Hardware kaufen, aber richtig

Große Kaufberatung

Dieser Artikel möchte Sie für Ihren nächsten Hardware-Einkauf fit machen. Fragen oder fahnden Sie gezielt nach wichtigen technischen Parametern sowie Funktionen und fallen Sie nicht auf vermeintlich technische Superlativen herein. Wir haben Ihnen für die meist verkauften Produktgruppen eine Art Leitfaden zusammengestellt, der Sie vor Fehlkäufen bewahren kann.

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Lassen Sie sich keine Märchen erzählen. Unsere Kaufberatung hilft Ihnen sicherer beim Kauf von Hardware zu sein.

Hat man sich gerade an das neue 16:9-Bildformat gewöhnt, muss man sich ein Jahr später mit Begriffen wie FullHD, HDready, Progressiv und Interlace auskennen. Immer mehr Kunden zucken nur noch mit den Schultern und sind auf fachkundige Hilfe angewiesen und nicht selten marktschreierischen Versprechen ausgeliefert. Geht man heutzutage unvorbereitet zum Technik-Kauf, ist man in den meisten Fällen verraten und verkauft. Hersteller und Handel arbeiten leider in den meisten Fällen nur nach kaufmännischen Gesichtspunkten. Ob gut oder schlecht - alles muss raus.

Deshalb ist es wichtig, als vorinformierter Kunde aufzutreten. Sehr schnell werden Sie erkennen, ob Ihnen ein ehrlicher, sachkundiger Fachverkäufer gegenüber steht oder ob sich das Verkaufspersonal aus Crash-Kurs geschulten, nur verkaufsorientierten Kräften zusammensetzt. Damit Sie als magnus.de-Leser ein Fachgespräch nicht scheuen müssen, ja sogar die Initiative übernehmen können, haben wir Ihnen auf den folgenden Seiten Tipps und Argumente zusammengetragen, damit der nächste Gang zum IT-Markt auch den erhofften Erfolg bringt.

Aus dem großen Angebot von IT-Produkten möchten wir Sie beim Kauf von Hauptprodukten wie von Digitalkameras, Monitoren, Notebooks, Komplettsystemen und Druckern unterstützen. Wir zeigen Ihnen, was bei den jeweiligen Geräteklassen zu hinterfragen ist und welche Hersteller- oder Händlerangaben mit Vorsicht zu genießen sind. Denn oft verbergen sich hinter Super-Duper-Sonderangeboten Auslaufmodelle mit veralteten Komponenten und Funktionen, die nicht mehr dem aktuellsten Stand entsprechen. Bei der IT-Technik gibt es immer kürzere Entwicklungszeiten, da sollte ein neues Gerät nicht schon alt sein.

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Bitte zur Sache, Schätzchen

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Digitalkamera - Die richtige Wahl

Bei Digitalkameras gibt es große Preisunterschiede. Auch die Ausstattung und die Qualität der Aufnahmen weisen erhebliche Unterschiede auf. Darauf sollten Sie beim Kamerakauf achten.

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Digitalkameras

Der Verkaufs-Boom von Digitalkameras ist ungebrochen. Sie sind handlich, in der Regel einfach zu bedienen und das Ergebnis kann man sofort auf einem Vorschaumonitor betrachten. Die Bilder lassen sich ohne Aufwand löschen oder auf vielen Wegen zu Papier bringen sowie elektronisch archivieren. Allerdings ist auch in meinem privaten Umfeld zu beobachten, dass dem anfänglichen Spaß, eine Ernüchterungsphase folgt. Die hohe Erwartungshaltung, teils von den Medien oder von den Herstellern und dem Handel aufgebaut, lässt sich mit vielen Modellen in der Praxis nur zum Teil oder manchmal auch überhaupt nicht erfüllen. Lassen Sie deshalb erst einmal den oft verführerischen Preis außen vor und planen Sie den Kamerakauf "generalstabsmäßig".

Den Kamerakauf planen

Bevor Sie sich über den Fachhandel, dem IT-Markt oder dem Internet eine Digitalkamera zulegen, sollten Sie sich über deren spätere Verwendung und über die Fähigkeit des Benutzers im Klaren sein. Es gibt stylische, fast vollautomatische Modelle, kompakte Kameras für den Familienalltag mit manuellen und automatischen Funktionen sowie Geräte für den ambitionierten Hobbyfotografen mit vielen manuellen Funktionen und Einstellmöglichkeiten.

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Mit einer Bridge- oder Superzoomkamera lassen sich auch weit entfernte Motive ablichten

Für den alltäglichen Gebrauch ist die kompakte Kameraklasse ausreichend. Die Kameras sind klein, handlich und in der Regel einfach zu bedienen. Aufgrund der kleinen Objektive wird für die Aufnahmen allerdings ein gutes Umgebungslicht benötigt, bei wenig Licht erhöht sich das Bildrauschen oft sehr rapide.

