So wird Ihr "Wind"-Netbook zu einem Apple

Installieren mit Image

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Auch bei der Installation per Image muss zunächst das BIOS aktualisiert werden. Außerdem werden neben dem knapp 5 GByte großen MSIWindosx86.iso das "Driver update packet 1.5" von CyberGreg (beide im Netz erhältlich) und das MAC 10.5.7 Combo Update von der Apple-Webseite benötigt. Zum Schwierigsten gehört, das ISO auf eine DVD zu brennen, was ohnehin rechtlichen Bedenken unterielt.

Bei uns klappte es erst im fünften Versuch und nur mit zweifacher Brenngeschwindigkeit. Die beiden anderen Dateien kann man auch auf einen USB-Stick packen.

Wie bei der vorigen Installationsmethode muss der Wind über die F11-Taste von der DVD hochgefahren werden. Die Meldung "Install from DVD" muss per Eingabetaste bestätigt werden. Sobald der Installationsbildschirm von Mac OS X erscheint, kann die Platte wie im vorigen Beispiel per Dienstprogramm partitioniert werden. Die anschließende Installation verläuft ebenfalls wie in Beispiel eins und sollte nach rund 30 Minuten beendet sein.

Im Gegensatz zur Retail-Installation müssen nun Registrierungdaten eingegeben (aber nicht gesendet) werden. Danach ist man soweit fertig - dass die Bildschirmauflösung zu gering ist, wird noch geändert. Vorher sollte im Titelmenü unter dem Punkt System die Aktualisierung ausgeschaltet werden. Schon ein neuer Kernel kann das Wind ansonsten unbrauchbar machen. Anschließend muss noch das Combo-Update und unbedingt ohne(!) Neustart das Treiberpaket eingespielt werden.

Erst jetzt darf neu gestartet werden und nun sollte auch die Bildschirmauflösung stimmen (1024 x 600). Wenn nicht, lässt sich das in den Bildschirmeinstellungen korrigieren. Zu guter Letzt fehlen noch die WiFi-Treiber, die im Treiberpaket enthalten sind und der VoodooHDA-Soundtreiber, der aus dem Netz heruntergeladen werden muss und so gleich als Funktionstest für die Netzwerkschnittstelle dient.

Fazit

Mac OS X auf dem Wind zu installieren hört sich schwierig an, ist aber relativ einfach, wenn man sich strikt an die Vorgaben hält. Selbst mit einem Gigabyte Speicher hat man anschließend ein flüssig arbeitendes Netbook mit Apple-Flair.

Vom rechtlichen Aspekt ganz abgesehen sollte aber jeder, der mit einem Mac arbeiten will, auch einen kaufen. Denn auf Updates verzichten zu müssen oder nur über ständige Hacks auf dem Laufenden zu bleiben ist auf Dauer wohl nur etwas für echte Freaks. Das Reinschnuppern hat auf jeden Fall Spaß gemacht und wir haben schon jetzt eine Ahnung davon, wie Apples zukünftiges Netbook wohl sein könnte.

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