Google-Panda-Update

Googles Maßstäbe

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Googles Maßstäbe

Es stellt sich die Frage, welche Maßstäbe Google an Websites angelegt hat, um auf die Panda-Abstufung zu kommen. Generell stehen wohl vom Nutzer gesteuerte Informationen im Vordergrund. Hier sollte man sich vergegenwärtigen, welche Daten Google erfassen kann: Google kennt Analytics-Daten von vielen Websites, Google kennt das Suchverhalten der Nutzer auf den eigenen Suchergebnissen, Google kennt Nutzerfeedback über die Google Toolbar und die Suchergebnisse.Daraus lässt sich ableiten, wie hoch die Bounce-Rate einer Website ist. Google kann so messen, ob Nutzer in den Suchergebnissen ein Keyword von der Website finden, darauf klicken und anschließend wieder zu den Suchergebnissen zurückgehen. Damit könnte Google werten, dass der Nutzer mit der Website nicht zufrieden war, also nicht das gefunden hat, was er gesucht hat.

Einbruch: Auch bei alexa.com sind Trafficeinbrüche bei Panda-Betroffenen sichtbar.

© Internet Magazin

Einbruch: Auch bei alexa.com sind Trafficeinbrüche bei Panda-Betroffenen sichtbar.

Dieses Kriterium ist ohne die Daten von Google natürlich schwierig nachzuvollziehen. Der aktuell in der SEO-Community herangezogene Indikator ist die Infosite Alexa.com . Sie hält Traffic-Daten u. a. bereit. Die Daten sind zwar mit Vorsicht zu genießen, aber für den Vergleich sind sie durchaus tauglich. Wirft man einen Blick auf die Bounce-Rate bei ciao.de und bei idealo.de , sieht man, dass idealo.de ungefähr 40 Prozent Bounce-Rate hat, ciao.de dagegen fast 60 Prozent.Einer der bekanntesten und vermutlich wichtigsten Maßstäbe ist der Suchtraffic, den eine Seite bekommt. Aus Google-Sicht sind vor allem die Seiten bedenklich, die nur von Google leben. Dementsprechend können im Gegenzug andere Arten von Traffic positiv berücksichtigt werden. Zu diesen Arten von Traffic gehört z. B. Social Traffic, also Nutzer, die aus sozialen Netzen auf die Website gelangen.

Vergleich: idealo.de hat laut Alexa.com eine deutlich geringere Bounce-Rate.

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Vergleich: idealo.de hat laut Alexa.com eine deutlich geringere Bounce-Rate.

Besonders interessant im Zuge von Panda ist der Brand Traffic. Unter Brand Traffic fasst man alle Suchanfragen zusammen, die direkt auf den Domainnamen oder den Namen der Marke gehen. Das heißt, der Nutzer kennt den Namen von ciao.de und sucht nach ciao in Google. Der Anteil dieser Brand-Suchen kann dann ins Verhältnis gestellt werden zu den sonstigen Suchanfragen.Grob gesprochen heißt hier eine höhere Quote, beispielsweise 5 bis 10 Prozent Brand Traffic gegenüber einer niedrigeren Quote (kleiner 2 Prozent), dass es sich nicht nur um eine Aggregatorsite, sondern um eine echte Webmarke handelt. Diese Logik erklärt auch, warum Unternehmens- und Personenwebsites nicht betroffen sind: Zu einem sehr hohen Prozentsatz wird nach dem jeweiligen Namen bzw. der Marke gesucht, sie leben nur zu einem Teil von anderen Google-Treffern.

Gegenmittel

In den USA ist Panda bereits einige Zeit aktiv. Die wichtigste Beobachtung dort ist, dass relativ wenig Bewegung in die abgewerteten Domains gekommen ist. Das heißt, außer Feinjustierungen und Einzelfällen gibt es kaum Korrekturen am Index. Dies bedeutet zweierlei: Zum einen ist Panda aktuell ein Update, das als Einmalschlag konzeptioniert war; zum anderen gibt es kaum sofortige Gegenmittel.Generell rät Google dazu, qualitativ minderwertige Inhalte zu entfernen und allgemein die Qualität der Site zu erhöhen .Alle Maßnahmen, die darauf ausgerichtet sind, den Content zu verbessern und konkret dem Nutzer dabei helfen, auf der Website länger zu verweilen und sich idealerweise sogar den Namen zu merken, sind also generell begrüßenswert.Ein Ratschlag machte bald nach dem Panda-Update die Runde. Ausgelöst wurde er vom Google-Mitarbeiter Matt Cutts. Er riet dazu, schlechte Inhalte - also Inhalte, bei denen die Nutzer früh abbrechen - auf eigene Subdomains auszulagern. Bekannt geworden ist die Diskussion zwischen Matt Cutts und dem CEO der Website hubpages.com . Diese Website hat das Subdomain-Konzept auch relativ detailliert ausprobiert. Eine gute Analyse dazu findet sich hier. Allerdings sind die wenigen sichtbaren Erfolge eventuell auch auf die direkte Beobachtung dieses Falles zurückzuführen. Wer bekanntermaßen eine Menge an schlechten Inhalten auf der Website hat, kann an die Auslagerung denken. Generell gilt, dass es aktuell noch kein Allheilmittel gibt.

Fazit

Für Google steht im Vordergrund, dass eine Website authentischen, für den Nutzer wertvollen Inhalt besitzt. Dabei sollte die Website als Marke im Web ein Begriff und auch in der sozialen Welt etabliert sein. Die Google-Maßnahmen, das sicherzustellen, sind sicherlich nicht immer fair, allerdings muss man sich hier der Realität stellen. Mit einer reinen Content-Aggregations-Site wird es schwer werden, sich langfristig vor Googles Augen zu platzieren. Der Content ist wieder (oder immer noch) König.

Ausschnitt aus blog.searchmetrics.com/de/2011/08/13/google-panda-update-indeutschland-gewinner-und-verlierer/

Download: Tabelle

Liste von www.sistrix.de/news/996-google-panda-erreicht-deutschland.html

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