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Von der Couch aus ins Netz

Internet@TV

Samsung: Internet@TV

AppliCast Services

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Mit AppliCast bleibt man im TV-Geschehen: Die Services platzieren sich auf Knopfdruck neben dem TV-Bild.

Die Koreaner verschmelzen als einzige Internet-Services und die Speicherung ausgesuchter Informationen im Fernseher. Zusammen mit anderen Ausstattungsmerkmalen subsumiert Samsung beides unter media@2.0.

Internet@TV bringt gemäß der Konkurrenz YouTube auf den Schirm, wobei ein kleines Fenster neben dem TV-Bild erscheint und in einer Liste die Clips nach Titel oder Filmkategorien sortiert präsentiert. Yahoo! liefert in ähnlicher Manier allgemeine Nachrichten, das Wetter und Finanzberichte an den TV.

Flickr erlaubt das Hochladen von Fotos auf den gleichnamigen Internet-Server, wobei auch hier anschließend flott Alben anzulegen sind. Diese können jederzeit am eigenen Fernseher angeschaut werden - oder mit entsprechender Erlaubnis an einem Samsung-Fernseher guter Freunde. Auch hier ist es allerdings nicht möglich, die Fotos über den TV hochzuladen - der PC bleibt also nicht völlig außen vor.

Weitere Services sollen in absehbarer Zeit hinzukommen, die dann automatisch auf dem Schirm in der Internet@ TV-Angebotsliste erscheinen. Der Samsung-Kunde darf hier seine persönlichen Favoriten kennzeichnen. Die anderen, nicht erwünschten Dienste drängen sich ab da nicht mehr auf.

Als Content Library tituliert Samsung die direkt auf dem TV speicherbaren Angebote. Sie sind auch ohne Internet-Kontakt auf den Schirm zu zitieren. Lediglich zum Erneuern oder Erweitern der Library muss der TV Verbindung aufnehmen, gefüllt ist sie bereits beim Kauf des Fernsehers.

Im Angebot stehen Fotos und Gemälde, die den Fernseher zum Kunstwerk machen sollen. Kochrezepte und Video- Gymnastik gehören ebenfalls dazu. Schließlich gibt es noch Spiele für Groß und Klein sowie Kinderlieder. Sämtliche Extras stellt Samsung seinen Kunden über die eigene Homepage zur Verfügung.

Sony: AppliCast

Content Library bei Samsung

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Samsung hält in der "Content Library" auf dem TV gespeicherte Infos und Unterhaltung bereit.

Das kleinste Angebot liefert derzeit Sony. Der japanische Hersteller konzentriert sich mit seinem Internet-Service im Wesentlichen auf Kurzmitteilungen. Diese sind über die bekannten RSS-Feeds, die auch in der Computer-Welt zum Einsatz kommen, völlig individuell zusammenstellbar.

Zunächst muss man etwas umständlich die jeweiligen Adressen per Fernbedienung und virtueller Tastatur am Bildschirm eingeben. Dann holt sich der TV die Nachrichten vollautomatisch von den jeweiligen Internetseiten. Auf Knopfdruck erscheinen sie in einem Fenster neben dem minimierten TV-Bild.

Zudem können Sony-Kunden den Dienst "Picture Frame Online" nutzen, der aktuell 17 Fotos der Sony- Gallery liefert sowie Teilnehmerbeiträge aus dem Sony World Photography Award. Das Picture-Frame- Konzept betrachtet den TV als modernen Bilderrahmen.

Weitere kleine Applikationen sind Uhr, Kalender oder Wecker, die allerdings keine weiteren Internet- Services ermöglichen. Über zukünftige Erweiterungen des Angebots macht Sony derzeit keine Angaben.

Kommentar Volker Straßburg

Sicher werden die neuen Internet-TVs vielen zunächst als überflüssige Spielerei erscheinen. Doch wirkt der Gedanke keinesfalls unattraktiv, zur Kontrolle seines eBay-Angebots nicht jedes Mal den PC anwerfen zu müssen, sondern das nebenbei in der Werbepause tun zu können. Zudem wächst der Anteil hochaufgelöster Filmkost im Internet beständig, womit sich hier nach und nach ein ernst zu nehmendes Parallelprogramm etabliert. Internet-Services übertreffen in jeder Hinsicht den an sich überalterten, aber gut besuchten Videotext.

Die neuen Konzepte überzeugen mit ähnlich einfacher Bedienung und attraktiven Inhalten, womit sich gerade auch PC-Muffel angesprochen fühlen dürften. Und spätestens, wenn die Hersteller auch Video On Demand bieten, werden alle Zweifler überzeugt sein.

Widget

Computerspezialisten kennen den Begriff schon längst, in der TV-Welt ist er allerdings neu. Vor allem Samsung benutzt die Bezeichnung Widget. Doch auch Panasonic und Sony setzen ihre Services auf dieser Art von Software auf. Bei Widgets handelt es sich um kleine, sehr spezialisierte Programme, die lediglich eine oder wenige Funktionen erfüllen.

So zählen etwa die einblendbaren Fenster bei Samsung-TVs zu den Widgets. Diese sind so programmiert, das sie bestimmte Inhalte von Internet-Seiten auslesen und in der vom TV-Hersteller bestimmten Optik auf dem Schirm darstellen.

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Das Internet@TV von Samsung ist sehr vielseitig. Unter anderem gibt es laufende Wettermeldungen

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