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Bildersammlung verwalten

Fotos organisieren mit IrfanView - so geht's

Endlich Ordnung im Bilderchaos: Wir geben Tipps, wie Sie Ihre Fotosammlung mit der kostenlosen Freeware IrfanView verwalten können.

Bilder wählen

© Sergey Nivens / shutterstock.com

Mit der Freeware IrfanView können Sie Ihre Bilder komfortabel organisieren.​

Moderne Smartphones machen heute fast ebenso gute Bilder wie teure Digitalkameras vor ein paar Jahren. Doch im Gegensatz zur Digicam hat man das Smartphone stets dabei. Die Folge: Obwohl immer weniger Digitalkameras über die Ladentheke gehen, werden heute mehr Fotos geschossen als jemals zuvor. Diese Fotos liegen im Normalfall auf dem Smartphone und landen spätestens beim nächsten Backup auf dem lokalen Rechner. Dort fristen sie ein Dasein im Nirwana. Ungeordnet und unsortiert liegen sie im Windows-Bilderordner und spätestens nach ein paar Wochen kann sich kaum noch jemand daran erinnern, welche Fotos eigentlich geschossen und gespeichert wurden. Das gewünschte Bild wiederzufinden, ist so kaum oder nur mit größerem Aufwand möglich. 

Es ist also ratsam, ein​ für alle Mal Ordnung in die Bilderflut zu bringen, den Bestand zu organisieren und das System auch so weit zukunftsfähig zu machen, dass neue Bilder in einem Rutsch in die Bildersammlung aufgenommen und einsortiert werden. So behalten Sie künftig den Überblick, können mit wenigen Schritten eine Bildershow anfertigen und haben die gewünschten Fotos stets im Zugriff.

Lesetipp: Picasa Alternative: 5 kostenlose Windows-Tools zur Bildverwaltung ​

Doch welches Tool sollte man zur Organisation und Verwaltung seiner digitalen Aufnahmen nutzen? Unsere Empfehlung lautet hier IrfanView. Dieses kostenlose Tool kann alles, was zur problemlosen Organisation und Bearbeitung der Fotos notwendig ist. Es ist überaus mächtig und spart nach etwas Einarbeitung viel Zeit, die man sinnvoller zum Beispiel mit dem Fotografieren weiterer Bilder nutzen könnte.​

1. Die schnelle Installation von IrfanView sowie Plugins

In unserem Download-Portal finden Sie IrfanView​ in der aktuellen Version. Beim Setup werden Sie gefragt, ob eine IrfanView-Verküpfung auf dem Desktop erstellt und eine Verknüpfung im Start-Menü unter Programme angelegt werden soll. Wir empfehlen, beide Menüpunkte zu aktivieren.

Anschließend werden Sie zur optionalen Verknüpfung mit Dateiendungen aufgefordert. Alle Dateien mit den Endungen, die Sie hier ankreuzen, werden künftig automatisch mit IrfanView geöffnet. Das empfiehlt sich vor allem dann, wenn Sie das Tool künftig als Standardprogramm zur Bildbearbeitung nutzen möchten. Geht es Ihnen jedoch nur um die Organisation Ihrer Fotosammlung, müssen Sie hier nichts ankreuzen.

Irfan View Installation

© Screenshot WEKA / PCgo

Markieren Sie bei der Installation nur dann alle Bildformate, wenn Sie IrfanView künftig als Standardprogramm zur Bildbearbeitung nutzen möchten.

Im nächsten Fenster lassen Sie die Einstellung wie gehabt und starten die Installation mit einem Klick auf Weiter. Im nächsten Schritt installieren Sie noch die IrfanView Plugins​, die Sie ebenfalls in unserem Download-Portal finden.

