Gewusst wie: Festplatte raus, schnelle SSD rein

Beim Notebook SSD-Festplatte einbauen - so geht's

Wenn Ihr Notebook nicht schnell genug sein kann und Sie das Gerät zudem oft mobil nutzen, sollten Sie über die Anschaffung einer Solid- State-Festplatte nachdenken.

  1. Beim Notebook SSD-Festplatte einbauen - so geht's
  2. Datenumzug
  3. Vorteile - und Probleme
So tauschen Sie beim Notebook eine SSD anstelle der Festplatte ein

© Archiv

Die SSD ist in wenigen Sekunden aus dem externen Gehäuse ausgebaut. Festschrauben müssen Sie die Platte für den Kurzeinsatz nicht.

1. Die Grundlagen: Vor- und Nachteile der SSD

Zugegeben: Wirklich billig sind Flash-basierte Solid- State-Festplatte zwar noch nicht, aber die Preise pendeln sich so langsam in einem Niveau ein, bei dem sich zumindest das Nachdenken schon mal lohnt. Denn die robusten Platten haben gegenüber den im Normalfall im Notebook verbauten konventionellen Festplatten einige handfeste Vorteile. Da wären zunächst die wesentlich höheren Geschwindigkeiten der SSDs zu nennen, die zu deutlich kürzeren Bootzeiten und einer spürbar höheren Arbeitsgeschwindigkeit führen. Je nach Qualität und Geschwindigkeit der eingebauten Festplatte und der neuen SSD sind Geschwindigkeitszuwächse von 20% und mehr keine Seltenheit.Der zweite große Vorteile von Solid-State-Platten ist der niedrigere Stromverbrauch, der sich natürlich besonders beim mobilen Einsatz bemerkbar macht. Herkömmliche Festplatten befinden sich nahezu ständig in Rotation, verbrauchen dabei Strom und erzeugen je nach Rotationsgeschwindigkeit mehr oder weniger unangenehme Abwärme. Anders die Solid-State-Platte: Diese verbrauchen nur dann Strom, wenn tatsächlich Daten gelesen oder geschrieben werden.

Drittens sind Solid-State-Platten wesentlich robuster als herkömmliche Festplatten, da sie keinerlei bewegliche Teile besitzen. Fällt das Notebook herunter ist also eher das Display defekt als die Speicherplatte. Zwar ist auch das sehr ärgerlich, aber immerhin verliert man das wertvollste Gut nicht: die eigenen Daten. Diese Vorteile muss man allerdings noch immer recht teuer erkaufen. Große Solid-State-Platten mit Kapazitäten von 128 oder gar 256 GByte Kapazität kosten irgendwo zwischen 300 und 600 Euro und damit fast so viel wie ein preiswertes Notebook. Wer allerdings ein teures Notebook besitzt und dieses Gerät hauptsächlich geschäftlich unterwegs nutzt, für den lohnt die Anschaffung mit einiger Sicherheit. Preiswerter sind natürlich die kleineren Platten mit Kapazitäten von 32, 40, 64 oder 80 GByte. Hier kann man bereits unter 100 Euro einsteigen und von den Vorteilen der SSD profitieren. Zwar ist der Speicherplatz recht begrenzt, doch wer nur das Betriebssystem, Office und einige andere Programme installiert sowie auf Musik- oder gar Filmsammlungen verzichtet, für den reicht der Platz sicher aus.Zudem wäre es möglich, die Solid-State-Platte nur für den Außeneinsatz zu verwenden, also zum Beispiel auf einer Geschäfts- oder Urlaubsreise, während der das Notebook besonders gefordert wird. Der Austausch einer Notebook-Platte ist je nach Gerät in sehr kurzer bis kurzer Zeit erledigt und erfordert keinerlei technische Vorkenntnisse. Wir erklären Ihnen im Folgenden, wie Sie genau vorgehen, um Ihre herkömmliche Platte durch eine Solid-State-Platte zu ersetzen.

2. Welche Platte sollten Sie für Ihr Notebook auswählen?

So tauschen Sie beim Notebook eine SSD anstelle der Festplatte ein

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Eine Festplatte hat im Vergleich zur SSD bewegliche Teile und ist nicht so robust.

Zunächst einmal müssen Sie herausbekommen, welche Festplatte in Ihrem Notebook installiert ist und welchen Anschluss sie besitzt. Bei Notebooks neueren Datums kommen ausschließlich Festplatten mit dem modernen SATA-Anschluss zum Einsatz, ältere Geräte besitzen noch IDE-Platten. Für die Überprüfung Ihrer Festplatte installieren Sie das Programm Everest Home, das Sie unter www.magnus.de finden. Das Programm zeigt über "Menü/Datenträger/ATA" an, wie schnell sich Ihre Festplatte dreht (Rotationsgeschwindigkeit), welche Bauform (2,5 Zoll) und welche Schnittstelle (IDE oder SATA) zum Einsatz kommen. Mit diesen Daten gehen Sie ans Werk und kaufen sich eine Solid-State-Platte. Kostenpunkt beispielsweise für eine schnelle Kingston SSDNow V+ mit 64 GByte: etwa 135 Euro. Für die ältere IDE-Schnittstelle gibt es Solid-State-Platten mit 64 GByte beispielsweise von Super Talent zum Preis von knapp 200 Euro. Im Vergleich zu einer alten Platte mit 4.200 Umdrehungen ist die Geschwindigkeitssteigerung im Normalfall deutlich spürbar. Die schnellste momentan verfügbare Solid-State-Platte kommt übrigens vom Hersteller OCZ. Die Vertex mit 120 GByte ist im Internet zu Preisen ab 350 Euro zu bekommen. Andere empfehlenswerte SSDs sind unter anderem die Agility von OCZ, die Falcon von Gskill oder die 256-GByte-Platte von Samsung. Für diesen Einbauworkshop verwenden wir die SSDNow der V-Serie des Herstellers Kingston.

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Zum Lieferumfang der SSDNow von Kingston gehört auch ein externes Gehäuse.

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