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Immer online mit der schnellsten Datenverbindung

Informationen schnell und effizient nachschlagen, auf seine Mails zugreifen oder noch schnell den Auktionsstatus bei eBay überprüfen: Mit einem Handy, Smartphone oder Notebook gelingt dies an jedem Ort der Welt.

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Immer online mit der schnellsten Datenverbindung

Wann wurde Karl der Große zum Kaiser gekrönt, und wer hat 1958 die Fußballweltmeisterschaft gewonnen und in welchem Land wurde sie ausgetragen? Solche und ähnliche Fragen kommen immer wieder in geselliger Runde auf und werden munter diskutiert, ohne auch nur eine schlüssige Information zu haben. Abstruse Gedankengänge werden ausformuliert und die waghalsigsten Thesen ausgiebig erörtert. Dabei tritt die eigentliche Frage häufig in den Hintergrund und die Diskussion schweift von einem Thema zum anderen. Grundsätzlich ist dagegen nichts einzuwenden, wenn da nicht das eigene Gedächtnis wäre. Mitten in der Nacht, kurz vor dem Schlafen gehen, fällt einem die Frage wieder ein und man liegt wach im Bett und ist zu faul, die benötigte Info kurz am PC nach zuschlagen.

Dabei ist es so einfach. Mit dem Handy lässt sich online jede strittige Frage schnell und sicher klären: Einfach bei Google oder einem anderen Portal die gewünschte Information nachschlagen. Noch besser funktioniert die Recherche in Verbindung mit einem PDA oder Notebook. In beiden Fällen benötigen Sie allerdings ein Modem oder WLAN-Modul.

Perfekte Darstellung

Damit Sie auf Online-Inhalte zugreifen können, müssen Sie eine Verbindung herstellen. Zuhause ist dies kein Problem. In vielen Haushalten ist bereits ein DSL-Anschluss vorhanden und wenn nicht, gibt es zumindest einen Telefonanschluss. Lange war ein analoges Modem das Maß der Dinge, doch zum Glück gehören die langsamen Datenraten von maximal 56 kBit/s der Vergangenheit an.

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Der UMPC von Samsung hat bereits ein UMTS-Modul integriert, so dass Sie damit surfen können, ohne ein Handy als Modem zu benutzen.

Moderne Anschlüsse greifen auf das Internet per DSL-Verbindung zu. Mit ADSL erreichen Sie Datenraten von bis zu 8 MBit/s im Download und bis zu 1 MBit/s im Upload, bei ADSL2+ sind es sogar bis zu 25 MBit/s beim Download. Unterwegs kann man dagegen nicht immer auf kabelgebundene Anschlussverfahren zurückgreifen. Die Alternative stellen drahtlose Verbindungen dar. Hier eröffnen sich verschiedene Möglichkeiten, die sich grob in zwei Bereiche unterteilen lassen: Datenverbindung per GSM- oder WLAN-Netz. In letzterem Fall benötigen Sie einen entsprechenden Adapter, um sich mit dem Funknetz zu verbinden. In Notebooks gehört ein WLAN-Modul meist zur Grundausstattung. Bei Handys oder Smartphones ist diese Technik jedoch noch sehr selten vorzufinden. Zudem sind öffentliche WLAN-Zugänge in vielen Gebieten bislang Mangelware.

Erfolgversprechender ist der Internetzugang über das GSM-Netz. Dieses ist flächendeckend über ganz Deutschland verfügbar und so gut wie jedes Handy ist in der Lage, den Zugang zum Internet zu eröffnen. Wie gut das klappt, ist unterschiedlich. Nicht mit jedem Handy surfen Sie gleich schnell im Internet und auch die zur Verfügung stehenden Inhalte unterscheiden sich je nach verwendetem Modell mitunter stark. Greifen Sie mit einem einfachen Handy, das nur WAP 1.2 unterstützt, auf Online-Inhalte zu, müssen Sie sich mit einfachen Textseiten arrangieren.

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Yahoo! Go: So attraktiv können speziell angepasste Seiten auf einem Handy aussehen.

