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15. Oktober 2011
Hausmannskost: Grundlagen Heimvernetzung Bild vergrößern 937 698 http://img3.magnus.de/image-r937x698-C-fc677837-48872039.jpg © PC Magazin
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Hausmannskost

Grundlagen Heimvernetzung

Wozu im Zeitalter des WLANs noch großartig über Vernetzung reden? Nun, dafür gibt es gute Gründe – nicht zuletzt, weil die drahtlose Datenübertragung sehr schnell an ihre Grenzen stößt. Schnelle und übertragungsichere Alternativen zeigt der folgende Beitrag.

Den Nutzen eines Netzwerks im privaten Haushalt oder kleinen Büroumgebungen dürfte inzwischen wohl kaum noch jemand in Frage stellen. Die Zeiten, in denen ein einsamer Desktop-PC als einziges Datenverarbeitungsgerät am Schreibtisch logierte, sind längst vorbei.

In einem modernen Haushalt wollen PCs, Notebooks und Drucker ebenso ins Netz genommen werden wie Handys und Unterhaltungselektronik. Denn inzwischen kann jeder moderne Fernseher, jede Settopbox und natürlich jeder Media-Client am Datenverkehr teilhaben. Zudem erfreuen sich zentrale Datenspeicher in Form eines Homeservers oder eines NAS-Systems wachsender Beliebtheit.


Wellenreiter

Die übliche Minimalausstattung – bestehend aus einem WLAN-Router – kommt da recht schnell an ihre Grenzen. In der Regel bieten WLAN-Router neben dem drahtlosen Zugang zwei bis vier Ethernet-Anschlüsse, die jedoch oftmals nur mit 100 MBit/s arbeiten.

Für den Internetzugang ist das allemal ausreichend, für den schnellen Datentransfer – z.B. von einem Rechner zu einer NAS – ist das jedoch ein Flaschenhals. Wenn Sie in den Genuß des vollen GBit-Ethernet-Tempos kommen wollen, sollten Sie zusätzlichen einen GBit-Ethernet-Switch anschaffen. Einfacher GBit-Switches mit 8-Anschlüssen (Ports) gibt es ab 25 Euro.

Bummelstreik


Bild vergrößern 937 392 http://img1.magnus.de/image-r937x392-C-d7f5ee7e-49476593.jpg Der DSL-Provider legt den Telefon- und Internetanschluss an die TEA-Dose. Danach trennt der Line-Splitter DSL und Telefon. © PC Magazin
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Der DSL-Provider legt den Telefon- und Internetanschluss an die TEA-Dose. Danach trennt der Line-Splitter DSL und Telefon.

In punkto schneller Datenübertragung ist die drahtlose Verbindung via WLAN nur die zweite Wahl. Selbst ein schnelles 802.11n-Netz mit nominell 300 oder gar 450 MBit/s erreicht nach ein paar Wänden nur mehr Bummeltempo. Wer mit WLAN halbwegs erträgliche Übertragungsraten erreichen will, muss einen möglichst zentralen Aufstellort für den WLAN-Router bzw. Access-Point wählen. Doch hier beginnt in vielen Haushalten bereits das Drama.

Denn nicht selten findet der Router, schlicht aus pragmatischen Gründen, sein finales Plätzchen in unmittelbarer Nähe der TAE-Dose – schlimmstenfalls im Keller. Halbwegs flott ist WLAN jedoch nur bei direkter Sichtverbindung. Jedes Hindernis dämpft die Funkwellen und senkt somit die Übertragungsrate.

Während die hochfrequenten WLAN-Funkwellen Gips- oder Ziegelwände noch einigermaßen durchdringen, stellt eine Stahlbetondecke bereits ein ernst zu nehmenden Hindernis dar. Wenn überhaupt noch Netz-Kontakt zustande kommt, dann ist dieser langsam und unzuverlässig.

Entsprechend kann es es bereits schwierig werden, mit einem WLAN-Router eine größere 3-Zimmer-Wohnung voll abzudecken – von einem Einfamilienhaus ganz zu schweigen. Die Industrie bietet Lösungen, die Reichweite eines drahtlosen Netzwerkes zu erhöhen. Gerne genannt werden hier Richtantennen, deren Wirkung in Innenräumen jedoch nach unserer Erfahrung eher bescheiden ausfällt. Durchaus wirkungsvoll sind WLAN-Repeater.

Allerdings halbiert sich dadurch die ohnehin nicht gerade üppige Übertragungsrate. So praktisch WLAN für mobile Gerät auch ist, so schwierig kann es werden, stationäre Geräte ohne WLAN-Konnektivität ins Netz zu bringen. Drucker, Settopboxen oder Media-Clients wollen in aller Regel einen Anschluss via Ethernet. Hier helfen Lösungen wie WLAN-Bridges oder WLAN-Printserver.

PowerLAN – das Netz-Netz


Bild vergrößern 692 580 http://img3.magnus.de/image-r692x580-C-2bb0e1c3-49476596.jpg Sockelleistenkanäle erlauben es Netzwerkkabel zu kaschieren. Ganz billig sind sie nicht. © PC Magazin
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Sockelleistenkanäle erlauben es Netzwerkkabel zu kaschieren. Ganz billig sind sie nicht.

Schon seit Längerem erfreut sich die Vernetzung via 230-Volt-Hauselektrik wachsender Beliebtheit. Dazu wird ein PowerLAN-Adapter in die Steckdose gesteckt und per Ethernet mit dem Router verbunden. Ein zweiter Adapter steckt in der Nähe der Gegenstelle (Rechner, Drucker, Settopbox) in der Steckdose und findet seinerseits per Ethernet Anschluss an das entsprechende Gerät.

Die Verbindung zwischen den Adaptern übernehmen die kupfernen Stromkabel in der Wand. Die hierzulande angebotenen Adapter entsprechen dem Homeplug-AV-Standard, der eine Bruttoübertragung von 200 MBit/s verspricht. Seit Kurzem sind auch schnellere Adapter mit 500 MBit/s (nach IEEE 1902) im Handel, die zum "alten" 200 MBit/s-Homeplug abwärts kompatibel sind.

Auch wenn (Homeplug-)Adapter verschiedener Hersteller und Geschwindigkeitsklassen prinzipiell untereinader mischbar sind, zeigt die praktische Erfahrung, dass man sich am besten mit einem Hersteller und einer Speedklasse begnügt.

Im Gegensatz zu WLAN stört sich PowerLAN weder an Wänden noch an Betondecken. Allerdings können Phasensprünge und Störquellen im Stromnetz der Übertragung zu schaffen machen. Selbst unter Idealbedingungen werden die auf der Packung versprochenen Übertragungsraten nur ansatzweise erreichbar.

Entsprechend gilt für PowerLAN das Gleiche wie für WLAN: Internet-Surfen und gemäßigte Multimedianwendungen sind kein Problem, große Datenkopier-Orgien oder das Streamen von HDTV-Videos sind eher problematisch.


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