How-to:
How-to: Zehn Schritte zum erfolgreichen Blog - Geld verdienen mit dem Blog
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TechCrunch verweist auf knapp 900.000 Leser täglich und verlangt ordentliche Werbepreise dafür. Deutsche
Blogs können davon nur träumen.
TechCrunch verweist auf knapp 900.000 Leser täglich und verlangt ordentliche Werbepreise dafür. Deutsche
Blogs können davon nur träumen.
Wer einen Blog anlegt, um sich ein Zubrot damit zu verdienen, hat es am einfachsten, sich einem Werbevermarkter anzuschließen. Von diesen haben sich unlängst einige auf Blogs spezialisiert: Wer beispielsweise sein Tagebuch bei Overblog.de führt, erhält 60 bis 85 Prozent der Werbeeinnahmen überwiesen, falls sein Werk einen gewissen Bekanntheitsgrad erreicht hat. Der Aggregator Technorati bietet ebenfalls eine Werbepartnerschaft, Technorati Media, und ähnliches gibt es von Trigami.com oder Mokono.com.
Jeder Jungunternehmer kann Google-Werbung im Blog einblenden oder in seinen RSS-Feed bauen, seit Google Feedburner gekauft hat Hinzu kommen reichlich Affiliate-Programme, wie das von Quelle oder Amazon.
In den USA und Frankreich finden sich immer häufiger Autoren zu Blog-Gemeinschaften zusammen, um ihre Inhalte selbst zu vermarkten. Ein deutsches Beispiel ist Blogwerk.com, eine Gemeinschaft, die 2007 mit sieben Blogs 50.000 Euro Umsatz aus Bannerwerbung erzielte. Eine ähnliche Gründung von Spreeblick.com nennt sich Adnation.de (vormals Adical).
Wenn ein Blogger bekannter wird, bekommt er über kurz oder lang Angebote für "Sponsoring" oder "Testprodukte". Ein eigener Werbezweig, das virale Marketing, hat sich darauf spezialisiert. Der Autor kann das ruhig annehmen, sollte aber beachten, dass er sich nicht in die Form der Berichterstattung hineinreden lässt und auf einen kritischen Tonfall besteht.
Robert Basic führt einen der meist gelesenen Blogs in Deutschland, Basic Thinking
Alles andere schädigt seine Kompetenz gegenüber dem Leser. Außerdem sollte er erwähnen, dass er das Produkt zum Testen bekommen hat. Schleichwerbung fällt auf und macht einen schlechten Eindruck.
Interview mit Robert Basic - "In Deutschland haben Blogs noch nicht so ein Standing"
Robert Basic führt einen der meist gelesenen Blogs in Deutschland, Basic Thinking. Er ist Web-2.0-Kenner und bloggt seit 2002. Begonnen hat er mit einem Online-Tagebuch über Lotus Notes.
Was war Deine Motivation zum Bloggen?
Das ist ganz einfach: Die Motivation war, sich nicht mehr in Foren auszutauschen, sondern die Leute persönlich kennen zu lernen. Es gab damals einen Blogger, der sich speziell mit Lotus Notes Domino beschäftigte, Jack Howlett.
Ich habe zuerst nicht gewusst, dass seine Seite ein Blog ist, man konnte dort kommentieren, und das fand ich ziemlich komisch. Mit der Zeit habe ich mir aber gedacht, das ist cool, das machst Du jetzt auch, da ist eine Person, die schreibt, die kann man anfassen, mit der kann man reden. Das will ich auch haben.
Ein Ort, an dem ein bisschen Persönlichkeit rüber kommt...
Ja definitiv. Im Forum warst Du einer von wahnsinnig vielen, da ist es immer nur ums Thema gegangen. Das Blog ist mein eigenes Häuschen im Netz, da kann man kommentieren, ich kann wie im Forum Wissen reinschmeißen und ich kann mich mit Leuten vernetzen, weltweit. Jeder tickt ein bisschen anders, hat eine andere Historie, der eine verliert einen Job ich Chile, dann besorgen wir ihm einen neuen Job, das ist gelebtes Bloggen. Daraus ist die Faszination entstanden.
