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Microsofts Browser-Strategie für IE8 und danach Internet Explorer 8 und Microsofts Browser-Zukunft

Microsofts Zauberwort für seinen neuen Browser Internet Explorer 8 heißt Slices. Die Technik soll auch Privatanwendern offen stehen und RSS Paroli bieten. Doch die Version 8 des Microsoft-Browsers soll nur den Beginn einer neuen Browser-Generation einläuten. Im Video-Interview mit magnus.de gewährt Microsoft-Technologie-Berater Daniel Melanchthon einen Blick in die Zukunft.
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© Markus Beyer

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Zentrale Bestandteile des Internet Explorer 8 sind Web Slices und thematische Suche. Bei den Web Slices handelt es sich um eine Schnellinfo, die der bekannten RSS-Funktion ähnlich ist. Im Gegensatz zu diesen, handelt es sich um aktive Stückchen einer Website. Gibt es eine Neuigkeit, informiert Internet Explorer 8 den Nutzer, über aktuelle Änderungen, auch wenn dieser auf anderen Seiten unterwegs ist.

Die dahinterliegende Technik stellt Microsoft allen Nutzern zur Verfügung. Microsoft verspricht, dass jeder - egal ob Privatperson oder Unternehmen, Web Slices oder eine thematische Suche für seine Website sowie den IE8 bauen kann. Hat der Anwender ein Add-on erstellt, kann erdieses über die Internet Explorer Galerie unter www.ieaddons.com allen Nutzern des Internet Explorers zugänglich machen. Für die Umsetzung sollen bereits wenige Zeilen XML-Code und ein passendes Layout genügen. Anleitungen und Infos dazu gibt es auf der Community-Site 'Empower Your Site'. Wer ein IE8-Add-on programmiert hat und dieses über die Internet Explorer Galerie anbieten will, muss sich dazu anmelden und seine Lösung mittels einer Eingabemaske hochladen. Ein frei wählbarer Nutzername, ein Passwort und eine gültige E-Mail-Adresse genügen. Microsoft überprüft, ob das Add-on einwandfrei funktioniert und virenfrei ist. Eine inhaltliche Kontrolle findet nur im Sinne des Verhaltenskodex statt.

Die Zukunft der Internet-Browser

Mit dem Internet Explorer 8 ist für Microsoft aber noch lange nicht Schluss. magnus.de hat während einer Veranstaltung um den Internet Explorer 8 in München den Microsoft Technologie-Berater Daniel Melanchthon getroffen und die Video-Kamera gezückt. Im Viedeo-Interview erklärt der Experte, wie sich Microsoft die Browser-Zukunft vorstellt.
(Aufgrund der hohen Geräuschkulisse während der Aufnahme, bitten wir den schlechten Ton zu entschuldigen)

"Die Browser-Entwicklung selbst bleibt natürlich nicht stehen", erklärt Melanchthon. Microsoft sehe einen Trend hin zu mehr Sicherheit im Browser-Umfeld. "Nicht nur Microsoft, sondern auch unsere Konkurrenten, sei es nun Google Chrome, Firefox, Safari oder Opera bewegen sich also im ähnlichen Bereich", gibt Melanchthon zu. Microsoft glaube, dass mit der herkömmlichen Art und Weise, wie Browser entwickelt würden und wie sie Webseiten darstellen, primär aus der Darstellungshistorie statischer Webseiten herrühre.

Für die Zukunft sieht der Experte noch viel Arbeit auf die Branche zukommen: Der Trend gehe ganz klar zu dynamischen Webseiten. Dort würden sicherere Browserlösungen gebraucht, als alle bisher auf dem Markt befindliche Lösungen anbieten können.

Grund genug für die Redmonder, neue Lösungsansätze zu entwickeln: "Microsoft Research hat vor kurzem einen Prototypen von einem Browser-Betriebssystem veröffentlicht", freut sich Melanchthon auf die neue Browser-Generation aus dem Hause Microsoft, "das Projekt heißt Gazelle, das ich nur jedem empfehlen kann einmal anzusehen." Dort sehe man, was für Trends Microsoft für die Browser-Weiterentwicklung sehe, "nämlich Betriebssysteme - ein Browser-basiertes Betriebssystem, das in der Lage ist, einzelne dynamische Web-Applikationen in einer sicheren Art und Weise getrennt voneinander zu betreiben - bei einer akzeptablen Performance, bei einer akzeptablen Abwärtskompatibilität aber mit einem höchstmöglichen Maß an Sicherheit in Hinblick auf typische Angriffsszenarien, die heute im Netz aktuelle sind."

Projekt Gazelle: Micorosofts nächster großer Streich

Unter dem Code-Namen Microsoft Gazelle arbeiten die Redmonder Strategen bereits an der nächsten Generation von Browser und Betriebssystem. Die Zeiten der statischen Webseiten sind vorbei. Onliner nutzen immer mehr Web-Applikationen von verschiedenen Seiten. Viele davon gleichzeitig. Dem müssen zukünftige Betriebssysteme und Web-Browser gerecht werden. "Gazelles Browser-Kernel ist ein Betriebssystem, das den Schutz und die Verteilung von Seiten-Ressourcen verwaltet", heißt es auf der Gazelle-Entwicklungsseite von Microsoft. Probleme denen sich Entwickler gegenübersehen, sind beispielsweise Cross-Domain-Sicherheitslücken. Darüber können Cyber-Verbrecher Browser-Nutzern gefälschte Seiteninhalte unterjubeln.

 
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