Hintergrund, Techniken und Einsatz

IOTA und Internet of Things passen gut zusammen

IOTA: Was ist das?

© Statista/Gartner

IoT wird alltäglich und omnipräsent in den nächsten Jahren: Diese Meinung teilen die meisten Analysten und Marktbeobachter – eine Technik wie IOTA ist dann sehr nützlich.

Warum und wie passt IOATA nun besonders gut für das Internet of Things? Ein genauerer Blick auf die grundsätzlichen Techniken, bisherigen Anwendungen und Geräte, die unter diese Kategorie und natürlich auch unter IIoT (Industrial Internet of Things – also IoT-Geräte und Anwendungen im Umfeld der Industrie) zum Einsatz kommen, zeigt deutlich, dass in diesem Bereich ganz spezielle Anforderungen bestehen.

Ein Bezahlsystem, das hier funktionieren kann, sollte zunächst einmal leichtgewichtig sein, also keinen unnötigen großen Overhead an Funktionen und Techniken „mitschleppen“ müssen. Dabei ist es selbstverständlich, dass es sparsam mit den Ressourcen umgehen muss. Zudem sollten die Mikrotransaktionen, die im Idealfall direkt zwischen den Geräten stattfinden, keinerlei Gebühren kosten.

Die IOTA-Entwickler nehmen für sich in Anspruch, mit ihrer Technik genau diese Voraussetzungen zu erfüllen und nennen ihre Lösung dabei gerne „eine Blockchain ohne Blöcke und Chain“. So können Interessierte auf der Web-Seite von IOATA nachlesen mit welchen Ansprüchen die Macher hinter dem System an die Implementierung gegangen sind:

  • Hohe Skalierbarkeit – IOATA hebt hervor, dass es ohne Blöcke auch kein Limit für die Blockgröße gibt – ein Problem, dass bei Bitcoin immer mehr in den Vordergrund rückt.
  • Die „Leichtgewichtigkeit stand bei der Implementierung ganz besonders im Fokus – dadurch eignet sich IOTA ganz besonders für IoT beziehungsweise M2M-Kommunikation (Maschine-zu-Maschine).
  • Keinerlei Gebühren für die Transaktionen – natürlich müssen die Devices auf denen das Netz betrieben wird, mit Strom versorgt werden, was letztendlich Kosten verursacht. Aber weitere Kosten sollen ausdrücklich nicht entstehen.
  • Aktionen in IOTA können offen durchgeführt werden – das ist gerade für IoT-Geräte wichtig, denn so müssen sie nicht ausschließlich via UDP und TCP kommunizieren, sondern können beispielsweise auch via Bluetooth oder ZigBee (eine Spezifikation für drahtlose Netzwerke mit geringem Datenaufkommen) Verbindungen aufbauen.
IOTA: Was ist das?

© pc-magazin.de

Ein Handelsplatz für Sensordaten, die ansonsten nicht genutzt werden: In Zusammenarbeit mit 20 bekannten Firmen hat IOATA diese Web-Seite als „Data Market“ Ende 2017 zur Verfügung gestellt.

Eine weitere Frage, die in diesem Zusammenhang und beim Vergleich mit der Blockchain-Technik häufig auftaucht: Was ist mit Bitcoin-Minern und IOATA? Die Miner sind bei Bitcoin und Blockchain dafür zuständig, die Transaktionen zu bestätigen und sie dann auch ins Kontenbuch – den Legder – einzutragen. Sie berechnen mit Hilfe ihrer Rechenpower die entsprechenden Hashes, die im Block am Ende der Blockchain abgelegt werden. Solche Blockchain-Miner sind aber für IOTA völlig nutzlos, weil die kryptologische Hashfunktion SHA-256 hier nicht zum Einsatz kommt.

Die Miner verwenden in der Regel große Arrays von ASICs für die Berechnung dieser Hash-Funktionen, was bei IOTA wegfällt. Die IOTA-Entwickler betonen in diesem Zusammenhang immer wieder, dass die Sicherheit bei ihrem Ansatz von der Anzahl der Teilnehmer abhängig ist: Je größer die Zahl der Teilnehmer und je höher damit die auch die Anzahl der aktiven Transaktionen wird, umso sicherer ist dann das gesamte Netzwerk.

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