Dein Blog ist ja nun sehr gut besucht, was sind die Erfolgsrezepte für einen guten Blog?
Das ist relativ einfach: Man sollte etwas schreiben, was die Leute interessiert.
Klar.
Ja, klar, aber das ist nicht immer so. Und es sollte ein Thema sein, das man sehr intensiv beackert. Wenn man es wirklich gut machen will, dann geht das nicht so nebenbei, mit zehn Minuten hinsetzen und schreiben, zwei Minuten kommentieren, eine Minute Spam löschen und das war‘s dann. Das funktioniert einfach nicht. Bloggen kostet sehr viel Arbeit und sehr viel Kraft. Das hört sich langweilig an, aber es ist einfach so.
Kein Erfolg ohne ein Quantum Fleiß.
Richtig, der Shopblogger beispielsweise, mit seiner Daily Soap eines Supermarktbetreibers, bloggt sehr intensiv. Außerdem hat er eine Art, Dinge zu beschreiben, so dass sie interessant sind. Und er zeigt Humor, das ist superwichtig. Man kann ihn vergleichen mit Udo Vetter vom Law-Blog. Ein Blogger muss gut Geschichten erzählen können.
Gibt es auch ein paar Tricks, um den Blog bekannter zu machen?
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Die Daily Soap Shopblogger erfreut den Leser mit Geschichten
aus einem Bremer Supermarkt.
Die Daily Soap Shopblogger erfreut den Leser mit Geschichten
aus einem Bremer Supermarkt.
Natürlich, du musst unglaublich viele Gespräche führen können. Gespräche führen in Netz heißt, du musst Links setzen können, indem du sagst, das, was der Johnny geschrieben hat, ist völliger Stuss, weil... Nicht aggressiv, aber man muss ein Thema aufgreifen, das einen wirklich interessiert, und sich dazu äußern: Ich find das so, das find ich besser, das find ich schlechter... Wenn man in Gespräche einsteigt, findet man unglaublich schnell Blogger und Blog-Leser, die sich auch für dich interessieren.
Auf Blogscout (den Dienst gibt es nicht mehr) gab es eine Berechnung, wie viele eingehende und ausgehende Links ein Blog eigentlich hat. Und es fiel auf, dass tendenziell bei allen Blogs, die relativ weit oben standen, die Outgoing-Link-Quote unglaublich hoch war, bei Spreeblick, Nerdcore, meinem Blog und noch ein paar anderen. Alle setzen eigene Themen und verlinken stark in die Blogosphere hinein. So baut man sich eine Community auf.
Ohne die Community geht es nicht?
Kommt drauf an; wenn man ein spannendes Thema hat, bekommt man auch von Google Besucher. Du kannst als Gartentante versuchen, über deinen Garten zu schreiben. Du wirst relativ schnell in der Gartenecke landen und, wenn du gut schreibst, relativ schnell Leser finden. Wenn du das richtig gut machst, hast du extrem viel Traffic über Google. Man muss dann anders denken, wie ein Profi, ein Redakteur, was interessiert die Leute eigentlich wirklich?
Gibt es Blogger, die reich geworden sind?
Reich nicht, aber durchschnittlich wohlhabend. Ich verdiene so dreieinhalb Tausend, demnächst vielleicht ein bisschen mehr. Brutto.
Soll ich das schreiben?
Ja klar, ich bin da offen, um zu zeigen, dass es auch in der Bloggerwelt Möglichkeiten gibt, Geld zu verdienen. Das Finanzamt hat mich sogar schon angerufen, ob die Zahlen stimmen würden. Wenn man aber richtig Geld verdienen will, muss man richtig ackern.
In Amerika geht es leichter, mit einem Blog nach vorne zu kommen, Techcrunch gilt als der Paradeverdiener mit seinen 200 000 bis 250 000 Dollar im Monat – angeblich. Er hat natürlich auch eine weltweite Reichweite und ist in der Szene richtig positioniert. In Deutschland haben Blogs noch nicht so ein Standing wie in Frankreich oder Amerika.