Auch hierfür gibt es zahlreiche Portale und Webseiten, die nahezu jede Frage beantworten. Etwas komfortabler geht es mit Modellen, die bereits WAP 2.0 unterstützen. In diesem Fall können Sie auf XML-Inhalte zugreifen, was unter anderem animierte und interaktive Oberflächen ermöglicht. Unabhängig vom unterstützten Standard bleibt der Genuss bei Surfen meist auf der Strecke. Die Eingabe einer Webadresse über den Zahlenblock eines Handys ist wenig komfortabel, das Display mitmaximal 240x320 Bildpunkten und einer Größe von bis zu 2 Zoll zu klein für längere Spaziergänge im Netz. Abhilfe schafft ein Pocket PC, der zwar nur in wenigen Fällen eine höhere Auflösung, aber ein mit bis zu 4 Zoll deutlich größeres Display bietet. Auch Texteingaben lassen sich dank eines Touchscreens und einer virtuellen Tastatur schneller erledigen. Viele Smartphones fallen ebenfalls in die Klasse der Pocket PCs, benötigen aber kein Handy als Modem, sondern können dank integriertem GSM-Modul direkt eine Online-Verbindung herstellen.

Auch für das Surfen mit Notebooks ist GSM tauglich. In einigen aktuellen Modellen sind entsprechende Modems bereits eingebaut, die meisten anderen lassen sich per PCoder Express-Karte nachrüsten. In allen drei genannten Fällen benötigen Sie für die Einwahl in ein Netz eine zusätzliche SIM-Karte, die Sie in das Notebook oder die PC-Karte einsetzen müssen. Einfacher geht es, wenn Sie Ihr Handy als Modem verwenden. In diesem Fall müssen Sie es nur mit dem Notebook verbinden, entweder per USB-Kabel oder über eine Bluetooth- Verbindung. Hierfür eignet sich aber nicht jedes Handys. Meist bieten die preiswerten Einstiegsmodelle keine Modemfunktionalität.

Eingeschränkte Anbindung

Unabhängig davon, ob Sie nur mit dem Handy im Netz surfen oder es als Modem in Verbindung mit einem Notebook verwenden: Wie schnell Sie sich im Internet bewegen können und wie lange das Laden einer Datei benötigt, ist von der Verbindungsart abhängig. Je nachdem, in welchem Netz Sie sich befinden und welchen Netzanbieter Sie nutzen, erhalten Sie Bandbreiten von einigen wenigen kBit/s bis hin zu 7,8 MBit/s.

Anbieter T-Mobile T-Mobile T-Mobile Vodafone Vodafone
Bezeichnung Data Time 120 Data Time 600 Data Time 1800 Time L Time XL
Erforderlicher Mobilfunktarif Laufzeitvertrag Laufzeitvertrag Laufzeitvertrag Laufzeitvertrag Laufzeitvertrag
Vertragslaufzeit wie Mobilfunkvertrag wie Mobilfunkvertrag wie Mobilfunkvertrag 24 Monate 24 Monate
Preis/Monat ohne Mobilfunktarif 10 Euro 30 Euro 70 Euro 10,12 Euro 35,70 Euro
Erworbenes Zeitguthaben 120 Minuten 600 Minuten 1800 Minuten 120 Minuten 1440 Minuten
Weitere Kosten je 10 Minuten 1,90 Euro 1,30 Euro 0,80 Euro 1,90 Euro 1,31 Euro
Taktung 10 Minuten 10 Minuten 10 Minuten 10 Minuten 10 Minuten

Im GSM-Netz war früher die Transfergeschwindigkeit auf 9,6 kBit/s beschränkt. Mit einigen Tricks schafften es die Anbieter, die Geschwindigkeit auf 14,4 kBit/s zu erhöhen.

Mit GPRS (General Packet Radio Service) erreichen heutzutage alle Netzanbieter flächendeckend Transfergeschwindigkeiten zwischen 40 und 60 kBit/s. Im Vergleich zu DSL nicht besonders schnell, doch für angepasste Internetseiten reicht dies vollkommen aus, um komfortabel surfen zu können. Deutlich schneller geht es mitUMTS (Universal Mobile Telecommunication System). Die hier erreichten Transferraten liegen bei 384 kBit/s beim Download und 64 kBit/s beim Upload. Eine Erweiterung des UMTS-Standards ist HSDPA (High Speed Downlink Packet Access). Damit erhöht sich die Bandbreite des Downloads auf ein theoretisches Maximum von 10,8 MBit/s. Der Upload wird darüber nicht gesteigert. Dies erfolgt erst mit der Einführung von HSUPA (High Speed Uplink Packet Access), das Upload-Geschwindigkeiten von bis zu 5,8 MBit/s möglichen soll. Abgesehen von der Tatsache, dass sich alle Netzbetreiber mit dem Ausbau des UMTS-Netzes überwiegend auf die Ballungsgebiete konzentrieren und die ländlichen Gegenden noch vergebens auf einen schnellen Zugang warten, ist auch die zur Verfügung stehende Bandbreite je nach Anbieter unterschiedlich. T-Mobile hat bereits das vollständige UMTS-Netz aufgerüstet, um Übertragungsraten von derzeit bis zu 3,6 MBit/s für Downloads und 384 kBit/s für Uploads anzubieten.

