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Kaufberatung

Heimkino 2018: Tipps für 4K-TVs, Soundbars, AV-Receiver und mehr

Ob Flat-TV oder Beamer mit 4K oder Surround-Anlage mit Dolby Atmos: Wer neueste Elektronik kaufen möchte, ist oft verwirrt. Der video-Einkaufsratgeber hilft.

Shutterstock 318898679 Beamer Heimkino

© Shutterstock - Space_Microbe

Beamer ermöglichen breite Bilddiagonalen zu erschwinglichen Preisen.

Ob schicker Flat-TV, Beamer oder Surround-Anlage: Wer neueste Audio-Video-Elektronik kaufen möchte, bleibt angesichts der Fülle der Fachbegiffe, Kürzel und Technologien oft verwirrt zurück. video hilft mit einem Einkaufsratgeber.

Tipps und Kaufberatung: TV-Geräte

Ob mehr Pixel, ein höherer Kontrast, Heimvernetzung oder mehr Inhalte, die T V-Technik schreitet unauf haltsam voran. Doch was ist für den potenziellen Käufer tatsächlich wichtig, was weniger relevant? video steht beim Gerätekauf mit Rat und Tat zur Seite. 

Bildschirmauflösung von Fernseher

Die Mehrzahl der aktuellen TV-Geräte beherrscht die UHD-Auflösung von 3840 x 2160 Bildpunkten. Lediglich im günstigen Einstiegssegment und bei kleineren Bilddiagonalen finden sich noch Full-HD-TV-Geräte (mit 1920 x 1080 Pixel Auflösung). Diese eignen sich beispielsweise perfekt als Zweitgerät für die Gartenlaube. Dennoch sind UHD-Inhalte rar. 

Sie beschränken sich auf einen 4K-Sportsender von Sky Deutschland, etwaige Demokanäle wie UHD1 by HD+ sowie auf Serien und Filme der VoD-Services Netflix und Amazon und selbst verständlich UHD-Blu-ray Discs. Dabei steht bereits die nächsthöhere Bildschirmauflösung von 8K oder UHD-2 mit 7680 x 4320 Pixeln in den Startlöchern. Sharp und LG (Bild oben von der CES) kündigten erste 8K-Modelle an. 

Die richtige TV-Bildschirmgröße

Die Auflösung ist mit der Bildschirmgröße und dem Betrachtungsabstand verknüpft. Denn mehr Pixel bringen eben nicht zwangsläufig mehr Schärfe. Vielmehr ist das Auflösungsvermögen des menschlichen Auges begrenzt. Das bedeutet in der Praxis: Während der Zuschauer eines 55 Zoll TV-Gerätes mit Full-HD-Aulösung mindestens 2,10 Meter entfernt sitzen muss, damit er keine Pixel mehr erkennt, kann er bei einem 55 Zoll UHD-TV-Gerät unbesorgt auf 1,05 Meter heranrücken. 

Lesetipp: Bestenliste - LCD Fernseher 39 / 45 Zoll

Der Mindest-Betrachtungsabstand halbiert sich also mit der vierfachen Auflösung. Gleiches Rechenbeispiel ließe sich für 8K-Panels absolvieren. Mit dem Ergebnis, dass 8K erst bei gewaltigen Bilddiagonalen und auf kurze Distanz seine Vorteile ausspielen kann. Treiber und Vorreiter in Sachen 8K ist beispielsweise der japanische TV-Sender NHK: So wollen die Japaner etwa die olympischen Sommerspiele 2020 in Toyko in 8K produzieren.

LG 8K OLED Display

© LG

Das 88 Zoll große 8K-OLED-Display von LG wird auf der CES 2018 erstmals der Öffentlichkeit präsentiert.

Bildschirmtechnologie von TVs

Ein weiterer wesentlicher Punkt beim TV-Gerätekauf ist die Bildschirmtechnologie. Aktuell streiten vor allem OLED und QLED um die Vorherrschaft auf dem Markt (siehe auch Seite 50). OLED steht für organische Leuchtdioden. Die Technik, die bis vor Kurzem noch als teuer und aufwendig galt, liefert mit selbstleuchtenden Zellen einen natürlichen Bildeindruck. 

