Ein Traum wird wahr

HDMI-Eingang

Kartenslots und Laufwerk

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Kartenslots und Laufwerk verbirgt die Dreambox elegant hinter einer Klappe.

Da beide Anschlüsse mit dem digitalen Signalstrom TMDS arbeiten, genügt für den Anschluss eines Fernsehers, Beamers oder AV-Receivers mit HDMI-Eingang ein simpler Adapterstecker, der im Lieferumfang der Dreambox 8000 enthalten ist. Alternativ kann auch ein DVI-auf-HDMI-Kabel verwendet werden.

Durch den Verzicht auf eine HDMI-Buchse vermeidet der Hersteller eine Reihe von Verpflichtungen, die er erfüllen müsste, wenn er sich mit dem HDMI-Logo schmücken wollte. So verzichtet die Dreambox 8000 beispielsweise auf jegliche HDCP-Codierung, auch wenn die Sendeanstalten (wie beispielsweise Premiere HD) ein entsprechendes Flag setzt.

Einziger Nachteil des HDMI-Verzichts: Das Audio-Signal muss in jedem Fall extra übertragen werden. Dafür kommt so mancher Besitzer eines HD-ready-Fernsehers in den Genuss, sein Gerät direkt mit dessen nativer Auflösung anzusprechen. Gerade ältere LCD- und Plasma-TVs arbeiten gerne mit der Auflösung 1366 x 768 Bildpunkten, die von HDMI nicht unterstützt wird.

Bildergalerie

Fokus HDTV-Empfänger
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Spricht man so ein Panel mit HDMI-typischer 720p-oder 1080i-Auflösung an, muss der Fernseher eine zusätzliche Skalierung vornehmen, die der Bildqualität nicht unbedingt zuträglich ist. Freunden analoger Bildübertragung bietet die Dreambox zwei Scartbuchsen, S-Video (Hosidenbuchse), Composite- Video (Cinch) sowie drei Cinch-Buchsen für das Komponentensignal.Für die Audioverbindung sorgen neben den obligatorischen Stereo-Cinch-Buchsen ein digitaler optischer Ausgang sowie sein SPDIF-Pendant via Coax. Des Weiteren finden sich zwei USB-Ports, eine serielle Schnittstelle (RS 232) ein Ethernet-Anschluss und zwei CI-Slots an der Rückseite.

Die Vorderseite zieren, hinter einer Klappe versteckt, zwei weitere CI-sowie zwei Cardreader-Slots. Hinzu kommen noch ein USB-Anschluss sowie ein Compact-Flash- und ein SDKarten-Slot. Von außen gänzlich unsichtbar arbeitete in unserem Testgerät ein WLAN-Modul, das mit unserem WPA2- verschlüsselten Testnetz keine Probleme hatte.Gut sichtbar, wenngleich nicht ganz so groß und vom Weiten lesbar wie in der unvergessenen DBOX-2, ist das in mehreren Stufen dimmbare OLED-Display. Es zeigt im TV-Betrieb Uhrzeit, die gewählten Sender und die Restlaufzeit der momentan betrachteten Sendung.

Testmuster

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In unserem Testmuster waren eine 500- GByte-Festplatte (Mitte oben) sowie ein Slimline-DVD-Brenner (rechts oben) installiert. Das Netzteil (links) wird recht warm, weshalb dem Gerät im TV-Rack genügend Platz nach oben bleiben sollte.

Die erste Inbetriebnahme der Dreambox geht menügeführt vonstatten. Kanal-Listen der gängigen Satelliten sind bereits enthalten, sodass auch ohne langwierigen Suchlauf sofort losgelegt werden kann. Einige Einstellungen sollten jedoch trotz Erstinstallationsfunktion überprüft werden. Ein Blick ins Handbuch gibt Dreambox-Neulingen Hilfe und reichlich Tipps.

Die Bedienung der Enigma2-Benutzeroberfläche erfordert vom Dreambox-Neuling zunächst etwas Eingewöhnung, erweist sich aber sehr schnell als gut durchdacht und praktisch. Häufig benötigte Funktionen sind per Fernbedienung leicht erreichbar, Menü- und Farbtasten eröffnen den Grundfunktionen weitere Optionen, sodass umständliches Hangeln durch Menüverzweigungen höchstens bei selten benötigten Grundeinstellungen nötig ist.

Die Standard-Benutzeroberfläche erscheint im Vergleich zu der mancher Konkurrenten etwas schmucklos und altbacken, was der Funktionalität aber keinen Abbruch tut. Unzählige, von findigen Dreambox- Freaks erstellte und frei aus dem Internet herunterladbare Skins schaffen hier Abhilfe. Zu finden sind dort auch besonders edel wirkende HDSkins, die allerdings deutlich auf Kosten des ansonsten flotten Menüaufbaus gehen.

Das Fazit finden Sie auf Seite 3...

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