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So bringen die Chips Höchstleistung
Grafikkarte und CPU mit Wasser kühlen
Wer sein System leise haben oder gar stark übertakten will, kommt an einer Wasserkühlung nicht vorbei. Wir zeigen, was man für eine Wasserkühlung braucht und wie man Grafikkarten & CPUs übertaktet.
Wasser und Elektronik – zwei Dinge, die sich normalerweise ausschließend gegenüberstehen. Die Gefahr eines Kurzschlusses durch Wasser und dadurch die teure Hardware zu zerstören verlieh Wasserkühlungen bisher einen schlechten Ruf. Doch moderne Wasserkühlungen finden immer weitere Verbreitung.
Von freakigen einzelnen PC-Systemen schafften es die Anlagen mittlerweile bis in Großrechenzentren, wo sie nicht nur einzelne, sondern gleich hunderte Prozessoren kühlen. Das hat seinen Grund, denn die Handhabung von Kühlwasseranlagen wird immer einfacher, ihre Betriebssicherheit liegt auf hohem Niveau und das Ziel, die ausreichende Kühlung selbst stark heizender Komponenten zuverlässig zu gewährleisten, gelingt bei extrem niedriger Lärmbelästigung.
Nicht zuletzt die Kosten spielen dabei eine große Rolle. Für eine einfache Wasserkühlung zahlt man zwar zwischen 90 und 300 Euro, aber die Anlage bleibt erhalten, selbst wenn sich der Aufbau des Rechners darunter grundlegend ändert. Anstatt also mehrfach Luftkühler passend zu Prozessor und Mainboard zu kaufen, fällt bei einer Wasserkühlung meistens nur ein günstiger Adapter an. Mittelfristig ist das scheinbar teurere Kühlsystem damit sogar billiger.
Erst recht beim Übertakten eines Systems bewährt sich die Wasserkühlung. Konventionelle Luftkühlmethoden stoßen schnell an ihre Grenzen, wenn ein Prozessor sehr heiß wird und die Wärme nicht mehr an die umgebende Luft abgeführt werden kann.
Übertaktete Grafikkarten und CPUs kühlen
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Übertaktete Grafikkarten und CPUs kühlen
Aufbau des Wasserkreises
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Essentielle Kühlreihenfolge: Zuerst kommt der Prozessor, dann Grafikkarte, Chipsatz und Laufwerke (im Schema als zusätzliche Kühler zusammengefasst). Die Rückkühlung erfolgt über den Radiator und dann in den Ausgleichsbehälter.
Essentielle Kühlreihenfolge: Zuerst kommt der Prozessor, dann Grafikkarte, Chipsatz und Laufwerke (im Schema als zusätzliche Kühler zusammengefasst). Die Rückkühlung erfolgt über den Radiator und dann in den Ausgleichsbehälter.
Wer mit Wasser kühlt, baut in den PC einen Kreislauf aus Kühlung und Rückkühlung ein. In der einfachsten Variante wird im Kühlteil nur dem Prozessor die Hitze entzogen – aufwändigere Systeme nehmen auch noch die Abwärme von Grafikkarte, Chipsatz und manchmal sogar die der Laufwerke auf.
Die Rückkühlung erfolgt üblicherweise im so genannten Radiator, einem Lamellen-System mit Heizwendeln, die eine sehr große Oberfläche bieten. Darüber drehen großblättrige Lüfter und drücken sanft einen Luftstrom hindurch. Diese Radiatoren werden in Einheiten von 120-mm-Lüftern angeboten. Ein Einzelradiator besitzt dann einen der großen Propeller, ein Doppelradiator zwei, usw.
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Druckverschlüsse (links) halten oft nicht so dicht wie Schraubverschlüsse.
Druckverschlüsse (links) halten oft nicht so dicht wie Schraubverschlüsse.
Alternativ und oftmals als Ergänzung bekommt das Rückkühlsystem passive Kühlkörper spendiert, so genannte Konvektoren. Dabei läuft das erwärmte Wasser durch ein großes Röhrensystem außerhalb des PCs. Die Röhren sind lamelliert und ihre Oberfläche ist zum Zweck des Wärmetauschs maximal vergrößert. Angetrieben wird der Kreislauf von Kreiselpumpen. Bei ihnen wird ein Läufer mit aufgesetztem Rotor magnetisch angetrieben.
Das Wasser strömt aus der Zuführung senkrecht auf den Rotor. Dieser verteilt das Kühlmittel auf einer Kreisbahn um den Läufer. Die radial nach außen wirkende Fliehkraft erzeugt dann den Druck, um das Wasser aus der Auslassöffnung (senkrecht zum Läufer) auszupressen.
Je nach Modell werden diese Pumpen mit Netzspannung (was eine Öffnung für den Stecker im PC-Gehäuse erforderlich macht) oder, wie heute meist anzutreffen, mit 12 Volt (PC- Anschluss) betrieben. Wenn möglich, sollten Sie auf jeden Fall zu letzteren greifen.
Die am häufigsten eingesetzten Wasserpumpen stammen von Eheim. Das Modell 1046 wird besonders oft verwendet. Die Pumpe hat eine Pumpleistung von fünf Litern pro Minute, was mehr als ausreichend für die Kühlung der CPU ist. Auch die maximale Förderhöhe von bis zu 1,2 Metern genügt für jedes auf dem Markt erhältliche PC-Gehäuse. Das größere Modell, die Eheim 1048, verfügt über eine höhere Förderleistung und größere Förderhöhe. Es sind auch leistungsschwächere Pumpen erhältlich, die meist ebenfalls ausreichende Pumpleistungen aufweisen.
PC-Kühlung
Wie kühlen Sie ihre Komponenten?
| Passiv | 8.8% |
| Luft | 62.3% |
| Wasser | 28.9% |
Welche Funktion der Ausgleichsbehälter hat und was Sie beim Schlauchkauf beachten müssen, lesen Sie auf Seite 2...