Gute Schwarzwerte ermöglichen fein durchzeichnete dunkle Bildpartien und lebensechte Farben. Den Begriff QLED hat Samsung maßgeblich geprägt. Die Ähnlichkeit zu OLED scheint keineswegs zufällig. Dabei handelt es sich bei QLED, wie es Samsung einsetzt, weniger um eine neue Bildschirmtechnologie als um eine Variante von LED-LCD. 

Anorganische Nanopartikel, auch Quantum Dots genannt, verändern dabei das Farbspektrum der LED-Hintergrundbeleuchtung. Das meist bläuliche LED-Spektrum wird ins Weiße verschoben, wodurch eine neutralere Farbdarstellung und ein deutliche Helligkeitssteigerung gelingt. 

Die Folge: Samsungs QLEDs sind wahre Helligkeitswunder. In der video Bestenliste sind die TV- Geräte nach OLED und Ultra HD getrennt. Unter die UHD-Panels fallen Geräte mit Bildschirmtechnologien wie QLED oder LED-LCD. 

High Dynamic Range 

Zum wahren Expertenthema hat sich HDR (High Dynamic Range) entwickelt. Dessen Zweck ist klar: Eine erweiterte, verbesserte Kontrastdarstellung hat auf die wahrgenommene Bildqualität einen größeren Einfluss, als etwa die Pixelanzahl alleine. Kniffelig: Selbst im HDTV-Zeitalter wurde der Kontrast auf die Helligkeits-Kennlinie (sogenanntes Gamma) von Röhrenfernsehern angepasst. 

Dies soll sich nun mit der Produktionsnorm ITU-R BT.2020 und der sogenannten EOTF-Kennlinie SMPTE ST 2084 für UHD ändern. Nun buhlen verschiedene Technologien um die Gunst der Hersteller und Zuschauer. Zum einen geht es darum, ob die HDR-Technologie abwärtskompatibel ist. 

Das bedeutet, dass UHD-TV-Geräte ohne HDR-Technik die Bildsignale zumindest mit herkömmlichem Kontrast korrekt darstellen können. Das gewährleistet der Broadcasting-Standard HLG der britischen BBC (Hybrid Log Gamma). Zum anderen geht es um die bestmögliche Kontrastdarstellung. 

Lesetipp: Informieren Sie sich rund ums Thema Fernseher

Die bietet HLG sicher nicht, da es prinzipbedingt nicht den gesamten nun möglichen Kontrast umfang ausschöpft. Hier ringen sogenannte dynamische Technologien wie Dolby Vision und neuerdings auch HDR10+ um die Vorherrschaft. Mit diesen Verfahren lassen sich die Kontrastwerte für jede einzelne Szene bestimmen, um so für jede Bildeinstellung bestmögliche Ergebnisse zu erzielen. 

Dolby, das seit Jahren an seiner Dolby-Vision-Technologie feilt, verlangt jedoch eine Lizenzgebühr. Dies wollen die Hersteller gerne vermeiden. Auf der IFA 2017 überraschte Samsung mit dem HDR10+-Verfahren. Es basiert auf der statischen HDR-Technik HDR10 für die UHD-Blu-ray, passt jedoch wie Dolby Vision den Kontrastumfang dynamisch an den jeweiligen Bildinhalt an. Hersteller wie Panasonic, Filmstudios wie 20th Century Fox und Streaming- Anbieter Amazon unterstützen HDR10+. 

High Dynamic Range: HDR 10, HLG, Dolby Vision

© Hersteller

Bei HDR geht es auch um die bestmögliche Kontrastdarstellung. ​

Empfangsbereit 

Maßgeblich für TV-Geräte sind auch die für den TV-Empfang zuständigen Empfangsteile (Tuner). Aktuelle Modelle verfügen über Triple-Tuner für die drei Empfangswege Satellit (DVB-S2), Kabel (DVB-C) und Antenne (DVB-T2). Mit an Bord sollte dabei für den UHD-TV-Empfang auch der HEVC-Codec sein. 

