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Musik frei Haus - völlig legal Internet-Radio aufnehmen

Schlecht klingende MP3s illegal aus Tauschbörsen fischen - das war gestern. Wir zeigen Ihnen vier Programme, die Internet Radio aufnehmen und Ihre Festplatte so automatisch mit legaler Musik füllen.

Internet-Radio aufnehmen © www.sxc.hu

Wenn Sie Wert auf möglichst viel Komfort legen, dann greifen Sie am besten zu einem der kostenpflichtigen Programme, Radiotracker oder Clipinc.fx. Mit jeweils dreißig Euro ist das nicht teurer als drei neue Musik-CDs, sorgt aber für viel mehr Unterhaltung. Phonostar Player und Nexus Radio kosten nichts, machen aber ebenfalls viel Spaß.

Radiotracker: Internet Radio deluxe

Die Deluxe-Lösung unter den Programmen, die Internet-Radios aufzeichnen, heißt Radiotracker Platinum. Die Software schöpft aus einem riesigen Fundus von 15.000 Webradios und findet laut Hersteller in durchschnittlich 25 Sekunden jeden gewünschten Song, um ihn anschließend auf die Festplatte zu bannen. Nach unserer Erfahrung klappt das vor allem bei populären Liedern gut, wer Musik abseits des Mainstreams bevorzugt hat nicht ganz so gute Karten.

Fertige Aufnahmen schneidet Radiotracker automatisch, versieht sie mit ID3-Tags und Covergrafiken sowie Liedtexten. Auch eine Normalisierung, welche die oft in unterschiedlicher Lautstärke ausgestrahlten Songs auf ein einheitliches Niveau bringt ist vorhanden. Über die Fading-Funktion blenden Sie Songs an Anfang und Ende ein und aus und entfernen so Reste von Kommentaren und angrenzenden Songs.

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Stark zeigt sich Radiotracker auch bei der Weiterverarbietung von Aufnahmen. So können Sie Ihre Musik beispielsweise auf MP3-Player überspielen oder auf Audio-CD oder MP3-CD brennen. Und wer von seinem Lieblingslied gar nicht genug bekommen kann, der freut sich besonders über Radiotrackers Klingelton-Generator.

Die kostenlose Version von Radiotracker zeichnet 25 MP3s auf, danach ist Schluss. Am besten kaufen Sie Radiotracker Platinum zum Preis von 30 Euro - das sind gerade einmal drei Musik-CDs.

Ideal für Homeserver: Clipinc.fx

Clipinc.fx von Tobit bringt eine mit 1.000 Einträgen gefüllte Senderliste mit. Schon hier zeigt sich: Clipinc setzt auf Klasse, nicht auf Masse. Zu jedem Sender zeigt ein Info-Fenster detaillierte Infos. Besonders nützlich ist die Übersicht der zuletzt gespielten Songs, die einen viel besseren Rückschluss auf das Musikangebot erlaubt als die reine Anzeige von Genres.

Über das Internet tauschen Clipinc-Nutzer so genannte Streamtags aus. Das sind Song-Infos wie Künstlername, Titel und vor allem die Anfangs- und die Endzeit eines Titels. Auf dieser Basis kann Clipinc Aufnahmen automatisch schneiden und als MP3s abspeichern, sobald ein Nutzer ein Streamtag erstellt und veröffentlicht hat. Der Download der Streamtags erfolgt dabei automatisch. Auf dem gleichen Weg landen auch Covergrafiken, Songtexte, Hintergrundinfos zur Band und oft sogar passende Musikvideos in Clipinc.

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Clipinc eignet sich besonders gut für den Einsatz auf einem Rechner der (vielleicht ohnehin schon) rund um die Uhr läuft. Das Programm besteht nämlich aus einer Server-Komponente, die im Hintergrund kontinuierlich aufzeichnet und einer Client-Software, mit der Sie sich bei Bedarf zum Server verbinden um diesen zu steuern. Fein raus sind Besitzer eines iPhones oder eines iPod Touch, die Clipinc über ihr Mobilgerät per WLAN fernsteuern können, ganz ohne sich dafür am PC niederlassen zu müssen.

Clipinc gibt es in drei Varianten, wobei die kostenlose „lite“-Version im Funktionsumfang leider arg beschnitten ist. Vom Preis-/Leistungsverhältnis gefällt uns Clipinc.fx am besten, das 29,90 Euro kostet. In der teuersten Version „PlusPack“ kostet Clipinc rund 50 Euro, kann dafür aber unbegrenzt viele Player im Netzwerk mit Musik versorgen und aufzeichnen. Einen detaillierten Vergleich der Clipinc-Features finden Sie nach Installation der lite-Version in der Programm-Hilfe.

Einer für alle: Phonostar Player

Gerade mal fünf Megabyte groß und läuft sogar noch unter Windows 95 - das ist der schlanke Phonostar Player, mit dem auch Besitzer älterer Rechner in den Genuss von Internet Radio kommen.

In der Senderliste finden Sie zahlreiche Sender aus deutschen Landen, darunter bekannte Stationen wie SWR3, 1Live und Rockantenne. Die Einträge lassen sich nach Genres wie „Hits der 90er“ oder „Hard Rock“ filtern, was das Aufstöbern der Lieblingsmusik erleichtert.

Internet-Radio aufnehmen

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Ungewöhnlich die Aufnahmefunktion: Wo andere Player die Musik direkt aus dem Internet auf die Festplatte aufzeichnen greift Phonostar den Ton von der Soundkarte ab. Das erfordert eine Anpassung der Einstellungen an die jeweilige Soundkarte. Glücklicherweise hilft Ihnen dabei eine Assistenz-Funktion.

Der größte Nachteil des Players sind die fehlenden Infos zu Künstlern, Songnamen und Aufnahmezeiten, die ein manuelles Benennen und Schneiden notwendig machen. Insofern eignet sich Phonostar Player vor allem zum Anhören und für gelegentliches Aufnehmen. Wer per Internet Radio eine große Musiksammlung anlegen möchte ist mit Radiotracker und Clipinc deutlich besser aufgehoben.

Finanziert wird das Programm durch die Werbeeinblendungen im Phonostar Browser. Dieser Teil des Programmfensters lässt sich nur im Phonostar Player Plus wegklicken, der mit 13 Euro aber recht günstig ist.

International: Nexus Radio

Das englischsprachige Nexus Radio empfängt rund 8.000 Sender aus aller Welt und kann deren Sendungen auch aufzeichnen. Für jeden Sender wird die Bitrate angegeben. Je höher diese ist, um so stärker wird die Internet-Verbindung beim Anhören belastet, um so besser klingt er in der Regel aber auch.

Uns gefällt der diskrete Charme, mit dem Nexus Radio zu Werke geht. Nach einem Klick auf den „Quick Record“-Knopf startet die Software die Aufnahme und zerlegt sie ohne großes Aufheben in einzelne Songs, die mit ID3-Tags ausgestattet und ein- und ausgeblendet werden.

Im übrigen fällt Nexus Radio durch seine ungewöhnliche, aber zweckmäßige Oberfläche auf. Alle Funktionen sind am linken Fensterrand zugänglihc: Über „Stations“ gelangen Sie zu den Sendern, über „Favorites“ zu Ihren Lieblings-Radios. Unter „Record“ starten Sie die Aufzeichnung und mit „Editor“ und „Tagger“ bearbeiten Sie Ihre Aufnahmen.

Zur Nutzung von Nexus Radio ist eine kostenlose Registrierung unter Angabe Ihrer E-Mail-Adresse notwendig.

zm_timkaufmann

 
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