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Das WAP-Portal von E-Plus: So schlicht sehen viele WAP-Seiten auf dem Handy aus.

Ab Anfang Mai sollen die T-Mobile- Kunden sogar in der Lage sein, per HSDPA auf 7,2 MBit/s zu kommen. Vodafone stellt die Übertragungsrate von 3,6 MBit/s nur für bestimmte Regionen zur Verfügung. Der restliche Versorgungsraum muss sich noch mit 1,8 MBit/s zufrieden geben. Immerhin soll bis Mitte des Jahres das gesamte UMTS-Netz die höhere Datenrate unterstützen. Danach wird mit dem weiteren Ausbau begonnen, um die Download-Geschwindigkeit ebenfalls auf 7,2 MBit/s zu erhöhen. Sind Sie Kunde bei EPlus, müssen Sie sich mit einer maximalen Übertragungsrate von 384 kBit/s zufrieden geben. Gleiches gilt für O2, wobei zumindest in einigen Städten HSDPA mit Übertragungsraten von bis zu 1,8 MBit/s möglich ist. Steht Ihnen als O2-Kunde kein UMTS-Netz von O2 zur Verfügung, können Sie auf das UMTSNetz von T-Online zugreifen. Extrakosten entstehen dadurch nicht.

Für alle Anbieter gilt: Haben Sie eine Datenoption gebucht und steht kein UMTS-Dienst zur Verfügung, können Sie alternativ das GPRS-Netz verwenden, welches eine deutlich größere Flächendeckung aufweist als die UMTS-Netze.

Teuer und günstig

Spielen Sie mit dem Gedanken, per UMTS zu surfen, sollten Sie sich genau überlegen, wie häufig Sie die neue Freiheit einsetzen wollen, denn davon hängt maßgeblich der zu wählende Tarif ab. Insgesamt stehen drei Tarifoptionen zur Wahl: zeitbasierte Abrechnung, Volumentarif und Flatrate.

Anbieter E-Plus E-Plus E-Plus E-Plus E-Plus
Bezeichnung Data 5 Data 30 Online Flat 150 Online Flat 5000 Online Flat
Erforderlicher Mobilfunktarif Laufzeitvertrag Laufzeitvertrag Laufzeitvertrag Laufzeitvertrag Laufzeitvertrag
Vertragslaufzeit 3 Monate 3 Monate 3 Monate 3 Monate 24 Monate
Preis/Monat ohne Mobilfunktarif 3,48 Euro 9,28 Euro 19,95 Euro 30,00 Euro 49,95 Euro
Inklusiv-Volumen 5 MByte 30 MByte 150 MByte 5 GByte Fair Flat unbegrenzt
Weitere Kosten je MByte 2,32 Euro 1,16 Euro 0,33 Euro 0,50 Euro -
Taktung 10 kByte 100 kByte 100 kByte 100 kByte -

Die Abrechnung nach Zeit scheint auf den ersten Blick attraktiv, denn dieses Abrechnungsmodell istman bereits von der normalen Handyrechnung gewohnt. Doch dieser Tarif rechnet sich nur für Surfer, die nur selten und ganz gezielt Daten herunterladen. Zum Beispiel einmal am Tag das Postfach synchronisieren oder gelegentlich Daten von einem Firmenserver herunterladen. Gemütliches Stöbern im Internet oder ausgiebige Recherchen sind mit dieser Tarifoption nicht ratsam. Besser geeignet ist in diesem Fall die volumenabhängige Abrechnung. Haben Sie eine Datei geladen, können Sie in Ruhe den Inhalt studieren während Sie online bleiben, da in dieser Zeit keine weiteren Kosten anfallen. Nur wenn Sie neue Inhalte herunterladen, tickt der Zähler weiter.

