Android und iPhone 5S

So erhöhen Sie die Akkulaufzeit Ihres Smartphones und Tablets

Akkulaufzeit von iOS- und Android-Geräten wie iPhone 5S oder Samsung Galaxy S4 verlängern: Hier sind Tipps, wie Sie mit Smartphone oder Tablet Energie sparen.

Akkustand

© connect

Akkustand

Die Grenzen von mobilen Geräten wie Smartphones oder Tablets liegen meist bei der maximalen Akkulaufzeit. Mit nur wenigen Abstrichen an den Funktionen und einfachen Einstellungs-Modifikationen können Sie bereits einiges an Energie sparen und die Laufzeit Ihres iOS- oder Android-Gerätes stark erhöhen. Zunächst einmal: Es ergibt keinen Sinn, alle modernen Smartphone-Features abzuschalten, nur um Strom zu sparen. Dann könnten Sie Ihr Android-Gerät oder Ihr iPhone gleich in den Ruhestand befördern und Ihr altes Nokia 6210 wieder aus der Schublade holen.

Smartphones werden durch die neuen Möglichkeiten erst zu dem was Sie sind, aber nichts desto trotz kosten GPS, WLAN, 3G, 4G beziehungsweise LTE sowie Bluetooth jede Menge Saft. Sie verlängern die Laufzeit Ihrer Geräte immens, wenn Sie die Dienste abschalten, sobald Sie diese nicht benötigen.

Sehen Sie es so: Daheim schalten Sie den Fernseher, die Beleuchtung oder das Radio vermutlich auch ab, wenn niemand zu Hause ist. Das sollten Sie mit Ihrem Smartphone exakt genauso handhaben. Deaktivieren Sie GPS, wenn Sie keine Ortung benötigen, schalten Sie WLAN ab, wenn Sie unterwegs nicht auf WiFi-Netze zugreifen und deaktivieren Sie die mobilen Datendienste daheim, wenn Sie ohnehin über WLAN ins Netz gehen. Auch Bluetooth muss nicht eingeschaltet sein, wenn es nicht verwendet wird. Allein mit diesen einfachen Maßnahmen verlängern Sie die Laufzeit von Smartphone oder Tablet ganz erheblich.

Kommandozentrale Iphone IOS 7

© Apple

Über die Kommandozentrale von iOS7 (Wisch vom unteren Rand nach oben) können Sie GPS, Datendienste oder WLAN bequem ein- und ausschalten.

Für Android-Phones gibt es zahlreiche Apps, die das Ein- und Ausschalten der Dienste in Windeseile erledigen. Beim iPhone war das bis einschließlich iOS 6.1.3 zuweilen recht mühsam, musste man dazu doch stets die Geräteeinstellungen ändern. Ab iOS 7 gibt es ein Kontrollzentrum, das mit einem Wisch vom unteren Bildrand nach oben geöffnet wird. Dort lassen sich dann alle Änderungen bequem in einem einzigen Schritt durchführen.

Die Auto-Helligkeit von Geräten mit iOS 6 kalibrieren

Sowohl Android- als auch iOS-Geräte verfügen über eine automatische Helligkeitsregulierung. Das funktioniert unter normalen Umständen auch recht gut und hilft durchaus auch beim Strom sparen. Es gibt allerdings auch Ausnahmen von dieser Regel. Besitzen Sie ein iPhone oder iPad mit iOS 6 kann es sein, dass die Auto-Helligkeit nicht korrekt funktioniert.

Helligkeitsregulierung Iphone

© Apple

Im iPhone lässt sich die Helligkeitsregulierung kalibrieren.

Das ist ärgerlich, doch zum Glück recht einfach zu korrigieren, indem Sie die Auto-Helligkeit kalibrieren. Gehen Sie dazu in einen dunklen Raum ohne Lichtquelle, deaktivieren Sie über "Einstellungen/Helligkeit und Hintergrund" die Auto-Helligkeit, und ziehen Sie den Schiebebalken ganz nach links. Nun aktivieren Sie die Auto-Helligkeit kurz, und deaktivieren Sie sie erneut. Gehen Sie nun ans Tageslicht oder in einen hellen Raum mit Lichtquelle und halten Sie die Vorderseite des iPhones, an der sich die Lichtsensoren befinden, in Richtung Lichtquelle. Stellen Sie die Bildschirm-Helligkeit auf den maximalen Wert nach rechts, und aktivieren Sie die Auto-Helligkeit.

