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Green-IT in der Praxis Green-IT: Kampf gegen Stromkosten

War eine Kilowattstunde im Jahr 2000 noch für 11 Cent zu bekommen, hat sich der Preis bis zum Januar 2009 nahezu verdoppelt. Doch Strom und damit Geld zu sparen, ist zum Glück gar nicht so schwer. Wie es geht, lesen Sie hier.
Green-IT: Stromfresser entdecken, abschalten und richtig sparen

Green-IT ist kein ganz neuer Begriff. Er umschreibt grob gesagt den Versuch, in jeder Hinsicht Ressourcen-schonende Rechner, Monitore, Router oder Drucker zu bauen… kurzum, Geräte mit niedrigem Stromverbrauch, möglichst umweltschonenden Komponenten und recyclingfähigen Bauteilen. Natürlich sollte uns die Umwelt grundsätzlich nicht egal sein.

Daher ist jeder Kauf eines Rechners mit bleifrei hergestelltem Mainboard eine Investition in eine gesündere Zukunft, die sich jedoch leider nicht wirklich positiv auf unseren Geldbeutel auswirkt.

Eher ist das Gegenteil der Fall, denn nicht selten werden besonders umweltfreundliche Geräte mit einem Aufpreis versehen. Doch Green-IT ist ja zum Glück noch mehr als die Nutzung umweltfreundlicher Herstellungsverfahren, beispielsweise ohne den Einsatz von Halogen. Denn auch beim Thema Energie sparen wird einiges versprochen und getan.

Zwar verspricht die Werbung, dass sich besonders energiesparende Komponenten auf Dauer bezahlt machen, doch ist das wirklich so? Ganz oft lohnt die Anschaffung eines besonders energiesparenden und dafür auch besonders teuren Gerätes zumindest dann nicht, wenn die Ausgaben für das Gerät und die Stromkosten möglichst niedrig gehalten werden sollen. Und tatsächlich lässt sich beim richtigen Umgang mit den Elektrogeräten im Haushalt sehr viel mehr Strom und damit Geld sparen, als es bei einem Neukauf von Energiesparkomponenten möglich wäre.

Alles, was Sie benötigen, um die schlimmsten Energiefresser aufzuspüren und zu beseitigen, ist ein Strommessgerät für 15 Euro und ein wenig Zeit. Doch Sie werden sehen: Die Mühe lohnt!

So teuer ist Ihr Strom

Die Schlagzeilen wiederholen sich in regelmäßigen Abständen. Da heißt es "E.ON Bayern wird zum 1. Februar die Strompreise um 1,95 Cent je Kilowattstunde anheben" während der SWR verkündet "Auf Grund unser angestiegenen Beschaffungskosten für 2009 ist eine Preisanhebung um 6% ab 1. April nicht zu vermeiden".

Leider ist das kein Aprilscherz, sondern die bittere und zudem sehr kostspielige Wahrheit. Was bedeuten Preiserhöhungen wie diese in der Praxis?

Geht man vom Stromverbrauch einer vierköpfigen Durchschnittsfamilie aus, der etwa bei 4.000 Kilowattstunden pro Jahr liegt, sowie von einem Preis von bisher 18 Cent pro Kilowattstunde, erhöhen sich die Stromkosten pro Jahr bei E.ON Bayern von 720 Euro auf 780 Euro plus Grundgebühr. Der Preiserhöhung lässt sich zumindest teilweise mit einem Wechsel des Stromanbieters entgegenwirken.

Wer in Ihrer Region der preiswerteste Stromanbieter ist, erfahren Sie auf Preisvergleichsseiten wie beispielweise www.verivox.de.

Bis zu 210 Euro kann man im Beispielfall beim Wechsel des Stromanbieters sparen.
Bis zu 210 Euro kann man im Beispielfall beim Wechsel des Stromanbieters sparen.

Stromverschwender aufspüren

Alternativ oder zusätzlich zu den Einsparungen durch einen Anbieterwechsel lässt sich aber noch mehr Geld sparen, und zwar durch den Einsatz eines Strommessgerätes. Als Testgerät diente uns das Energiemessgerät PM230 von Brennenstuhl, durchgemessen haben wir eine Beispielwohnung mit reichlich Elektronik vom PC, Monitor und Drucker über das Heimkino bis zur Küche.

Das PM230 ist im Handel für unter 15 Euro zu haben, es ist also nicht einmal besonders teuer. Sehr praktisch: Den Strompreis pro kWh kann man vor den Messungen ins Gerät eingeben. Das können durchaus auch unterschiedliche Preise sein, die man unter Umständen per Vertrag je nach Tages- oder Nachtzeit zahlen muss.

Bei den meisten Geräten macht es Sinn, den Stromverbrauch über einen längeren Zeitraum zu messen. Während man den Verbrauch im Standby durch eine kurze Messung in wenigen Sekunden ermittelt hat, sieht es beim Verbrauch während des Betriebs natürlich anders aus.

Wollen Sie beispielsweise den exakten Stromverbrauch eines Fernsehers ermitteln, lassen Sie das Messgerät am besten mehrere Tage angeschlossen und setzen Sie den Fernseher wie gewohnt ein. Je länger die Messdauer, desto genauer das Ergebnis.

Green-IT: Stromfresser entdecken, abschalten und richtig sparen

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