Doch auch hier ist Vorsicht geboten: Hantieren Sie häufig mit großen Dateien, wird dies bei einem Volumentarif schnell sehr teuer.

Fazit

Wie bei DSL tobt auch bei den UMTS-Angeboten der Preiskampf ganz zur Zufriedenheit des Kunden. Mobiles Surfen ist damit nicht mehr nur ein Luxus für hoch bezahlte Geschäftsleute. Die angebotenen Tarife der Netzbetreiber werden kontinuierlich attraktiver und flexibler. So gibt es spezielle Angebote für Gelegenheitssurfer oder solche die den mobilen Zugang nur mal ausprobieren wollen bis hin zu Anwendern, die lange online sein müssen und große Datenmengen übertragen.

In der Vorstellung der unterschiedlichen Datentarife haben wir uns auf die Netzbetreiber konzentriert. Zusätzlich gibt es noch zahlreiche Mobilfunk-Provider, die ebenfalls Datentarife mit im Programm haben. Doch die haben wir bewusst herausgelassen, damit eine gewisse Übersicht erhalten bleibt. Darüber hinaus können die Angebote der Provider meist nicht mit denen der Netzbetreiber mithalten. Zwei Ausnahmen sollen aber genannt werden. Die eine ist Simyo, mit einem Volumentarif ohne monatliche Grundgebühr, der mit 19 Cent pro MByte attraktiv ist und in fairen 10 kByte-Blöcken abgerechnet wird. Die zweite ist Base, die eine echte Flatrate für 25 Euro anbietet.

Anbieter O2 O2 T-Mobile T-Mobile T-Mobile
Bezeichnung Internet-Pack-M Internet-Pack-L Data 5 Data 30 web'n'walk Basic
Erforderlicher Mobilfunktarif Active, Genion Active, Genion Relax, Basix, Max, web'n'walk Connect, web'n'walk Plus, CombiCard Relax Relax, Basix, Max, web'n'walk Connect, web'n'walk Plus, CombiCard Relax Relax, Basix, Max, web'n'walk Connect, web'n'walk Plus, CombiCard Relax
Vertragslaufzeit 3 Monate 3 Monate 3 Monate 3/24 Monate 3/24 Monate
Preis/Monat ohne Mobilfunktarif 10 Euro 25 Euro 5 Euro 10 Euro 20 Euro
Inklusiv-Volumen 200 MByte 5 GByte 5 MByte 30 MByte 200 MByte
Weitere Kosten je MByte 0,50 Euro 0,50 Euro 3,00 Euro 1,90 Euro 1,30 Euro
Taktung 10 kByte 10 kByte 10 kByte 10 kByte 100 kByte
Besonderheiten - - - - 3 Stunden WLAN-Nutzung inklusive
Anbieter T-Mobile Vodafone Vodafone Vodafone Vodafone
Bezeichnung web'n'walk XL Volume PDA Volume L Volume XL Fair Flat National
Erforderlicher Mobilfunktarif Relax, Basix, Max, web'n'walk Connect, web'n'walk Plus, CombiCard Relax Laufzeitvertrag Laufzeitvertrag Laufzeitvertrag Laufzeitvertrag
Vertragslaufzeit 3/24 Monate 24 Monate 24 Monate 24 Monate 24 Monate
Preis/Monat ohne Mobilfunktarif 35 Euro 10,12 Euro 20,23 Euro 35,70 Euro 50,58 Euro
Inklusiv-Volumen 5 GByte 30 MByte 200 MByte 400 MByte 5 GByte Fair Flat
Weitere Kosten je MByte 1,00 Euro 1,90 Euro 1,31 Euro 1,31 Euro 0,60 Euro
Taktung 100 kByte 100 kByte 100 kByte 100 kByte 100 kByte
Besonderheiten 3 Stunden WLAN-Nutzung inkl. - - - Überschreitung der 5 GByte kostet ab 3. Monat

Übrigens: Die Antworten auf die zu Beginn gestellten Fragen sind 25. Dezember 800 und Brasilien gewann den Titel in Schweden mit 5:2 gegen die Gastgeber.

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