Bei der Installation werden Sie möglicherweise aufgefordert, den Pfad des Zielordners auszuwählen, in den die Plugins installiert werden sollen. Wenn Sie zuvor nichts anderes ausgewählt haben, klicken Sie sich hier durch bis C:\Programme (c86)\IrfanView. Die Installation selbst nimmt nur wenige Sekunden in Anspruch. Anschließend starten Sie IrfanView mit einem Klick auf das Programmlogo. Das finden Sie auf dem Desktop und/oder unter Start/Programme.

2. Erste Schritte mit IrfanView: Anpassen von Design und Sprache 

Die Oberfläche von IrfanView ist in mehreren Sprachen verfügbar. Sollte das Tool bei Ihnen auf Englisch starten, können Sie dieses kleine Problem mit drei Klicks beheben. Gehen Sie zunächst auf Options und dann auf Change language. Markieren Sie im rechten Fenster den Eintrag DEUTSCH.DLL, und bestätigen Sie mit OK.

Ohne Neustart des Programms ist die Oberfläche nun deutschsprachig. Anschließend können Sie über Optionen/Einstellungen/Erweiterungen nochmals die Verknüpfungen der Dateiendungen anpassen. Dazu haben Sie mehrere Möglichkeiten: Es stehen die Optionen Alle, Nur Bilder und Keine zur Wahl. Alternativ können Sie die jeweiligen Endungen im Hauptfenster auch manuell wählen, indem Sie die gewünschten jeweils mit einem Häkchen markieren und abschließend mit OK bestätigen.

Das Design der Symbolleiste lässt sich über den gleichnamigen Eintrag im Einstellungs-Menü ebenfalls ändern. Wählen Sie dazu einfach im Fenster Design (Skin) ändern das Design aus, welches Ihnen am meisten zusagt. Weiter unten im Fenster wird jeweils eine Vorschau angezeigt. Abschließend empfiehlt es sich noch, die Foto-Ansicht so einzustellen, dass Bilder stets fensterfüllend angezeigt werden. Diese Einstellung nehmen Sie über Ansicht/AnzeigeOptionen (Fenstermodus)/Bild ans Fenster anpassen vor. So werden alle Bilder stets in identischer Größe angezeigt.​

Irfan View Design

© Screenshot WEKA / PCgo

Zunächst einmal gilt es, das Programm den eigenen Vorstellungen anzupassen. Stellen Sie dazu die Wunschsprache und das Design ein.

3. Einen Bilderordner erstellen und die Fotos vom Smartphone kopieren

Im ersten Schritt sollten Sie alle Bilder von Ihrem Smartphone auf den Rechner kopieren oder, wenn Ihnen auf dem Smartphone langsam aber sicher der Speicherplatz ausgeht, dorthin verschieben. Idealerweise legen Sie zunächst auf Ihrem Rechner einen separaten Ordner für die neuen Fotos an. In Windows existiert bereits ein standardmäßiger Bilderordner namens Bilder. Rechtsklicken Sie im Windows Explorer auf diesen Überordner, und legen Sie mit Neu/Ordner einen neuen Ordner an. Als Namen können Sie beispielsweise das jeweilige Datum vergeben oder einen beliebigen anderen Namen. 

Anschließend kopieren oder verschieben Sie alle Fotos vom Smartphone in diesen neu angelegten Ordner. Wie genau das funktioniert, hängt von Ihrem Smartphone und dessen Betriebssystem ab. Bei einem iPhone nutzen Sie für diesen Kopiervorgang iTunes, bei einem Android-Smartphone können Sie die Dateien in der Regel wie von einem externen Festplattenlaufwerk auf den Rechner und in den neuen Ordner kopieren. Sind die Bilder kopiert, öffnen Sie IrfanView und klicken links oben auf das gelbe Ordner-Symbol. Wählen Sie nun den neu angelegten Bilderordner aus.​

Irfan View SMartphone Bilder

© Screenshot WEKA / PCgo

Zunächst einmal gilt es, das Programm den eigenen Vorstellungen anzupassen. Stellen Sie dazu die Wunschsprache und das Design ein.

