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Heimkino

Multiroom-Systeme im Überblick: Heos

Denon Heos AVR

© Denon

Mischbetrieb: Der Denon Heos AVR (900 Euro) hat Lautsprecher-Klemmen. Er kann Surround-Lautsprecher und Subwoofer aber auch anfunken.

Denon hat bei der Entwicklung seines Heos-Systems besonderen Wert auf drahtlose Lautsprecher gelegt. Es gibt Funkboxen in vier verschiedenen Größen, die sich auch paarweise als Stereo-Kombination betreiben lassen. Hinzu kommen Soundbars für den Heimkino-Einsatz – wahlweise mit und ohne Subwoofer. Damit erreicht Heos eine Flexibilität in der Aufstellung, wie sie sonst nur Multiroom-Systeme vom Schlage Raumfeld oder Sonos bieten.

Das Angebot an AV-Receivern befindet sich dagegen noch im Aufbau. Aktuell sind acht klassische Denon- und Marantz-Modelle mit der Multiroom-Technik ausgestattet. Bis Ende des Jahres sollen aber etliche neue dazukommen, sodass die Zahl an Heos-Geräten von 19 auf 29 steigt.

Zu den Neuheiten gehört der reinrassige Multiroom-Receiver Heos AVR. Seine tastenlose, geschwungene Front unterscheidet ihn von anderen AV-Receivern. Sämtliche Einstellungen werden in der Heos-App und per Infrarot-Fernbedienung vorgenommen.

Besonderer Clou: Anstelle kabelgebundener Surround-Boxen oder eines traditionellen Subwoofers kann der AVR drahtlose Modelle aus dem Heos-Sortiment verwenden. Er baut dazu einen eigenen WLAN-Hotspot auf, an dem sich die Lautsprecher anmelden. So ist absolute Synchronität gewährleistet. Bei einer Verbindung über den WLAN-Router könnten die Signale der einzelnen Kanäle zeitlich auseinanderlaufen. Ein Trick, den auch die neue Heos-Soundbar verwendet.

Profi-Einsatz

Heos Drive

© Denon

Hausinstallation: Der Profi-Verstärker Heos Drive (2700 Euro) versorgt vier Zonen individuell mit Musik – von einem zentralen Serverschrank in der Wohnung aus.

Der Multiroom-Verstärker Heos Drive richtet sich an Fachbetriebe, die Gebäude vernetzen. Als Rack-Gerät im 19-Zoll-Format passt er genau in einen Technik- oder Serverschrank. Vor dort aus kann er dann zum Beispiel Einbaulautsprecher an der Wand oder Decke versorgen.

Im FireConnect-Sortiment gibt es so ein Produkt noch nicht. Yamaha behilft sich mit einem Trick: Der MusicCast-Verstärker WXA-50 ist halb so breit wie ein 19-Zoll-Schacht. Vier Exemplare nehmen den Platz eines Heos Drive ein – und können auch genauso viele Hörzonen bespielen.

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Auf den ersten Blick ähnelt die Heos-App den anderen Systemen. Allerdings haben sich ihre Entwickler ein paar nette Details einfallen lassen: Schiebt man zwei oder mehr Player am Bildschirm mit Daumen und Zeigefinger zusammen, verschmelzen sie zu einer Hörzone. „Pinch to Party“ nennt Denon diese Fingergeste, die jedem Smartphone-Besitzer geläufig sein dürfte. Der umgekehrte Weg durch Spreizen der Finger klappt natürlich genauso.

Außerdem bringt die Software zwei Suchhilfen mit, die das Stöbern in großen Musikbibliotheken erleichtern: Per Eingabefeld lässt sich auf einem DLNA-Server nach Titeln, Alben und Interpreten forschen. In der Listenansicht erscheint am Bildschirmrand ein alphabetisches Register zum Anspringen des gewünschten Buchstabens.

Solche Funktionen bieten FireConnect und MusicCast noch nicht. Stattdessen ist Scrollen angesagt. Hier macht sich vielleicht bemerkbar, dass Heos von allen drei Lösungen am längsten auf dem Markt ist – und die meisten Updates hinter sich hat.


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