Eine Klasse höher sind die sogenannten Superzoom- Kameras anzusiedeln. Diese Kameras haben schon die griffige, aber etwas klobige Form einer Spiegelreflexkamera. Sie arbeiten mit einem fest integrierten Objektiv. Mit vielen manuellen Einstellmöglichkeiten kann der Fotograf seine Aufnahmen gestalten. Ein großes, lichtstarkes Objektiv ermöglicht es, auch Objekte in weiter Entfernung abzulichten. Im Vergleich zur Kompaktklasse lassen das große Objektiv und der größere Bildsensor auch Aufnahmen bei ungünstigen Lichtverhältnissen zu. Die Oberklasse bei den digitalen Kameras sind die digitalen Spiegelreflexkameras (dSLR). Hier ist durch wechselbare Objektive, umfangreiches Zubehör und viele manuelle Einstellfunktionen eine fast unbegrenzte Bildgestaltung möglich. Allerdings erfordert die Bedienung einer so komplexen Kamera einige Vorkenntnisse.

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Die Bedienung einer digitalen Spiegelreflexkamera erfordert einige Vorkenntnisse

Für eine gute Kompaktkamera sollten Sie je nach Ausstattung 150 bis 300 Euro einplanen. Die Preise für die Superzoomer bewegen sich zwischen 300 und 500 Euro. Spiegelreflexkameras mit Grundobjektiv sind je nach Modell ab zirka 500 Euro (nach oben offen) zu haben, da auch Zusatzobjektive ab etwa 300 Euro zu Buche schlagen.

Wichtige und unwichtige Fakten

Vor einem Kamerakauf ist es unbedingt notwendig, das Modell einmal in die Hand zu nehmen, um deren Haptik und Griffigkeit zu erkunden. Bei Kameras, die sich aufgrund der Bauweise nur noch mit den Fingerspitzen halten lassen, hat man oft Schwierigkeiten ein Motiv verwacklungsfrei abzulichten. Die Bedienknöpfe am Gehäuse sollten gut erreichbar und ausreichend groß sein. Wichtig sind spürbare Druck- oder Rasterpunkte. Das Zoom sollte eine flüssige Steuerung erlauben. Stotternde Zoomfahrten machen es schwer, gute Einstellungen zu finden.

Das bringt keine Verbesserung

Digitale Erweiterungen, insbesondere des Zooms und der Bildauflösung, blähen die Bilder nur künstlich auf, was dem Bild mehr schadet als hilft. Bildpunkte werden künstlich hinzugefügt oder große Zooms mit rechnerisch manipulierten Bildausschnitten vorgegaukelt. Wichtig ist die effektive Auflösung und das optische Zoom. Je größer diese beiden Angaben sind, desto besser. Achten Sie darauf, dass das Stativgewinde an der Unterseite mittig sitzt und entweder aus Metall oder direkt ins Gehäuse geschnitten ist. Plastikeinsätze brechen sehr oft aus.

Wir haben Ihnen die wichtigsten Kriterien für den Kauf einer alltagstauglichen, kompakten Digitalkamera zum Ausschneiden aufgelistet.

Auflösung: effektive Auflösung ab 4 Megapixeln, interpolierte Auflösungen sind nicht wichtig
Zoom: optisches Zoom ab 3-fach, digitales Zoom nicht relevant
Objektiv: Brennweitenbereich von mindestens 38 bis 114 mm einer 35 mm Kleinbildkamera
Speichermedium: CF-/SD-/SDHC-Karte, Memory Stick oder xD-Karte mindestens 1 GByte, optional interner Speicher (zum Ausprobieren oder für ein paar Bilder, wenn die Speicherkarte voll ist)
Dateiformat: JPEGSchnittstellen: USB 2.0, TV-Anschluss, PictBridge-Kompatibilität
Belichtung: Automatik und einige Motivprogramme
manuelle Einstellungen: Lichtempfindlichkeit (ISO), Weißabgleich (automatisch, manuell), Belichtungsabgleich (EV von -2 bis +2 in 1/3-Schritten), Kompression oder Bildgröße (hoch, normal, minimal), Auflösung: mehrere Schritte von maximal (volle effektive Auflösung) bis minimal 640 x 480 Bildpunkten
Blitz: Automatik, An, Aus, Rote-Augen-Vorblitz, Langzeitsynchronisation (für Nachtaufnahmen)
Gehäuse: griffig (Haptik am Gerät testen), Stativgewinde aus Metall (Plastikgewinde brechen oft aus)
Bedienelemente: sollen bequem erreichbar sein sowie gute Druck- oder Rasterpunkte bieten
Sucher/Vorschau: mind. 2,5-Zoll-Display, optimal zusätzl. optischer Sucher

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