Handy langsam?

9 Tipps, die Android-Smartphones wieder schneller machen

Fast jedes Android-Smartphone wird mit der Zeit langsam. Doch kein Problem - mit unseren 9 Tuning-Tipps machen Sie Ihr Handy wieder schneller.

  1. 9 Tipps, die Android-Smartphones wieder schneller machen
  2. Android-Smartphone schneller machen: Tipps 6-9
Smartphone-Tuning (Symbolbild)

© ra2 studio - fotolia.com

Vom Samsung Galaxy S5 bis zum Sony Xperia Z3: Auch ehemalige Smartphone-Flaggschiffe können mit der Zeit langsam werden. Mit einigen Tricks laufen sie jedoch wieder flüssiger.

Dass ein Handy langsam wird, ist nicht ungewöhnlich. Ob Samsung Galaxy vom S3 bis zum S5, HTC One oder Sony Xperia Z3 - nahezu jeder Besitzer eines etwas älteren Android-Smartphones dürfte aufgefallen sein, dass das Handy im Laufe der Zeit immer träger reagiert. Eingaben werden verzögert übertragen, Apps lassen sich beim Starten viel Zeit und ab und an kommt es sogar zu Abstürzen. Abhilfe gegen das langsame Android-Handy schaffen hier - wie auch bei Windows-PCs - Tuning-Maßnahmen. Wir zeigen Ihnen, welche Kniffe in der Praxis tatsächlich einen spürbaren Leistungsgewinn bringen.

Nicht vergessen: Angesichts der zahlreichen Android-Versionen, die auf Smartphones und Tablets laufen, und der Tatsache, dass jeder Hersteller das Betriebssystem um eigene Apps, Dienste und Funktionen erweitert, kann es sein, dass nicht alle in diesem Beitrag vorgestellten Tipps auf allen Geräten den gewünschten Effekt erzielen. Zudem können die Bezeichnungen der einzelnen Menüs voneinander abweichen.

1. Überflüssige Apps deinstallieren

Keine Frage: Einer der Hauptgründe, der für die Nutzung eines Android-Handys spricht, ist die Vielzahl der Apps, die oftmals kostenlos im Google Play Store zur Auswahl stehen. Allerdings verführt diese enorme Vielfalt den einen oder anderen Anwender dazu, Dutzende zu installieren. Die Folge: Das Android-Smartphone kann langsam werden. Um diesem Leistungsverlust vorzubeugen, sollten Sie in regelmäßigen Abständen überprüfen, welche Apps Sie überhaupt nutzen. Alle anderen putzen Sie gnadenlos von der Speicherkarte.

So geht's: Wechseln Sie zu den Einstellungen und tippen Sie unter Gerät auf Anwendungs-Manager, um die Liste der installierten Apps zu öffnen. In dieser Aufstellung entdecken Sie mit Sicherheit die eine oder andere, die Sie in den letzten Wochen nicht ein einziges Mal gestartet haben. Wischen Sie nach links, um die Liste der gerade laufenden Apps zu öffnen.

Android App Speicher

© Screenshot/PC Magazin

Während aktuelle Android-Smartphones - hier das Nexus 6 - über genügend Arbeitsspeicher verfügen, kann bei älteren Handys schnell der RAM ausgelastet sein.

Wichtig sind hier die Angaben zur RAM-Auslastung, da der Arbeitsspeicher direkte Auswirkungen auf die Performance des Geräts hat. Um eine App zu löschen, wechseln Sie zurück zum Bereich Installierte Apps und tippen den Eintrag an. Im folgenden Dialog entscheiden Sie sich für Deinstallieren und bestätigen die Nachfrage mit OK.

Auf ungerooteten Geräten lassen sich systemeigene Apps und Dienste nicht deinstallieren. So besteht auch kein Risiko, eine wichtige Komponente vom Smartphone oder Tablet zu putzen.

2. App-Zwischenspeicher leeren

Alle gestarteten Android-Apps legen Daten im Zwischenspeicher ab. Im Laufe der Zeit wird dieser Cache immer voller, was sich negativ auf die Gesamtperformance auswirkt. Abhilfe schafft manuelles Löschen. Dazu stehen Ihnen zwei Wege offen. Möchten Sie gezielt die zwischengespeicherten Daten ausgewählter Apps aus dem Cache entfernen, gehen Sie so vor, wie im Abschnitt Überflüssige Apps deinstallieren beschrieben. Tippen Sie in der Liste der installierten Apps auf den gewünschten Eintrag.

Im folgenden Dialog ist unter Cache aufgeführt, wie viel Speicher die App belegt. Über Cache leeren können Sie die Daten löschen. Aktuellere Android-Versionen sind mit einer Funktion ausgestattet, mit deren Hilfe Sie den kompletten Inhalt des Zwischenspeichers in einem Rutsch löschen. Wählen Sie in den Einstellungen: Gerät/Speicher/Daten im Cache.

