Ortskundige Fotos

GPS-Track-Analyse.Net

Wenn Koordinaten falsch sind...

image.jpg

© PC Magazin

GPS-Track-Analyse.Net passt die Zeitpunkte der Track-Punkte auf Wunsch beliebig an.

Im Prinzip haben Sie an alles gedacht: einen vollen Akku, den richtigen Modus zum Aufzeichnen, das Einschalten des Gerätes sowie das Speichern des Tracks am Schluss der Tour. Doch dann das: Am PC sehen Sie, dass wichtige Punkte fehlen oder Ausreißer dabei sind, die Sie eliminieren möchten.

Die Gründe dafür sind vielfältig: Da kommt es zu Reflexionen zwischen hohen Häusern in Innenstadtlagen, im dichten Wald schwächt eine geschlossene Baumkrone die Satellitensignale oder der Tracker ist im Rucksack so unglücklich verrutscht, dass der Empfang nachhaltig gestört ist.

Weichen innerhalb eines Tracks einzelne Punkte unnatürlich stark vom übrigen Verlauf ab, sollten Sie die Kurve glätten. Das erledigen Sie über einen Web-Dienst wie www. gpsies.com/convert.do .

Zahleiche GPS-Programme, darunter das Tool GPS-Track-Analyse.Net, sind dazu ebenfalls in der Lage. In diesem Programm klicken Sie in der Menüleiste auf Track/Reduzieren. Hier haben Sie zwei Verfahren zur Auswahl: Die Reumann-Witkam-Methode eignet sich besonders für Tracks mit Schleifen und Verwinkelungen, die Douglas-Peucker-Methode arbeitet bei stetigeren Verläufen besser.

...oder die Track-Aufzeichnung ganz fehlt

Zum Abschluss folgt noch der etwas schwierigere Fall, dass ein Teil des aufgezeichneten Tracks ganz fehlt - doch auch dieses Problem lässt sich lösen. Geht es um einzelne Punkte, verwenden Sie wieder GPS-Track-Analyse.Net. Wenn Sie hier links in der Liste oder rechts in der eingeblendeten Karte einen Track-Punkt mit der Maus markieren, aktiviert das Tool einen roten Strahl zum nächsten.

Möchten Sie dazwischen einen neuen Punkt setzen, drücken Sie gleichzeitig die Shift- und die linke Maustaste. Aus den hinterlegten Zeiten, Positionen und Geschwindigkeiten der beiden angrenzenden Track-Punkte errechnet die Software einen passenden Zeitstempel für den neuen dazwischen, erklärt der Programmautor Dietmar Domin.

Anders verhält es sich, wenn ein ganzer Teil des Tracks fehlt, beispielsweise weil der Speicher beim Aufzeichnen voll oder die Batterie leer war.

Das automatische Ergänzen eines Tracks und damit verbunden das Geotaggen sind nur dann sinnvoll, wenn Sie sich mit einer vergleichsweise konstanten Geschwindigkeit fortbewegt haben, beispielsweise beim Radfahren oder Wandern. Ansonsten ist es einfacher, die Fotos einzeln auf der Landkarte auf die richtige Position zu setzen. Auch dabei unterstützt Sie Geosetter.

Zurück zum automatischen Generieren eines Tracks: Auf der Webseite von GPSies (www.gpsises.com) wechseln Sie auf das Register Strecke erstellen. Links in der Karte wählen Sie den passenden Maßstab und den Ausschnitt, wo der aufgezeichnete Track endet.

Sie können dazu auch den vorhandenen Track über die Funktion Datei importieren/Jetzt importieren in der Landkarte einblenden. Vergeben Sie rechts in den Eigenschaften eine Bezeichnung für den neuen Track und geben Sie die durchschnittliche Geschwindigkeit vor.

Den neuen Track erstellen Sie, indem Sie jeweils mit der Maus einen Punkt dort auf der Karte setzen, wo sich die Richtung des Weges ändert. Zum Schluss ändern Sie bei Datei exportieren das Format auf GPX Track und drücken die Schaltfläche Herunterladen, damit speichern Sie die Streckenergänzung auf der Festplatte.

