Hifi-Kabel für die Zukunft: HDMI-, DiiVA, Displayport und Co.

HDMI: Aktuell oder schon veraltet? Neue Kabel- und Funkstandards

Ultraschnell und universell soll sie sein: die digitale Audio-Video-Schnittstelle der Zukunft. Bleibt das HDMI-Kabel der Platzhirsch oder graben ihm neue Kabel- und Funkstandards das Wasser ab?

  1. HDMI: Aktuell oder schon veraltet? Neue Kabel- und Funkstandards
  2. Eingeschränkt kompatibel
  3. Chinas Alternative: DiiVA
  4. Nachgefragt
HDMI Kabel

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Seit der HDMI-Version 1.4 gibt es drei verschieden große HDMI-Stecker und -Buchsen. Der neue HDMI-Micro-Anschluss soll vor allem an Digitalkameras und Handys zum Einsatz kommen.

Ultraschnell und universell soll sie sein: die digitale Audio-Video-Schnittstelle der Zukunft. Bleibt das HDMI-Kabel der Platzhirsch oder graben ihm neue Kabel- und Funkstandards das Wasser ab?

High Definition, Konvergenz und Vernetzung - diese drei Schlagworte prägen die digitale Unterhaltungselektronik. Immer mehr verschiedene Zuspieler geben Bild und Ton in immer besserer Qualität an unterschiedliche Wiedergabegeräte weiter. Neben Bild und Ton von klassischen Medien wie DVD oder Blu-ray Disc spielen auch Daten aus dem Internet oder aus lokalen Netzwerken eine wichtige Rolle.Geräte, die hochauflösende Videos wiedergeben und an AV-Receiver, Beamer und TV-Gerät weiterreichen, benötigen oft eine Menge Buchsen: USB-Eingänge und Kartenschlitze für Speichermedien, Netzwerk-Buchsen für den Online-Medienabruf sowie HDMI-Buchsen für die Verbindung zur AV-Anlage und zum TV-Gerät. Bei dieser Anschluss-Vielfalt wird es immer schwieriger, den Durchblick im Kabelverhau zu bewahren.

HMDI-Kabel Nahaufnahme

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HMDI-Kabel Nahaufnahme

Dazu kommt, dass die Konvergenz nicht nur für Medien und Geräte gilt, sondern auch für Verbindungen. Schließlich gelangen Bild und Ton längst digital Bit für Bit von einem Gerät zum anderen. Und da gibt es keine sicheren Normen mehr.

Denn digitale Daten lassen sich auf viele Arten transportieren: per LAN-Netzwerkkabel, über ein schnelles Funk- Netzwerk, per serielles USB-Kabel oder über eine spezielle Display- Verbindung a la High Definition Multimedia Interface (HDMI).

Mehr als eine Verbindung

Öffnet man den Blickwinkel noch ein bisschen weiter, dann kommen auch Bild- und Ton-Verbindungen aus dem Computerbereich hinzu: So erledigt etwa die Bildschirm-Schnittstelle DVI ähnliche Aufnahmen wie HDMI.

Der neue Bildschirm-Anschluss Displayport macht sich aus der PC- und Notebook-Ecke auf, um zukünftig auch Wohnzimmergeräte in Bild und Ton zu vernetzen. Und aus China kommt eine neue Bild-, Ton- und Netzwerk-Schnittstelle namens Digital Interactive Interface for Video and Audio (DiiVA).

All diese Verbindungen übertragen digitale Bits und Bytes. Und jede ist in der Lage, Bild und Ton in höchster Qualität zu verschicken. Doch welcher Anschluss macht das am besten?

HDMI 1.4 - konvergenter Anschluss?

Nach heutigem Stand ist die HDMI-Schnittstelle die digitale Nachfolgerin der Scart-Buchse. Mehr noch: Während Scart eine rein europäische Erfindung war, besitzen heute weltweit alle Blu-ray-Player und HDTV-Fernseher diese Buchsen.

Versuchsaufbau

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Versuchsaufbau: Auf der CES in Las Vegas zeigten die chinesischen Hersteller aus dem DiiVA-Verbund, was ihre neue Schnittstelle künftig leisten soll.

HDMI hat sich in den letzten Jahren immer wieder neu erfunden. Am Anfang war der Anschluss nur eine um Audiosignale ergänzte Abwandlung der Monitor-Schnittstelle DVI. Doch HDMI wurde stets weiterentwickelt und soll mit der neuesten Version HDMI 1.4a auch den Ansprüchen galoppierender Konvergenz genügen.

Die Neuerungen beziehen sich vor allem auf folgende drei Bereiche:

[u]1. HD-Videoformate[/u] HDMI 1.4a nimmt sich hochauflösender Videos noch gewissenhafter an als bisherige HDMI-Versionen - etwa durch die Unterstützung aller aktuellen 3D-Verfahren von Blu-ray Disc und in der digitalen TV-Technik.

Oder durch die Aufnahme zusätzlicher Farbräume wie Adobe RGB oder YCC601 in die Bild-Varianten, um Fotos aus Digitalkameras in bester Qualität zu übertragen. Die unterstützten HD-Auflösungen wurden obendrein bis zur 4K-Kinoqualität mit satten 8,8 Megapixeln pro Einzelbild erweitert.

[u]2. Audio in zwei Richtungen[/u] Der "Audio-Return-Channel" leitet Tonsignale in Dolby Digital, DTS oder PCM Stereo von einem TV-Gerät mit HDTV-Tuner zurück zum AV-Receiver. Das spart ein zusätzliches Audiokabel vom TV zum Receiver sowie dort einen TV-Audio-Eingang - sofern beide Geräte diese Funktion unterstützen.

[u]3. Netzwerke[/u] Neben Bild, Ton und CEC-Gerätesteuerung soll HDMI 1.4a auch Nutzdaten von Gerät zu Gerät schicken. Fernseher, AV-Receiver und Blu-ray-Player können sich so einen Netzwerk-Anschluss teilen.

Hängt etwa der Fernseher per LAN-Kabel am Internet, dann können auch die beiden anderen Geräte via HDMI-Ethernet-Channel (HEC) auf Daten aus dem Internet zugreifen. Das Ganze funktioniert - wie bei HDMI üblich - optional. Nicht jedes Gerät muss jedes HDMI-1.4a-Feature unterstützen.

3D ist die Zukunft - aber ist es auch HDMI 1.4a zukunftssicher?

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