Praktisch ist die Technik Sat>IP oder Sat to IP. Sie transportiert Sat-TV-Signale über das Heimnetzwerk per Kabel (LAN) oder kabellos (WLAN). Damit befreit sie TV-Geräte förmlich von einer Sat-Antennendose. Aktuell lassen sich per Sat>IP bis zu acht TV-Geräte oder auch Tablets beziehungsweise Laptops beliefern. Für Kabel oder Antenne gibt’s diese Technik bislang leider noch nicht. 

TV-Aufnahmen abspeichern

Viele moderne TV-Geräte sind für TV- Aufnahmen vorbereitet. Eine externe USB-Festplatte dient dafür als Speicher. Sogenannte Dual- oder Twin-Triple-Tuner ermöglichen es, bei laufender Aufnahme ein anderes TV-Programm anzusehen. 

Lesetipp: Fernseher als PC-Monitor nutzen - so geht's

Die Betriebssysteme mancher TV- Geräte arbeiten nicht mit üblichen Festplattenformatierungen wie FAT32 oder NTFS. Dann müssen USB-Festplatten am TV-Gerät formatiert werden, wodurch sämtliche Daten gelöscht werden – unpraktisch. 

Smart-TV 

Netzwerk, Internet und Multimedia sind für moderne TV-Geräte keine Fremdwörter. Die Hersteller setzen dafür auf ausgefuchste Betriebssysteme: Philips TP Vision und Sony nutzen beispielsweise Android T V von Google. 

Es bietet die meisten Apps. Ältere Versionen zeigten aber auch Fehler und sogar Abstürze. Samsungs Tizen bietet die zweitmeisten Apps, gefolgt von LG Web OS und Firefox OS, das viele Panasonic Smart-TVs nutzen. TCL, Sharp oder Hisense setzen dagegen auf Roku TV. 

Vorsicht: Alle Smart-TVs sammeln auch Nutzerdaten. Daneben sollten Smart-TVs auch HbbT V 2.0 beherrschen, was via Internet Zusatzangebote zu den TV-Sendern liefert. Der Kontakt zum Netzwerk gelingt per Funknetzwerk am einfachsten (WLAN). 

video-Tipp - Die Qual der Wahl: OLED liefert nach Einschätzung des Autors natürlichere Bilder, kostet aber mehr. Daher lautet die Devise, entweder zu einem guten, preiswerten LED-LCD-T V-Gerät zu greifen oder ausreichend Kleingeld für OLED zu berappen.

Samsung QLED Technik

© WEKA Media Publishing GmbH / Andreas Stumptner

Mit der QLED-Technik will Samsung über OLED triumphieren.

Bildschirmtechnologien

QLED: Das Q steht für Quantum Dot, anorganische Nanopartikel, die das Spektrum der LED-Hintergrundbeleuchtung von Blau nach Weiß verschieben. Dies erleichtert und verbessert die Farbdarstellung der LED-LCD-Bildschirme. Eine höhere Helligkeit und leuchtende Farben sind die Folge.

OLED: Die organischen Leuchtdioden leuchten selbst. Eine Hintergrundbeleuchtung samt Farbfiltern entfällt somit. Die selbstleuchtende Technik liefert perfekte Schwarzwerte, kann dunkle Bildpartien feiner zeichnen und natürliche Farben darstellen. Insgesamt ein natürlicher Bildeindruck.

LED-LCD: Auch die aktuelle Quantum-Dot-Technik basiert zunächst auf LED-LCD. Das Licht einer LED-Hintergrundbeleuchtung fällt durch Filterfolien aus Flüssigkristallen (LCD). Diese öffen und schließen je nach Bildsignal. Dabei können sie das Hintergrundlicht nie ganz vollständig aussperren.

