Weg weisende Telefone

Grundlagen: Navigation mit dem Handy

Handys sind nicht nur zum Telefonieren da. Man kann mit ihnen fotografieren und kleine Videoclips aufnehmen, Musik hören, E-Mails empfangen - und sich den kürzesten Weg von A nach B weisen lassen.

Grundlagen: Navigation mit dem Handy

© Udo Harbers

Grundlagen: Navigation mit dem Handy

Für viele ist das Handy als digitaler Wegweiser noch Science-Fiction. Dabei lassen sich die meisten modernen Mobiltelefone schon jetzt zu einem Navigationsgerät aufrüsten. Dazu reicht es, eine Software zu installieren und einen GPS-Empfänger anzuschließen.

Dann leiten Handys den Benutzer durch gesprochene Fahranweisungen, Richtungspfeile und sogar mit Karten, die für kleine Displays optimiert sind. Sie kennen die Adressen von Restaurants, Tankstellen, Kinos und vielen weiteren Einrichtungen - und wissen den Weg dorthin. Sie lassen sich im Auto einsetzen, aber auch beim Spaziergang durch die Fußgängerzone in einer fremden Stadt.

Für ein Viertel der Kunden in Deutschland, die sich bereits für eine mobile Navigationslösung entschieden haben, ist die Navigation auf dem Handy keine Zukunftsfantasie mehr. Nach Angaben der Marktforscher von Canalys hat sich der Absatz handyfähiger Navigationssysteme Ende letzten Jahres fast verdreifacht. Auch europaweit wuchs der Anteil von verkauften Handy-Navigationssystemen um 68,7 Prozent, während der Marktanteil von Pocket-PC-Systemen im letzten Jahr von 64,3 auf 18,6 Prozent abrutschte. Es spricht also einiges dafür, dass Handys im Navigationsmarkt den Pocket PCs den Rang ablaufen.

Alles an Bord

Wer vor der Entscheidung für ein Handy- Navigationssystem steht, muss sich zunächst entscheiden, ob er die Navigations-Software und die Karten kaufen und auf seinem Handy speichern oder ob er die gesuchte Route von Mal zu Mal im Internet berechnen lassen will. Im Fachjargon nennen sich die beiden Lösungen Onboard- und Offboard-Systeme.

Bei Onboard-Systemen hat der Benutzer neben der Software auch das gesamte Kartenmaterial "an Bord". Dazu stellen einige Multimedia- Handys ihren internen Speicher zur Verfügung, der aber mindestens 256 MByte groß sein sollte. In der Regel befindet sich die komplette Applikation jedoch auf einer Speicherkarte im Micro-SD-Format. Eine Schnittstelle für Speicherkarten ist also eine Voraussetzung für die Onboard- Navigation. Moderne Handys, die eine gute Kamera integriert haben und als MP3- Player genutzt werden, besitzen meist eine solche Schnittstelle.

Für Deutschland genügen SD-Karten mit 256 MByte, europäische Regionen liefert zum Beispiel Route 66 auf 512-MByte-Karten. Einzelne Länder oder Regionen wie die Alpen, Skandinavien, Benelux etc. können hinzugekauft werden.

Navigon liefert eine DVD mit allen europäischen Staaten sowie Nordamerika und den Golfstaaten. Möchte der Kunde von Navigon neben seinen Deutschlandkarten auch Frankreich oder Spanien/Portugal nutzen, kann er die Daten sofort installieren, muss sie aber kostenpflichtig freischalten lassen. Dafür werden 129 Euro (einzelne Länder) bis 299 Euro (Europa) fällig.

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