Das Display von Android-Geräten manuell abdunkeln

Bei Android-Geräten ist die automatische Helligkeitsregulierung schon ab Werk aktiv. Somit passt sich die Helligkeit des Displays mithilfe der Lichtsensoren auf der Vorderseite der Geräte automatisch an die Umgebung an. Ganz optimal ist die automatische Regulierung allerdings nicht immer. Befinden Sie sich an einem dunklen Ort, ist das Display sehr oft trotzdem viel heller als nötig eingestellt.

Android Energieeinstellung,

© Android

Android-Geräte zeigen unter "Einstellungen/Akku" detaillierte Informationen zum Stromverbrauch an.

Entfernen Sie in diesem Fall das Häkchen bei "Automatische Helligkeit" in den Systemeinstellungen, und verringern Sie die Helligkeit manuell so weit wie möglich. Je weiter Sie das Display abdunkeln, desto mehr Strom sparen Sie.

Übrigens richtet sich die Automatische Helligkeit nach dem Akkustand. Je voller der Akku, desto heller das Display. Wer also gleich von Anfang an Strom sparen möchte, der stellt die Displayhelligkeit auch bei vollem Akku am besten manuell auf seine Bedürfnisse ein.

Die Rotation des Bildschirms nur bei Bedarf einschalten

Moderne Smartphones besitzen einen Bewegungssensor, der die Lage des Gerätes überwacht und die dargestellten Inhalte automatisch dreht, wenn sich die Position verändert. Der Sensor läuft ständig im Hintergrund und benötigt Strom. In vielen Fällen ist der Einsatz des Sensors natürlich sinnvoll, beispielsweise wenn Sie sich Bilder ansehen, die teilweise im Quer- und teilweise im Hochformat aufgenommen wurden. Besonders Smartphones werden im normalen Alltagseinsatz aber in der Regel im Hochformat eingesetzt, daher bietet es sich an, den Bewegungssensorzu deaktivieren.

Bei iOS 6 klicken Sie zweimal kurz auf den Home-Button und ziehen die Multifunktionsleiste nach rechts, bis ganz links ein Button mit einem runden Pfeil erscheint. Klicken Sie diesen an, um die Autorotation zu deaktivieren.

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Kostenlos- vs. Kauf-Apps

Bei iOS 7 ist der Button Teil des Kontrollzentrums. Die Schaltfläche befindet sich ganz rechts in der mittleren Fünferreihe und enthält ebenfalls einen Pfeil, der eine Runde beschreibt.Bei einigen Android-Smartphones gibt es Hardware-Tasten, mit denen sich die Auto-Rotation ausschalten lässt. Alternativ kann man eine App wie "AutoRotation Kontrolle" oder "Set Orientation" verwenden oder die Auto-Drehung in den "Einstellungen/ Display-Einstellungen" deaktivieren, wenn der Befehl verfügbar ist. In Android 4.x ändern Sie die Einstellung zudem bequem über das Symbol AUTO-DREHUNG in der Statusbar. Bei unserem Testtablet hat dieser Switch jedoch nicht funktioniert.

Besser WLAN als den mobilen Webzugang nutzen

Auch wenn Sie einen Datentarif mit reichlich Volumen haben und im Bezug auf die verbrauchte Datenmenge eigentlich nicht sparen müssten, sollten Sie, wenn Sie die Wahl haben, lieber per WLAN ins Internet gehen und die mobile Datenübertagung deaktivieren. Der Grund: Die mobile Datenübertragung verbraucht wesentlich mehr Strom als WLAN, weil für den Kontakt mit einem weit entfernten Funkmast ein stärkeres Signal gesendet werden muss. Eine WLAN-Antenne befindet sich dagegen im Normalfall in der Nähe, sodass die Stärke des Sendesignals automatisch angepasst wird und somit niedriger ist. Aus gleichem Grund sollten Sie sich möglichst nahe am WLAN-Access Point aufhalten, wenn Sie wirklich Energie sparen müssen.

Vermeiden Sie Apps mit integrierten Werbebotschaften

Sie kennen das bestimmt: Von einer bestimmten App werden oft zwei Versionen angeboten. Eine, die komplett kostenlos ist und sich über Werbebotschaften finanziert und eine zweite, werbefreie, die Sie für wenige Euro kaufen können. Es ist natürlich verlockend, sich das Geld zu sparen und lieber die Gratisversion aufs Gerät zu laden - wenn Sie die App erst einmal testen möchten, ist dagegen auch nichts einzuwenden.

