Mobiles Online-Marketing

Mobiles Online-Marketing mit Google AdWords

Google AdWords sind für viele zum festen Bestandteil ihrer Marketingaktivitäten geworden. Nicht umsonst verzeichnet der Online-Werbemarkt steten Zuwachs.

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© Sabrina Zebisch, Daniela Schrank

Einer aktuellen Studie von Zenith Optimedia zufolge wird das weltweite Online-Marketing-Budget im Jahr 2010 auf etwa 61 Milliarden US-Dollar prognostiziert. Ein Zuwachs von 13 Prozent gegenüber dem Jahr 2009. Interessant ist hierbei, dass der Anteil der Investitionen beim Suchmaschinenmarketing mehr als die Hälfte des ausgegebenen Budgets für sich beansprucht.Besonders Google AdWords nehmen eine herausragende Stellung beim Suchmaschinenmarketing ein und werden fast schon als Synonym für dieses verwendet. Das ist zwar nicht richtig, berücksichtigt man Googles Anteil am Suchmaschinenmarkt, allerdings verständlich. Die Versuche von Yahoo und Microsoft ihre Marktanteile auszubauen, lassen den erhofften Erfolg bisher vermissen, und nach wie vor ist Google als Suchmaschine der Spitzenreiter. Dass Google seine Einnahmen durch AdWords auch in Zukunft ausbauen wird, lassen einige der in letzter Zeit aufgekommenen Neuerungen im AdWords Account vermuten.

Mobilgeräte

Spätestens seit Apples innovativem iPhone ist die Mobilisierung des Internets nicht mehr aufzuhalten. User greifen immer öfter von mobilen Endgeräten auf das Netz zu, um auch von unterwegs schnell und einfach an die gewünschten Informationen zu kommen. Google wäre nicht Google, würde es sich diese Chance entgehen lassen und besonders nach der Einführung von Apples iAd, also Werbeanzeigen, die in iPhones und iPad Apps geschaltet werden, musste man sich schnell etwas einfallen lassen, um Anzeigen für Handys und Co. zu optimieren.

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© Sabrina Zebisch, Daniela Schrank

Um Click-to-Call zu nutzen, müssen in den Kampagneneinstellungen die Empfänger entsprechend angepasst werden.

Wie gut, dass die Click-to-Call- Funktion für AdWords schon seit Längerem in der beta-Phase getestet wurde und jetzt seit kurzer Zeit endlich allen Advertisern zur Verfügung steht. Anzeigen mit Click-to-Call sind AdWords Textanzeigen, bei denen zusätzlich eine für das Unternehmen relevante Telefonnummer hinterlegt werden kann. Werden die Anzeigen nun auf Smartphones mit einem vollwertigen Internetbrowser geschaltet, kann der Nutzer entscheiden, ob er die Anzeige wie gewohnt anklickt und so die zugehörige Webseite aufruft oder ob er über Click-to-Call direkt mit dem Unternehmen verbunden werden möchte.Das Bezahlsystem ist - typisch für AdWords - gewohnt einfach: Der Advertiser zahlt für den Klick auf die Telefonnummer beziehungsweise ein entsprechend eingeblendetes Telefonsymbol, wie er auch sonst für den Klick auf die Anzeige als solches zahlt. Click-to-Call eignet sich neben der Schaltung für mobile Geräte mit vollwertigem Browser auch für AdWords Handy-Anzeigen. Bei Suchanfragen, die über normale Mobiltelefone durchgeführt werden, besteht bei den Meisten ein lokaler Bezug.Das heißt: User suchen gezielt nach Unternehmen, Restaurants und Ähnlichen, die sich in ihrer unmittelbaren Umgebung befinden. Für den User ist es oftmals angenehmer, einen Anruflink anzuklicken, als auf einem kleinen Display zu einer entsprechenden Handy-Webseite zu navigieren. Da der Anzeigentext bei Handyanzeigen mit gerade einmal 18 Zeichen ohnehin mehr als knapp bemessen ist und es entsprechend schwer ist, wichtige Informationen unterzubringen, eignet sich Click-to-Call hier zudem besonders gut.

Erweiterungen

Um Click-to-Call für eine laufende Kampagne zu aktivieren, muss als Erstes eine Telefonnummer hinterlegt werden. Telefonnummern können entweder in Verbindung mit einer Standorterweiterung oder aber direkt als Telefonerweiterung eingerichtet werden. Entscheidet man sich für die Standorterweiterungen, können diese auch mit einem bestehenden Google-places-Konto verknüpft werden.

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© Sabrina Zebisch, Daniela Schrank

Handy-Anzeigen mit Click-to-Call-Erweiterung lassen sich im AdWords Account schnell und einfach erstellen.