3. Keine Widgets und Live-Hintergründe

Schön und praktisch sind sie, daran besteht kein Zweifel. Allerdings sollten Sie sich die Frage stellen, ob Sie wirklich jedes Widget des Startbildschirms auch tatsächlich benötigen. Denn je größer die Anzahl der aktiven Widgets, desto langsamer wird das Gerät. Das Entfernen ist einfach: Sie tippen das Element an, halten es einige Sekunden lang gedrückt, ziehen es in Richtung des oberen Bildschirmrands und lassen es über dem Papierkorb-Icon los. Auf einigen Geräten ist statt dieses Icons der Befehl Entfernen zu sehen.

Lesetipp: Android-Launcher im Vergleich

Nicht ganz so gravierende Auswirkungen auf die Leistung des Geräts haben Live-Hintergründe. Da aber in Sachen Tuning jedes Prozent an Leistungszugewinn zählt, sollten sich Anwender, die keine Kompromisse eingehen wollen, für einen statischen Hintergrund entscheiden. Dazu tippen Sie einige Sekunden lang auf eine freie Stelle des Startbildschirms. Im daraufhin angezeigten Menü entscheiden Sie sich für Hintergrundbild festlegen oder Hintergrund-Bilder. Funktioniert dies auf Ihrem Gerät nicht, öffnen Sie Einstellungen/Personalisieren/Hintergrundbild. Anschließend entscheiden Sie sich für eine der angebotenen Hintergrundgrafiken.

Netter Nebeneffekt: Übermäßig viele Widgets und Live-Hintergründe wirken sich nicht nur negativ auf die Systemleistung aus. Auch der Akku wird über Gebühr belastet, sodass Sie durch diesen Tipp auch die Akkulaufzeit erhöhen.

4. Aktualisierungen einspielen

Nicht nur Windows und Mac erhalten in regelmäßigen Abständen große Updates, die bekannte Fehler ausmerzen und den Funktionsumfang erweitern. Auch die Hersteller von Android-Geräten stellen solche Aktualisierungen zur Verfügung. Es ist ratsam, diese Updates gleich nach der Veröffentlichung einzuspielen. Kompliziert ist das nicht, da Android über eine integrierte Updatefunktion verfügt.

Info zu Gerät

© Weka/ Archiv

Durch das Flashen eines alternativen Kernels lässt sich die Performance auf gerooteten Geräten deutlich erhöhen.

In den Einstellungen wählen Sie Info zu Gerät und tippen auf Software-Update. Im folgenden Dialog entscheiden Sie sich für Aktualisieren. Steht ein Update zur Verfügung, spielen Sie es sofort ein. Viele Geräte, die mit einer aktuelleren Android-Version ausgestattet sind, verfügen über eine automatische Update-Funktion. Steht eine Aktualisierung bereit, werden Sie durch eine Einblendung darauf aufmerksam gemacht. Das Antippen dieser Meldung genügt, um das Update herunterzuladen und einzuspielen.

5. Gerät auf Werkszustand zurücksetzen

Führen unsere Tuning-Tipps nicht zum gewünschten Erfolg, sollten Sie in Erwägung ziehen, das Gerät in den Auslieferungszustand zurückzusetzen. Der Vorteil: Ihr Smartphone oder Tablet ist wieder so schnell wie am ersten Tag. Allerdings hat diese radikale Variante auch einen gehörigen Nachteil: Sie müssen alle Daten, die Sie keinesfalls verlieren wollen, sichern. Dazu gehören etwa gesendete und empfangene SMS-Nachrichten, Anruflisten und Speicherstände von Spielen. Keine Sorgen müssen Sie sich hingegen um Ihre Kontakte machen, da sie nicht nur lokal gespeichert werden. Zur Sicherung der Daten können Sie die PC-Software, die zum Lieferumfang Ihres Geräts gehört, einsetzen.

Lesetipp: Android Apps auf Windows nutzen

Ebenfalls gute Dienste leistet hier auch MyPhone Explorer, da das kostenlose Tool Funktionen umfasst, mit deren Hilfe Sie die wichtigsten Elemente auf Ihrem Computer sichern können. Dazu gehören unter anderem die bereits angesprochenen SMS-Nachrichten und Anruflisten. Schließen Sie Ihr Gerät per USB-Kabel am PC an und wählen Sie Datei und Verbinden. Markieren Sie Handy mit Google Android- Betriebssystem und USB Kabel und klicken Sie auf OK. Bestätigen Sie mit Weiter, legen Sie einen Gerätenamen fest und klicken Sie auf OK. Anschließend lädt die Software alle Informationen von Ihrem Gerät und zeigt sie an. Über die in der linken Spalte untergebrachten Befehle greifen Sie dann auf Ihre SMS-Nachrichten und Anruflisten zu.

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