Daten versenden im Internet

Große Daten senden im Web mit Web- und Server-Diensten

Filme, Fotoserien, Programmpakete oder DVDs zu versenden, sprengt die Kapazitäten einer E-Mail bei Weitem. Doch viele Web- und Server-Dienste bieten sich hier als praktische Alternative an.

  1. Große Daten senden im Web mit Web- und Server-Diensten
  2. Tauschen im Web 2.0
  3. Tauschbörsen
Großer Datenversand im Web in Bildern

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Großer Datenversand im Web in Bildern

Nach einer ereignisreichen Ferienwoche mit ihrer Tochter kehrt Edith aus dem Urlaub zurück, bereichert mit bunten Erinnerungen und 500 MByte nicht weniger bunten Fotos von Kind, Strand und Altstadt. Nun möchte sie der Welt ihre Werke vorzeigen, den Großeltern, den Freunden und den anderen Teilnehmern der Reisegruppe. Doch was soll sie tun? Zwanzig DVDs brennen und per Post verschicken? Oder 300 EMails versenden, pro Mail ein Bild?Nicht nur Edith hat dieses Problem, sondern jeder, der große Datenmengen tauschen möchte, Bildersammlungen, Filme, DVDs, Programm-Pakete oder ein Musikalbum. Die moderne Multimediawelt überfordert das buchstabenorientierte Mailsystem komplett. Dabei wachsen die Datengrößen permanent exponentiell, siehe die Tabelle zur Entwicklung der Festplattengrößen.

Serverlösungen

Die einfachste Lösung bietet sich Inhabern von Webspace an, denn sie können die Daten einfach auf den Server stellen und den entsprechenden Link per Mail versenden. Oft enthalten Internet- oder E-Mail-Zugänge bereits ein paar Megabyte an Platz für die eigene Homepage, den der Besitzer für den Datentausch zweckentfremden kann. Bei 1&1 DSL sind es derzeit 100 MByte, bei GMX Free-Mail sogar 1 GByte im Media Center.

Besitzer von Webspace bei T-Online erhalten neuerdings sogar einen speziellen Dienst für den Datentausch: Webshare, der den Upload beliebig großer Dateien zulässt, sofern sie nicht die Grenzen des gebuchten Pakets sprengen. Der Dienst erzeugt einen Download-Link für die Daten und sichert den Tausch auf Wunsch mit einem Passwort ab. Der Download- Bereich lässt sich sogar ans Design der eigenen Homepage anpassen.

Wer keinen Webspace besitzt, kann kostenlos und kurzfristig einen so genannten One-Klick-Hoster wie Rapidshare () einsetzen. Dort lädt er Dateien bis zu 200 MByte hoch und erhält einen Link dieser Art rapidshare.com/files/377711566/xyz.jpg.html. Den versendet er per Mail, und die Empfänger laden sich die Datei bis zu zehn Mal insgesamt herunter.

Besitzer eines Premium-Accounts, der 6,99 Euro im Monat kostet, laden Dateien bis zur Größe von zwei GByte pro Stück auf die Rapidshare-Server.

Ähnlich, aber etwas vorteilhafter, funktioniert Megaupload (www.megaupload.com), bei dem der Anwender Dateien bis zu 500 MByte und, wenn er sich kostenlos registriert, sogar bis zu zwei GByte ins Web stellen kann. Premium-Mitglieder sind bytemäßig völlig unbegrenzt, zahlen dafür aber 9,99 Euro im Monat.

Für Anwender, die öfters große Daten tauschen wollen, lohnt es sich, einen eigenen Server in Betrieb zu nehmen. Im auf diesen folgenden Artikel zeigen wir ein Beispiel mit Bittorrent. Ebenfalls sehr gängig ist FTP, für das es mit Filezilla (filezilla-project.org) einen kostenlosen und einfach zu handhabenden Server gibt.

Aus Sicherheitsgründen sollten PC-Besitzer keinen Server länger laufen lassen, als nötig. Das heißt, der Dienst sollte nicht automatisch mit Windows starten, sondern von Hand aufgerufen werden. Bei Filezilla wählt der Anwender bei der Installation also die Option Install as service, started manually.

Der Server lässt sich dann über Verwaltung/Dienste in der Systemsteuerung starten, zur Administration dient das Tool Filezilla Server Interface, mit dem der Admin Benutzer mit Passwörtern hinzufügt. Dort legt er auch fest, auf welche Verzeichnisse die Besucher zugreifen dürfen und welche Rechte sie dort haben. Dürfen sie Daten nur laden, selbst welche hochstellen oder sogar löschen?

Die zu tauschenden Daten legt der Anwender nun in dieses Benutzerverzeichnis und teilt dem Empfänger die IP-Adresse des Servers und die Kontodaten des Accounts mit, das Passwort wenn möglich nicht per E-Mail.

Der Empfänger benötigt einen FTP-Client wie beispielsweise den ebenfalls kostenlosen Filezilla Client, einen gängigen Dateimanager oder einfach den Internet-Explorer. Die URL lautet dann ftp://ip-adresse/. Nach der Eingabe öffnet sich der Passwort-Dialog.

Für den Versender der Tauschdaten hat FTP den Vorteil, dass er mit keinem Upload belastet ist. Denn der Upload zum Beispiel auf eine Online-Festplatte ist zeitaufwändig, da DSL den Download begünstigt. Bei FTP muss also nicht der Anbieter warten, bis die 5 GByte große DVD hochgeladen wurde, sondern der Empfänger wartet, bis der Download in dieser Geschwindigkeit fertig ist.

Natürlich darf der Serverbetreiber den Rechner inzwischen nicht herunterfahren. Doch auch in dem Fall, dass ein Download aus welchen Gründen auch immer abbricht, hat FTP die positive Eigenschaft, dass viele Clients einen solchen Vorgang fortsetzen können, ohne von vorne beginnen zu müssen.

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