High-Definition-Videos in Eigenregie

IFA-Highlights 2007: HD-Camcorder

High-Definition-Videos sind noch Zukunftsvision? Ja, denn ohne Premiere HD oder Blu-ray-Player müssen Sie selbst zur Kamera greifen. Wir sagen, mit welchem HD-Camcorder Sie die besten hochauflösenden Videos drehen.

IFA-Highlights 2007: HD-Camcorder

© Matthias Ott

IFA-Highlights 2007: HD-Camcorder

Die neuen HD-Camcorder zeichnen Videos nicht mehr auf Mini-DV-Kassetten auf. Da hochauflösende Filme sehr viel Platz benötigen, weichen die Hersteller auf Speichermedien aus: High-Definition-Videos werden auf Festplatten, Blu-ray oder Flash-Karten gebannt.

Hitachi BD70

Mit einer Weltpremiere erwartet Hitachi die IFA-Besucher. Das Modell BD70 ist der erste Blu-ray-Full-HD-Camcorder der Welt. High-Definition-Filme brennt die Kamera in einer Auflösung von 1920 x 1080 Bildpunkten auf 8-cm-Blu-ray-Discs. Erfreulich: Das Laufwerk unterstützt auch mehrmals beschreibbare BD-Medien und verarbeitet auch herkömmliche 8-cm-DVDs.

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Hitachi BD70, der erste Blu-ray-Camcorder der Welt

Vorteil der Blu-ray-Discs (BD) gegenüber der DVDs ist die größere Speicherkapazität. Bei den DVD-Camcorder ist die geringe Aufnahmekapazität von zirka 16 Minuten HD-Film ein Nachteil. Die 8-cm-Blu-ray-Scheiben speichern dagegen 7,5 GByte an Daten, damit passen etwa 60 Minuten in höchster Qualität auf eine Disk. Mit dem BD70 hat Hitachi gute Chancen, sich auf dem Markt zu etablieren. (www.hitachi.de)

JVC GZ-HD3

JVC setzt bei der GZ-HD3 auf eine 60-GByte-Festplatte. Sieben Stunden Filmmaterial in Standard-Quality und immerhin fünf Stunden in High-Qualität (1440 x 1080 Pixel) passen auf die HDD. Alternativ können Videos - allerdings nur in Standard-Qualität - sowie Fotos auch auf einer SD/SDHC-Speicherkarten abgelegt werden. Realistische Farben und satte Kontraste liefert ein 1,5-Zoll-3-CCD-Bildsensor. Der JVC GZ-HD3 Camcorder soll ab Herbst für etwa 1000 Euro erhältlich sein. (www.jvc.de)

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JVC GZ-HD3, speichert HD-Videos auf einer 60-GByte-HDD

Panasonic-SX5EG-S

Panasoncis SX5EG-S ist ein echter Hybrid-Camcorder. Als Anwender können sie wählen, ob Sie Ihre Videos auf Speicherkarte (SD/SDHC) oder DVD speichern möchten. Videos fängt der 3-CCD-Chip mit 1920 x 1080 Bildpunkten - also im Full-HD-Format - ein. Scharfe Aufnahmen soll ein Leica-Objektiv mit optischem Bildstabilisator ermöglichen.

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Panasonic SX5EG-S, ein Full-HD-Camcorder der entweder auf DVD oder SD-Karten aufzeichnet.

Das Highlight des Panasonic-Camcorders: Aufnahmen können per Knopfdruck von Speicherkarte auf DVD kopiert werden - der PC bleibt aus. Wer noch kein HD-Display zuhause hat, kann Videos auch in DVD-Qualität brennen. Der Panasonic ist ab Mitte September für zirka 1000 Euro im Fachhandel erhältlich.

Als Alternative stellt Panasonic einen reinen SD-Karten-Camcorder vor. Der HDC-SD5EG zählt laut Hersteller zu den kleinsten Full-HD-Camcordern und soll ebenfalls im September für 1000 Euro verkauft werden. (www.panasonic.de)

Samsung VP-HMX10A

Samsung stellt einen echten Winzling vor. Der VP-HMX10A speichert HD-Videos im Platz sparenden MPEG-4-Format im Flash-Speicher (4 GByte). Der Camcorder fängt Videos jedoch nur mit 1280 x 720 Bildpunkte ein, was der normalen HD-Auflösung entspricht - nicht der Full-HD (1920 x 1080 Pixel).