Stellen Sie aber fest, dass Sie die App öfters verwenden sollten Sie über die Anschaffung der werbefreien Variante nachdenken. Zum einen verursachen die Werbebotschaften natürlich einen höheren Datenverbrauch, der auf Kosten ihres Inklusivvolumens geht. Andererseits benötigen die Apps Strom, um die Botschaften herunterzuladen. Bei einer einzigen App mag das nicht viel ausmachen, sind aber mehrere installiert kann das die Laufzeit des Gerätes drastisch senken.

Schalten Sie Benachrichtigungen durch Apps ab

Vielleicht kennen Sie auch Apps, die regelmäßig mehr oder weniger nützliche Nachrichten auf Ihr Smartphone oder Tablet schicken, beispielsweise wenn jemand bis dato völlig unbekanntes einen Nobelpreis in Physik gewinnt oder weil es in den nächsten 24 Stunden in Ihrem Wohngebiet regnen könnte. Die Nachrichten selbst sind zumindest Energietechnisch kein Problem, wohl aber, dass die entsprechende App ständig im Hintergrund läuft und die Server regelmäßig nach neuen Nachrichten abfragt. In Android-Versionen ab 4.1 lassen sich die Benachrichtigungen über "Einstellungen/Apps" abschalten.

Iphone Benachrichtigungen

© Apple

Bei iOS-Geräten schalten Sie die Benachrichtigungen durch Apps in den Systemeinstellungen ab.

Scrollen Sie rechts auf "Alle", klicken Sie alle Apps der Reihe nach durch, und entfernen Sie das Häkchen bei "Benachrichtigungen zeigen". Bei iOS gehen Sie in den "Einstellungen" auf "Mitteilungen" und dann unten nacheinander auf die unter "ANZEIGEN" gelisteten Apps. Markieren Sie bei "Hinweisstil" das Symbol "Keine" und deaktivieren Sie den Menüpunkt "In Mitteilungszentrale anzeigen" (iOS7) beziehungsweise "In der Zentrale" (iOS6). Und ganz wichtig: Bereits beim ersten Start einer App werden Sie oft gefragt, ob die App Ihnen Push-Mitteilungen schicken darf. In der Regel können Sie die Frage ruhig "ablehnen", das spart Bandbreite, Datenvolumen und natürlich auch Strom.

Schalten Sie die Autosynchronisation von Apps ab

So praktisch eine automatische Datensynchronisation von Apps im Hintergrund auch sein mag, schalten Sie diese bei allen nicht lebenswichtigen Apps am besten ab. Stattdessen nehmen Sie die Synchronisation manuell vor, am besten wenn Sie ein schnelles WLAN-Netz in der Nähe haben. Das Problem bei einer automatischen Synchronisation ist, dass regelmäßig nach einer aktiven Internetverbindung gesucht wird, wenn der voreingestellte Zeitpunkt der Synchronisation gekommen ist. Der Vorgang verbraucht Strom - und zwar auch dann, wenn die App bereits auf dem neuesten Stand ist und es eigentlich überhaupt nichts zu snychronisieren gibt.

Android Live-Hintergründe können Stromfresser sein

Die beweglichen Live-Hintergründe bei Android-Geräten sind aus gutem Grund sehr populär. Es sieht einfach schön aus, wenn sich im Hintergrund sanfte Wellen ans Ufer bewegen oder die Blätter im Wind flattern. Ob und wie viel Strom die beweglichen Hintergründe verbrauchen ist von Fall zu Fall unterschiedlich und hängt von der Sorgfalt der Programmierung ab. Es kann also durchaus sein, dass ein Live-Hintergrund fast keinen zusätzlichen Strom verbraucht während eine andere, die ähnlich aussieht, ein wahrer Stromfresser sein kann. Hier hilft nur eins: ausprobieren!

Android Live-Hintergund

© Android

So schön bewegliche Live-Hintergründe auf Android-Phones auch sein mögen, einige sind schlecht programmierte Stromfresser.

Dunkle Hintergründe helfen Strom sparen

Dieser Tipp betrifft nur Geräte mit OLED oder AMOLED-Displays, denn hier benötigen schwarze Pixel keinerlei Energie. Wer also Strom sparen möchte der sollte möglichst einen schwarzen Hintergrund wählen oder zumindest auf ein dunkles Theme setzen. Dadurch lässt sich die Laufzeit des Gerätes mühelos ganz erheblich verlängern.

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