Datenschutz

Google: Vor- und Nachteile der Datensammlung

Google: Daten löschen

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Alle Daten, die Google über Sie gesichert hat, können Sie auch wieder löschen – unter Meine Aktivitäten.

Googles Datensammlung hat für Sie als Nutzer nicht nur negative Seiten, sondern auch Vorteile. Wir stellen die Infos gegenüber:

Google-Datensammlung: Pro

  • Sie können einsehen, wenn jemand Ihr Google-Konto nutzt: Haben Sie den Verdacht, dass sich jemand Zugriff auf Ihr Google-Konto verschafft hat, sehen Sie das im Geräteprotokoll – und können den Zugriff entziehen.
  • Google ahnt im Voraus, was Sie suchen, etwa, wenn Sie öfter nach einem Ort in Maps suchen: Der Anbieter lernt dazu und versucht, Ihre Interessen genauer einzuschätzen. Das macht die Suche in Google Maps schneller. Besonders dann, wenn sie schon besuchte Orte erneut suchen.
  • Google bietet bei Suchanfragen passendere Begriffe an, je nachdem, was Sie sonst suchen: Je besser Google Sie einschätzt, desto passender sind die Ergebnisse für Ihre Suche.
  • Sie nutzen die Google-Dienste übergreifend und komfortabler: Lassen Sie sich beispielsweise Buchungsbestätigungen für Hotel oder Flug an Gmail schicken, erkennt Google diese und legt einen Termin im Kalender an.

Google-Datensammlung: Contra

  • Google sammelt viele Daten über Sie und Ihr Verhalten. Google kennt Sie womöglich besser als Ihre besten Freunde: Weil der Anbieter detailliert speichert, was genau Sie wann gesucht und dann angeklickt haben. Die Menge an Daten ist riesig.​
  • Diese Daten werden in verschiedenen Diensten verknüpft: Welche Routen Sie wählen, was Sie bei YouTube ansehen und welche Geräte Sie besitzen: All diese Informationen verknüpft Google – und kann so Dienste-übergreifend ein sehr genaues Profil von Ihnen erstellen.​
  • Google spielt mit diesen Daten gezielt Werbung für Sie aus: Warum ist der Anbieter ein solcher Datenkrake? Ganz einfach: um Ihnen passende Werbung anzeigen zu können, denn damit verdient der Konzern viel Geld. Nach eigenen Angaben werden die Informationen nicht weitergegeben. Google hebt sie aber ziemlich lange auf – die Daten von Suchanfragen etwa 18 Monate lang, die IP-Adresse neun Monate. Und Sie sind auch nicht vor der Sammelwut gefeiht, wenn Sie nicht angemeldet sind: Auch dann speichert Google über sogenannte Cookies, was Sie suchen bzw. besuchen.​

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