Höchste Zeit für ein Update

HDTV-Sender

Digital-TV-Updates

Ähnlich wie im Blu-ray-Business geht es beim digitalen TV-Empfang zu. Immer mal wieder ändert sich bei dem einen oder anderen Kabel-TV-Anbieter etwas an den Empfangsbedingungen, an einem Verschlüsselungssystem oder am Aufbau von Programmlisten.

Das bekannteste Beispiel eines Software-Updates für Digital-TV-Empfang liefert derzeit das HDTV-Verschlüsselungssystem HD-Plus. Über die Plattform des Satellitenbetreibers ASTRA werden unter anderem die privaten HDTV-Sender der RTL- und der ProSieben-Sat.1-Gruppe ausgestrahlt. Damit ältere TV-Geräte und Set-Top-Boxen die HD-Plus-Sender empfangen können, benötigen sie ein Software-Update (siehe "Praxis"-Absatz).

Ähnliche Anpassungs-Updates gibt es aber auch gelegentlich für Kabelnetz-Betreiber. Der Unterschied: Solche Updates werden weniger breit diskutiert, oft nur auf der Hersteller-Support-Website veröffentlicht und ausschließlich den betroffenen Kunden kommuniziert. Für das Gros der Zuschauer sind sie unerheblich.

Deshalb sei es auch nicht notwendig, jedes unerhebliche Update zu installieren, das auf der Hersteller-Homepage auftaucht, sagt Philips-Pressesprecher Georg Wilde: "Wenn das Gerät fehlerfrei läuft, gibt es keinen Grund, das Update zu installieren."

Funktions-Update

Das Beispiel der PlayStation 3 von Sony macht Schule: Immer mehr Hersteller bringen Geräte auf den Markt, deren Funktionen sich weiterentwickeln. Der hybride HD-Sat-Receiver VideoWeb 600S ist ein aktuelles Beispiel (siehe "Interview"). Aber auch andere HDTV-Receiver wie der iCord+ oder der HD-Fox+ von Humax lernen immer wieder neue Features.

Die Funktionen der Netzwerk-TVs von Loewe, Panasonic, Philips oder Samsung werden ebenfalls immer wieder erweitert. So rüstet etwa Loewe derzeit Individual-Geräte, die seit Mai letzten Jahres auf den Markt gekommen sind, mit neuen Online- und Recorder-Funktionen wie dem Loewe-Internet-Portal, dem sogenannten "DR+ Streaming", USB-Aufnahmefunktionen sowie demnächst HbbTV aus.

Die Grenzen der Updates

Geräte mit Online-Features erhalten generell häufiger neue Funktionen als herkömmliche Geräte. Die Updates haben aber auch Grenzen: "Auf einem Fernseher lassen sich kaum neue Vi--deo-Formate ergänzen, die das Gerät dann wiedergeben kann", sagt Thomas Karberg von Philips.

Und laut Thorsten Kürzinger, Produktmanager bei Loewe, gibt es Funktionserweiterungen meist so lange, wie eine Hardware-Plattform auch in der Produktion neuer Geräte zum Einsatz kommt. Die Updates bringen dann bereits verkaufte Geräte nachträglich auf den neuesten Stand.

Bislang gibt es in Geräten der Unterhaltungselektronik nur selten kostenpflichtige Zusatz-Features. Beispiel: Seit Anfang Januar bieten Denon und Marantz ein Upgrade für bestimmte netzwerkfähige AV-Receiver und Anlagen an, das die Geräte fit macht für "AirPlay" von Apple. Dann lässt sich Musik von Apple-Geräten wie iPhone, iPad oder aus iTunes am Computer auf Denon- und Marantz-Amps schicken.

Das Upgrade kostet 49 Euro, die laut Denon-Experte Roland Krüger auch für die satten Apple-Lizenzgebühren fällig werden. Für das Upgrade fordert man im Geräte-Menü eine ID-Nummer an, mit der man die neue Software auf der Hersteller-Website per Kreditkarte kaufen kann. Das Upgrade wird dann übers Internet im Geräte-Menü freigegeben und lässt sich herunterladen.

Bei Denon sind solche Aufrüstungen nichts Neues: Schon die Top-Receiver AVR-3808 und AVR-4308 haben gegen Gebühr neue Funktionen gelernt wie "Audissey Dynamic Volume", "Dynamic EQ" sowie die CEC-Gerätesteuerung per HDMI-Kabel.

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