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Samsung VP-HMX10A, HD-Camcorder mit 4 GByte-Flash-Speicher

Sollte der interne Speicher knapp werden, kann dieser mittels SD-Karten mit maximal 4 GByte ergänzt werden. Ein Objektiv mit optischem 10-fach-Zoom setzt weiter entfernte Objekte formatfüllend in Szene. Aufnahmebereitschaft innerhalb von drei Sekunden soll die Quickstart-Funktion ermöglichen. Samsung macht noch keine Angaben zu Preis und Marktstart. (www.samsung.de)

Sanyo Xacti HD1000

Seinen ersten Full-HD-Camcorder präsentiert Sanyo den IFA-Besuchern. Der Xacti HD1000 ist laut Hersteller die derzeit kleinste Digital-Movie-Kamera. Videos zeichnet der Winzling im MPEG-4-Format (AVCHD) auf. Als Speichermedien dienen SD-/SDHC-Flashkarten. Auf eine 4-GByte-Karte passen bis zu 43 Minuten Film in höchster Auflösung (1920 x 1080 Bildpunkte). Die Akkulaufzeit gibt Sanyo mit über zwei Stunden an, jedoch bei kontinuierlicher Wiedergabe - die Aufnahmedauer dürfte etwas geringer ausfallen.

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Sanyo Xacti HD1000, Maxi-Auflösung in Mini-Gehäuse

Verfügbar ist der Camcorder ab September, der Preis beträgt rund 900 Euro. Für den Xacti HD1000 sind verschiedene Objektive als Zubehör lieferbar: ein Tele (1,6x), ein Weitwinkel (0,7x) und ein Fish-Eye (0,4x).

Sony HDR-SR8E

Sony stellt ebenfalls einen neuen Festplatten-HD-Camcorder vor. Vorteil gegenüber der Konkurrenz: Die Festplatte des HDR-SR8E fasst 100 GByte. Bis zu 38 Stunden High-Definition-Aufnahme sollen somit möglich sein. Im Foto-Modus fängt der HDR-SR8E Bilder mit einer Auflösung von 6,1 Megapixel ein, im Video-Modus mit 4 Megapixel. Sound wird im Dolby-Digital-5.1-Format aufgezeichnet. (www.sony.de)

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Sony HDR-SR8E, eine 100-GByte-Festplatte bietet Platz für 38 Stunden HD-Film.

Canon HG10

Erstmals im Canon-Aufgebot: ein HD-Camcorder mit Festplatte. Im Modell HG10 steckt eine 40-GByte-Festplatte, auf der bis zu 15 Stunden Film Platz finden. Die Videos werden im MPEG4-Format (AVCHD) gesichert. Damit ist der Canon noch lange kein Marathonläufer - Sonys HDR-SR8E hat eine 100-GByte-Festplatte und kann bis 38 Stunden aufzeichnen.

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Canon HG10, bis zu 15 Stunden HD-Film soll die 40-GByte-Platte aufzeichnen können.

Ob jedoch der Standard-Akku für den 15-Stunden-Betrieb ausreichend Power mitbringt, ist zu bezweifeln. Damit dem Besitzer bei langen Filmen nicht der Arm verkrampft, verzeiht ein optischer Bildstabilisator kleine Verwacklungen. Die Aufnahmen können über eine HDMI-Schnittstelle direkt auf HD-Fernsehern wiedergegeben werden. Die Canon HG10 ist ab Oktober für rund 1400 Euro erhältlich.

Für Hobby-Filmer, die lieber mit auswechselbaren Medien arbeiten, ist der Canon HR10 gedacht. Dieses Modell zeichnet Filme auf DVDs statt auf Festplatte auf. Die übrigen technischen Daten sowie der Preis sind identisch. (www.canon.de)

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