden wollen. Wenn Sie das abwählen, wird der zuvor beschriebene Jugendschutz verwendet.

Einstellungen im Microsoft-Konto

Um Family Safety nutzen zu können, benötigen Sie ein Microsoft-Konto. Sollten Sie noch keines haben, klicken Sie im Anmeldefenster von Family Safety auf "Registrieren" und folgen Sie den Anweisungen. Sind Sie registriert, loggen Sie sich mit Ihren Daten ein. Wählen Sie dann das Konto, das geschützt werden soll, also das Ihres Sprösslings, und klicken Sie auf "Weiter". Im nächsten Schritt fügen Sie das Konto als "Family Safety-Mitglied" Ihrem Microsoft-Konto hinzu und speichern die Einstellung.

Klicken Sie auf den Link neben "Zur Family Safety-Webseite wechseln:". Ihr Standard-Browser öffnet die Seite. Loggen Sie sich mit den Daten zu Ihrem Microsoft-Konto ein. Jetzt lässt sich der Jugendschutz mit wesentlich mehr Optionen einrichten.

Welche Einstellungen Sie zusätzlich an Ihrem Router vornehmen können,verraten wir Ihnen in unserem Workshop .

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