Checkliste für den Fernseher-Kauf

  • UHD-1-Auflösung 
  • HDR-Technologien
  • mind. HDMI 2.0
  • DVB-S2/-C/-T2-Tuner
  • USB-Recording
  • Smart-TV-Portal
  • HbbTV 2.0
  • LAN und WLAN
  • App-Steuerung

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Kauf-Empfehlung von TV-Geräte

Panasonic TX-65EZW1004: Für Cineasten

  • UHD-OLED-TV mit 77 Zoll (195 cm) oder 65 Zoll (164 cm) Bilddiagonale
  • HDR10, HLG, HDR10+-Update angekündigt
  • Quattro-Twin-Tuner mit Sat>IP, 2x CI+
  • USB-Aufnahme und Timeshift (zeitversetztes Fernsehen)
  • LAN, WLAN, DLNA-Streaming, App-Steuerung

Fazit: Brillante OLED-TV-Bilder mit Top-Empfangs- und Multimediatechnik. Für mehr Infos zum TV lesen Sie hier den Panasonic TX-65EZW1004​ Test.

Panasonic TX-65EZW1004

© Panasonic

Panasonics Metall-Fernbedienung besitzt präzisere Drücker als Preiswertere. Eine Lieblings-App lässt sich auf Unten-Links legen.

Samsung QLED TV Q8: Für Sportfans

  • UHD-QLED-TV in Flat (55, 65 Zoll) oder Curved(55, 65, 75 Zoll)
  • 1500 Nits, 10 Bit-Signalverarb., DCI-P3-Farbraum
  • Gute Bewegungsdarstellung (PQI 3200 / 3100)
  • Triple-Twin-Tuner (2x DVB-C/S2/T2), 1x CI+, Unicable
  • USB-Aufnahme und Timeshift
  • LAN, WLAN, WiFi Direct, DLNA, Screen Mirroring

Fazit: Flotter, heller Multimedia-TV der Extraklasse. Lesen Sie im Ratgeber die optimalen Einstellungen für Samsung-TVs​.

Samsung QE75Q8C

© Samsung / Shutterstock

Vorrangige Gründe für den Neukauf eines Fernsehers sind bessere Bildqualität und dass der alte mittlerweile zu klein wirkt. Hier steht Samsungs riesiger QE75Q8C dann ganz oben auf der Wunschliste.

LG OLED G7V: Für Fotografen

  • UHD-OLED-TV mit 77 Zoll (95 cm) oder 65 Zoll(165 cm) Bilddiagonale
  • Dynamisches HDR mit Dolby Vision
  • Dual-Triple-Tuner (2x DVB-C/S2/T2), 1x CI+
  • LAN, WLAN, WiDi, Miracast, DLNA• USB-Aufnahme und Timeshift

Fazit: Natürlich-knackige OLED-TV-Bilder mit dynamischem HDR von Dolby. Der Test zu LG OLED 65G7V verrät Ihnen mehr über die 65 Zoll Variante des Fernsehers.

LG OLED 65G7V - Einstellungen

© LG

Die vielen Einstellungen sind gut sortiert und grafisch nett aufbereitet. Zu vielen Punkten gibt es Erklärungen, manchmal sogar geführte Einrichtungsszenarien.

Sony KD-A1: Für Netzwerker

  • UHD-OLED-TV mit 55, 65 oder 77 Zoll
  • Triple-Twin-Tuner (2x DVB-C/S2/T2), 1x CI+
  • USB-Aufnahme (FAT32, NTFS, exFAT)
  • LAN, WiFi, Miracast, Chromecast, Android TV
  • Acoustic Surface: Gehäuse als Resonanzkörper, der Sound kommt direkt aus dem Panel

Fazit: Schickes OLED-TV mit üppigem App-Store. Für mehr Details zum UHD-OLED-TV gibt's hier den "Sony KD-65A1"-Test.

Sony KD65A1 Display

© Sony

Wie Sie sehen, sehen Sie nichts. Sony konzentriert die Blicke auf das tiefschwarze Display, das schlank umrahmt auf einer Metallplatte sitzt. Die Bedienung wird vom Betriebssystem Android-TV 6.0 geregelt.

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