4. Das Aussortieren ungewünschter Bilder in IrfanView 

Je nach Vorauswahl bekommen Sie im folgenden Fenster eine Dateiliste der Bilder im Ordner oder kleine​ Vorschaubildchen angezeigt. Sie können das übrigens anpassen, indem Sie auf das Symbol ganz rechts außen neben dem Suchen in:-Fenster klicken. Doppelklicken Sie auf das erste Bild, dieses wird nun als Vollbild angezeigt. Wollen Sie das Foto bearbeiten, können Sie das an dieser Stelle gleich erledigen. Diverse Werkzeuge stehen Ihnen dazu direkt in IrfanView unter dem Reiter Bild zur Verfügung.​

Zum Speichern des Bildes im gegenwärtigen Ordner, betätigen Sie am besten die Tastenkombination [Strg] + [S], das geht am schnellsten. Alternativ gehen Sie über Datei zu Speichern (Original-Verzeichnis). Wollen Sie das Foto nicht behalten, löschen Sie es mit einem Klick auf die [Entf]-Taste, auf das X-Symbol in der IrfanView-Leiste oder über Datei/Löschen. Anschließend gehen Sie über die rechte Pfeiltaste zum nächsten Foto. Verfahren Sie auf gleiche Weise mit allen weiteren Bildern im Ordner. Nach dem letzten Bild werden Sie nach Klicken der Pfeiltaste gefragt, ob Sie in einen neuen Ordner springen möchten.​

5. Alle Bilder für die eigene Bildersammlung dauerhaft bezeichnen 

Sie haben nun die unerwünschten Fotos aussortiert und sind bereit, die übrig gebliebenen Bilder zu taggen. Tippen Sie dazu auf die Taste [T] Ihrer Tastatur.​ Nun öffnet sich ein neues Fenster mit Miniaturansichten Ihrer Fotosammlung. Sie können nun zu jedem Foto Informationen eingeben, die dauerhaft als Teil des Fotos gespeichert werden. Später können Sie die gewünschten Fotos anhand dieser Informationen zum Beispiel über die Windows-Suche in Sekundenschnelle aufspüren.

Zum Glück müssen Sie das nicht für jedes Foto einzeln machen, sondern können das in einem Schritt für eine ganze Reihe von Fotos erledigen. Markieren Sie dazu alle Bilder, auf denen eine bestimmte Person, ein Strand, eine Stadt oder auch ein bestimmtes anderes Motiv zu sehen ist. Halten Sie dazu die [Strg]-Taste gedrückt und klicken jeweils die linke Maustaste bei den gewünschten Bildern.​

Irfan View Suchbegriffe

© Screenshot WEKA / PCgo

Gesucht, gefunden: Im Windows Explorer finden Sie die zuvor verstichworteten Begriffe ganz schnell wieder.

Abschließend klicken Sie mit der rechten Maustaste auf eines der gewählten Bilder und gehen über JPG - verlustfreie Operationen auf den Menüpunkt IPTC-Daten schreiben (selektierte Bilder). Sie können im Reiter Description für alle ausgewählten Bilder identische Informationen eingeben, wie etwa den Namen des Fotografen (Author), eine Copyright-Information und den Namen der Fotoreihe (Document title). Bei Keywords/Categories vergeben Sie Stichwörter, unter denen das Bild gefunden werden soll. Nach jedem Wort, das Sie bei Keywords eingeben, klicken Sie jeweils die [Eingabe]-Taste (Enter).​

Lassen Sie Ihren Wünschen freien Lauf, je genauer die Keywords das Bild bezeichnen, desto besser wird es gefunden: Urlaub, Strand, Nordsee, Reise, Hund, Wasserball... Nicht vergessen: Jedes Wort muss einzeln geschrieben werden, danach muss IMMER die [Eingabe]-Taste gedrückt werden. Nutzen Sie auch keine Punkte, Kommas oder Semikolons, um die Stichworte voneinander zu trennen. Das funktioniert nicht und führt bei der Bildersuche zu keinem brauchbaren Ergebnis.