Aufpassen muss man als Advertiser, wenn in places mehrere Unternehmensstandorte und zugehörige Telefonnummern angegeben sind. Der User bekommt dann automatisiert die Nummer angezeigt, die zu dem Standort passt, in dessen Nähe er sich gerade befindet. Unter Umständen gibt es aber eine separate Hauptnummer, auf die er geleitet werden soll oder auch eine Servicehotline.Die Erweiterungen können in den jeweiligen Kampagneneinstellungen vorgenommen werden. Passend dazu muss natürlich auch die Empfängerliste angepasst werden. Sind bei den Empfängern auch iPhones und andere Mobilgeräte mit vollwertigem Webbrowser ausgewählt, wird die Telefonnummer bei Zugriffen von diesen Geräten aus automatisch unter der Anzeige mit eingeblendet und kann vom User direkt gewählt werden.

Eigene Kampagnen für verschiedene Gerätetypen

Neben der gigantischen Reichweite des Google Werbenetzwerks und den gut kalkulierbaren Kosten besteht ein weiterer Vorteil ganz klar in der einfachen Bedienung. Ein einziges Kontrollkästchen aktivieren, eine Telefonnummer eingeben und schon kann der Advertiser die praktische neue Click-to-Call-Funktion auch bei den bereits bestehenden Textanzeigen verwenden. Eigentlich praktisch, allerdings leidet hier mitunter die Zielausrichtung der Anzeigen.Eine Anzeige, die ursprünglich dazu gedacht war, User über den Klick auf die Anzeige auf die eigene Webseite zu führen, damit er dort eine bestimmte Aktion ausführt, verfolgt ein anderes Ziel, als eine Anzeige, die den User zum Klick auf den Anruflink motivieren soll.

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© Sabrina Zebisch, Daniela Schrank

Standorterweiterungen können manuell eingegeben oder über eine Verknüpfung mit Google places eingerichtet werden.

Gute Anzeigentexte, die zu vielen Conversions führen, zeichnen sich unter anderem dadurch aus, dass sie den User auf die gewünschte Aktion vorbereiten. Das gestaltet sich natürlich schwierig, wenn der Anzeigentext zwei Ziele hat. Zum einen sollen User, die die normale Anzeige sehen, zum Klick auf die Anzeige bewegt und auf eine Conversion, wie zum Beispiel das Ausfüllen eines Kontaktformulars vorbereitet werden.Gleichzeitig muss der Anzeigentext User, die die erweiterte Anzeige eingeblendet bekommen dazu bewegen, auf den Anruflink zu klicken. Um den Erfolg einer Anzeige nicht zu gefährden, sollte eine Anzeige nur ein primäres Ziel haben.Ein weiterer entscheidender Faktor ist die zeitliche Ausrichtung der Anzeigen. Macht es bei den nicht auf Click-to-Call ausgerichteten Kampagnen Sinn, sie abhängig von eigenen Erfahrungswerten den ganzen Tag über zu schalten, kann das bei Anzeigen mit Click-to-Call schon anders aussehen. In den meisten Fällen dürften die über die Erweiterungen angegebenen Telefonnummern nur zu bestimmten Zeiten erreichbar sein.Es macht keinen Sinn, Anzeigen mit Telefonerweiterungen zu Zeiten zu schalten, zu denen niemand den Anruf entgegennimmt. Das führt zum einen zu unnötigen Kosten, zum anderen bringt es für den User eine negative Erfahrung mit sich, da ihm die gesuchte Information, die er über den Anruf erhalten wollte, vorenthalten wird. Landet er dann auch noch bei einem Anrufbeantworter, hat ihn der Anruf auch noch unnötig Geld gekostet. So sollte für Anzeigen, die auf Click-to-Call optimiert werden sollen, eine separate Kampagne angelegt werden. Nur so werden die Anzeigentexte und auch die Einstellungen auf das eigentliche Ziel hin ausgerichtet.Bei einer speziell auf Clickto- Call optimierten Kampagne sollte bei der Wahl der Gerätetypen auch das iPad weggelassen werden. Zwar werden die Telefonerweiterungen hier nicht eingeblendet, da das Gerät keine Telefonie unterstützt, bei einem auf Click-to-Call optimierten Anzeigentext macht die Schaltung der Anzeige auf diesem Gerät dann aber wenig Sinn. Gleiches gilt für den iPod Touch. Da dieser im AdWords Account leider an das iPhone gebunden ist, muss der Advertiser auch bei Click-to-Call optimierten Anzeigentexten hinnehmen, dass die Anzeigen hier geschaltet werden.

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