Heimlicher Datentransfer?

Internet-Traffic überwachen: Diese Tools brauchen Sie

Überwachen Sie den Internet-Traffic Ihres PCs mit den Tools, die wir Ihnen hier vorstellen. Dazu zählen Wireshark, Fiddlercap, URL Revealer und mehr.

Der BGH erklärt das Internet zur Lebensgrundlage.

© jamdesign - Fotolia.com

Der Windows Task Manager zeigt einen Prozess, der Ihnen merkwürdig vorkommt. Sie möchten wissen, welche Daten ein Programm via Internet empfängt und sendet? Oder Sie sind einfach technikbegeistert und möchten besser verstehen, was auf Ihrem PC passiert: Wir stellen Ihnen die passenden Programme dafür vor.

Wireshark

Wireshark

© Wireshark

Wireshark ist als Profi-Tool umfassend in der Funktionalität.

Wireshark ist das Profi-Tool in unserer Serie - sehr funktionsstark, aber auch entsprechend kompliziert in der Bedienung. Dank verschiedener Unterprogramme kann es zum Beispiel Netzwerkverkehr analysieren, aber auch USB-Datentransfer. 

Das Ergebnis zeigt Wireshark in Form einzelner Pakete dar und bereitet es dabei so auf, dass es sich gut lesen lässt. Obendrein liefert das kostenlose OpenSource-Programm Statistiken zum Datentransfer und kann im Datenstrom enthaltene Bilder erkennen und anzeigen.

Fiddlercap

Fiddlercap

© Progress Software Corporation

Fiddlercap schneidet ausschließlich den Web-Datentransfer mit.

Fiddlercap ist insofern etwas wie der kleine Bruder von Wireshark, als es ausschließlich den Web-Datentransfer mitschneidet. So können Sie Fehler auf Websites finden oder das Verhalten Ihres Webbrowsers nachvollziehen. Häufig fordern auch Support-Experten eine mit Fiddlercap angefertigte Aufzeichnung an. Für die Auswertung nutzen Sie am besten Fiddler. Es ist zwar nicht ganz so komplex wie Wireshark, erfordert aber immer noch etwas Einarbeitung.

URL Revealer

URL Revealer

© Kahu Security

URL Revealer liest die Namen der kontaktierten Web-Server aus.

Das kostenlose URL Revealer von Kahu Security klemmt sich zwischen Programme, die Daten per http und https aus dem Web herunterladen. Häufig ist das der Browser, aber auch viele Schadprogramme laden Daten auf diesem Weg aus dem Netz nach. URL Revealer fängt die Verbindungen ab und gibt die Namen der kontaktierten Server aus. Insofern eignet es sich gut um herauszufinden, wie Malware kommuniziert. 

URL Revealer wird über die Kommandozeile gestartet. Das Programm setzt das .NET Framework voraus. Fehlt diese Komponente auf Ihrem PC, so wird sie unter Windows 10 automatisch heruntergeladen. Ebenfalls unter Windows 10 hatten wir Startprobleme mit URL Revealer, weil Windows Defender das Programm als Schadsoftware meldete und blockierte.

Tipp: Das Passwort zum Auspacken des URL-Revealer-Downloads lautet "kahusecurity".

TCPView

TCPView

© Microsoft

TCPView zeigt welche TCP- und UDP-Ports auf Ihrem System aktuell geöffnet sind.

Microsoft Sysinternals bietet mit TCPView eine Software zur Netzwerkanalyse an. Konkret zeigt sie Ihnen, welche TCP- und UDP-Ports auf Ihrem System aktuell geöffnet sind und welche Programme darüber jeweils kommunizieren. Entdecken Sie einen geöffneten Port auf Ihrem System, den Sie nicht zuordnen können, lässt sich dieses Problem mit TCPView rasch klären.

BitMeter 2

BitMeter 2

© Rob Dawson

BitMeter 2 misst zuverlässig die Menge an Datenverkehr zwischen Computer und Internet.

Wenn Sie einfach die Menge an Daten messen möchten, die Windows mit dem Internet austauscht, dann empfehlen wir BitMeter 2. Das kostenlose Programm zeigt die Gesamtgeschwindigkeiten laufender Up- und Downloads in einer kleinen Grafik an. Es protokolliert die Daten auch, so dass Sie sie später noch einmal abrufen können. 

Dank der zusätzlichen Web-Oberfläche der Software gelingt das auch von einem anderen PC aus. Bei Bedarf können Sie einen Alarm setzen, der auslöst wenn eine bestimmte Datenmenge im Monat erreicht wurde. Das ist zum Beispiel bei mobilen Internet-Verbindungen nützlich, bei denen in der Regel nach Datentransfervolumen abgerechnet wird.

Windows Ressourcenmonitor

Windows Ressourcenmonitor

© Microsoft

In Windows 10 ist ein Ressourcenmonitor vorinstalliert.

Auch Windows 10 bringt bereits eine (einfachen) Netzwerkmonitor mit. Er zeigt Ihnen den Ressourcenverbrauch jedes laufenden Programms, darunter die CPU-Last, den Arbeitsspeicherverbrauch und auch die Datentransfermenge. Den Ressourcenmonitor öffnen Sie am schnellsten über die Desktop-Suche - geben Sie dort einfach den Programmnamen ein.

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