Anschließend können Sie bei Credits/Origin noch weitere Einträge vornehmen. Geben Sie, wenn Sie möchten, bei Date created das Datum ein, an denen die Bilder gemacht wurden und eventuell auch die Stadt (City)​ und das Land (Country). Abschließend klicken Sie auf Save, um alle Informationen auf alle zuvor ausgewählten Bilder gleichzeitig anzuwenden. Gehen Sie nun auf gleiche Weise für alle weiteren Bilder im Ordner vor. Sie können natürlich weiterhin Gruppen auswählen und bezeichnen oder auch einzelne Fotos.​

6. Zuvor bezeichnete Bilder jederzeit im Windows Explorer wiederfinden

Sie haben sich die Mühe gemacht und alle Bilder mit Stichworten versehen. Gut und schön – doch wie finden Sie diese Bilder nun zuverlässig wieder? Das ist in der Tat kinderleicht, denn das kann beispielsweise der Windows Explorer. Gehen Sie auf den Bilder-Hauptordner, und geben Sie im Suchfenster oben rechts eines der zuvor vergebenen Suchwörter ein. Je mehr Suchwörter Sie eingeben, desto genauere Ergebnisse wird die Suche letztendlich auch liefern. Mehrere Suchwörter können Sie übrigens jeweils mit Leerzeichen dazwischen ganz einfach nacheinander eingeben.​

7. In IrfanView beliebig viele Bilder in einem Rutsch umbenennen 

Wer seine Fotos mit dem Smartphone oder der Digitalkamera schießt, der kennt das Problem der kryptischen Benamung der Bilder aus eigener Erfahrung. Die Fotos tragen je nach Kamera Namen wie DSCF3023.JPG oder 800_3658.JPG. Kurzum: Unter diesen Namen gespeichert findet man garantiert nichts mehr wieder. Allerdings lassen sich mit IrfanView per Batch-Befehl beliebig viele Fotos umbenennen. Dazu öffnen Sie IrfanView und drücken auf Ihrer Tastatur die Taste [B]. Nun öffnet sich die sogenannte Batch/Stapel-Konvertierung. Markieren Sie zunächst links oben den Punkt Batch-Umbenennen, und wählen Sie im Feld Suchen in wie in Schritt 3 beschrieben den Ordner aus, dessen Bilder umbenannt werden sollen. Beachten Sie, dass die Bilder ihren alten Namen nicht verlieren, sondern eine Kopie mit neuem Namen angelegt wird. Ihren Bildern kann also nichts passieren!

Bilder umbennen

© Screenshot WEKA / PCgo

Fügen Sie alle Bilder hinzu, die umbenannt werden sollen.

Anschließend wählen Sie die Bilder aus, die umbenannt werden sollen. Das erledigen Sie durch einen Doppelklick auf das betreffende Bild oder, wenn Sie alle Bilder gleichzeitig umbenennen möchten, durch einen Klick auf den Menüpunkt Alle hinzufügen.

Unter Name (Muster) geben Sie den Namen ein, den die Bilder tragen sollen. In unserem Beispiel wäre das Neuseeland_2016. Die Anzahl der Rauten sollte der Anzahl der Bilder entsprechen. Befinden sich also 150 Bilder im Ordner, sollten Sie drei Rauten verwenden, bei einer vierstelligen Bilderanzahl dementsprechend vier Rauten. Als Zielverzeichnis verwenden Sie am besten das aktuelle Verzeichnis. Um die Umbenennung zu beginnen, klicken Sie auf Starten.

Nach Ende der Konvertierung wird ein Fenster mit der Anzahl der umbenannten Dateien angezeigt, schließen Sie den Vorgang mit einem Klick auf Batch beenden ab. Die Bilder mit den neuen Namen befinden sich im Wunschordner.

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