Öffnen Sie jetzt wieder das Programm GPS-Track-Analyse.Net und laden Sie hier die beiden Tracks, also den aufgezeichneten, der irgendwo endet, und den ergänzenden. Übernehmen Sie den Zeitpunkt des endenden Tracks als Startpunkt für Ihre gezeichnete Ergänzung über die Funktion Track/Startzeit/Zeitstempel ändern, indem Sie das Startdatum und die Startzeit anpassen.

Mit einem Klick auf Übernehmen werden die gemachten Änderungen wirksam. Nun bleibt nur noch, die beiden Tracks über Track/Verbinden in einem zusammenzuführen. Abschließend lassen sich so alle Fotos mit Geotags versehen.

Bilder positionieren und suchen

image.jpg

© PC Magazin

CDWinder lässt Ihnen die Wahl, wo Sie Ihre Fotos anzeigen oder veröffentlichen möchten.

Foto-Communities wie Google Panoramio, Flickr oder Locr bieten die Möglichkeit, geocodierte Fotos hochzuladen und damit gleichzeitig deren Position zu zeigen.

Das lässt sich auch anonym erledigen, sodass niemand sonst Ihre eigenen Bilder sieht.

Software wie CDWinder bieten gleich eine ganze Auswahl von Programmen und Web-Diensten, um die Positionen der eigenen Bilder auf einer Karte zu sehen. Auch das bereits erwähnte Tool "Geosetter" zeigt zu jeder geocodierten Aufnahme automatisch die Position auf einer Karte.

CDWinder verfügt zudem über die Funktion "Geofinder": Diese erlaubt die Bildersuche in einer bestimmten, frei definierbaren Umgebung um eine bestimmte Position. So lassen sich schnell die Fotos aus einer Sammlung herausfiltern, die in der Nähe aufgenommen wurden.

Infos über das Motiv

image.jpg

© PC Magazin

Im Gegensatz zu AR-Apps fürs Smartphone bleibt die Motivbestimmung bei Digitalkameras vorerst Handarbeit.

Im Gegensatz zu vielen Smartphones sind die Digitalkameras noch nicht "intelligent": Während ein modernes Handy dank Apps für Augmented Reality (AR) wie Wikitude, Layar, Ubique, Junaio, Peak.ar oder Peakfinder Alps weiß, was Sie sehen, fehlt diese Motivinformation bei den Fotoapparaten ohne Mobilfunkanbindung. Eine Hilfe sind aber die GPS-Tracker und -Kameras mit integriertem Kompass.

Denn sie halten die Aufnahmerichtung fest und gegebenenfalls über die Kopplung mit der Zoom-Brennweite auch den Bildwinkel. Diesen zeigt Geosetter als "Trichter" auf der Karte an, sodass Sie über Google Maps in Verbindung mit Wikipedia am PC vergleichsweise einfach auf das abgebildete Motiv schließen können.

Download: Tabelle

Mehr zum Thema

HDR-Workshop
Praxis

Das Zauberwort jüngster Fototechnik heißt HDR. Mit diesem Verfahren kann praktisch jeder Bilder herstellen, die man sonst nur auf teuren…
image.jpg
Handy-Fotografie

Unscharf, verrauscht, zu dunkel - Fotos, die man mit der Handy-Kamera schießt, leiden alle unter ähnlichen Problemen. Wie Sie typische Fehler…
Wir verlosen einen von zehn Keys für das Bildbearbeitungs-Tool.
Ein-Klick-Optimierung für Fotos

Zusammen mit Ashampoo verlosen wir zehn Keys für den Photo Optimizer 6. Nehmen Sie jetzt auf Facebook an unserem Gewinnspiel teil.
Google TV-Stick Chromecast
Chromecast für VLC

Der VLC Player 3.0 soll Chromecast-Support mitbringen. Dies geht aus Patch-Notes eines anscheinend großen Updates für den Media Player hervor.
Links: original; Rechts: bearbeitet
Rohdaten

Viele Kameras speichern Fotos verlustfrei als Negativ im RAW-Format ab. Wir zeigen, wie Sie RAW-Bilder bearbeiten, öffnen und umwandeln.