Auf Wolke Sieben

Googles Clouddienste

Die Pässler AG vertraut auf Amazons CDN Cloudfront.

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Die Pässler AG vertraut auf Amazons CDN Cloudfront.

Messungen aus der Praxis beispielsweise der deutschen Pässler AG aus Nürnberg, die Amazons Cloudfront als Content Delivery Network verwendet, zeigen, dass sich die Ladezeiten der Webpräsenz aus allen Ecken der Welt durch den Einsatz von Amazon Cloudfront für HTML-Dokumente, Javascript-Bibliotheken und CSS-Dateien in Tests je nach Standort auf ein Drittel bis ein Zehntel reduzieren ließen (zuvor wurde das CDN bei der Pässler AG nur für die Bereitstellung von Objekten wie Bilder verwendet).Einzige Ausnahme stellten lediglich Zugriffe des Mitbewerbers Rackspace auf Amazon Cloudfront dar: Hier gingen laut der Pässler AG die Zugriffszeiten deutlich in die Knie.Pro:+ extreme Skalierbarkeit+ hohe Verfügbarkeit und große geografische Reichweite des Content Delivery Networks+ sehr umfangreiches IaaS- und PaaS-Angebot+ niedrige PreiseContra:- Der technische Support schlägt mit nicht unerheblichen Zusatzkosten zu Buche (aws.amazon.com/premiumsupport/ ).

Googles Clouddienste

Google gilt als einer der Pioniere cloudbasierter Dienste und hat über die Jahre eine leistungsfähige Infrastruktur aufgebaut. Googles Clouddienste für Webmaster umfassen Google App Engine, eine Umgebung zum Ausführen von Webapplikationen auf Googles eigener Anwendungsplattform, elastischen Massenspeicher mit CDN-Fähigkeiten namens Google Storage und den kürzlich vorgestellten Google Page Speed Service.Mit letzerem erweiterte Google seine CDN-Kompetenzen um die Fähigkeit zum Nachbessern von Websites und Datenbeständen.- code.google.com/speed/pss/index.html - googlewebmastercentral.blogspot.com/2011/07/page-speed-serviceweb-performance.html Er läuft vorerst in einer geschlossenen Testphase. Zurzeit ist die Anmeldung zur Nutzung des CDNs kostenlos.Laut Ram Ramani, dem Google Engineering Manager, soll Googles Page Speed Service für die Leistungsoptimierung einer Website auf ganzer Front Sorge tragen. Anders als die Mitbewerber schickt sich Google an, Bilder zu optimieren, Inhalte zu komprimieren, CSS-Stylesheets zusammenzufassen und den Code der Webseiten umzuschreiben, um die höchste Geschwindigkeit zu gewährleisten. Laut Google soll der Dienst eine Leistungssteigerung von 25 bis zu 60 Prozent erlauben können.Inwieweit sich dieses Versprechen mit der Realität deckt, können Sie anhand einer eigenen Website testen: www.webpagetest.org/compare Nach der Anmeldung muss der Webmaster allerdings die eigenen DNS-Server durch Googles DNS-Server ersetzen.Googles scheinbar unschlagbares Angebot zahlreicher günstiger bis kostenloser Clouddienste aus einer Hand ist auf Grund des unvorhersehbaren Umgangs des Anbieters mit den Anwendern nur bedingt zu empfehlen. Wer seine Daten via Googles CDN bezieht, seine Websites bei Google hostet, auf Googles Domain Name Server vertraut, Google Analytics zu Rate zieht, Google Mail, Google Docs und Google Apps einsetzt, könnte es einmal bereuen.Diese Erfahrung mussten kürzlich zahlreiche Google-Plus-Anwender machen. Google hatte zuerst handverlesen einige IT-Pressevertreter und andere Persönlichkeiten zum Betatest des neuen sozialen Netzwerks eingeladen, nur um vielen dieser Anwender beim vermeintlichen Bruch der Nutzungsbedingungen aus heiterem Himmel und ohne Abmahnung alle Google-Accounts einschließlich Gmail zu sperren.Wer über diesen Vorfall nachlesen wollte, musste Bing und andere Suchmaschinen bemühen, denn Google zeigte Beschwerden der eigenen Nutzer und die Presseberichte darüber nicht als Suchresultate an.Pro:+ Skalierbarkeit und Performance der Infrastruktur+ PaaS-Plattform für EntwicklerContra:- geplanter Einsatz des SPDY-Protokolls beim Page Speed Service bedenklich- keine Ansprechpartner für die IaaS- und PaaS-Angebote- Unübersichtliche Nutzungsbedingungen können unangenehme Konsequenzen nach sich ziehen.

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