Aus Dell mach Mac - mit Hackintosh

Geschwindigkeit und Fazit

In dem Dell Mini 9 ist ein Atom N270 verbaut, der mit 1,6 GHz getakted wird. Der Prozessor hat nur einen Kern, zeigt sich gegenüber Mac OS X dank Hyperthreading allerdings als Zwei-Kern-CPU. Wunder darf man nicht erwarten, die Leistung dieses Rechenkerns ist deutlich schwächer als der eines Core-Prozessors bei gleichem Takt. Dennoch reicht es, Fernseh-Aufnahmen oder Life-Fernsehen mit EyeTV ruckelfrei abzuspielen. Auch DVDs laufen einwandfrei (am externen DVD-Laufwerk).

Hardware-Profil des Dell Mini 9 unter Mac OS X

© Archiv

Auch wenn die nackten Fakten wenig Leistung vermuten lassen, läuft das Dell Mini unter Mac OS X 10.6 erfreulich flott.

Interessanterweise fühlt sich der Dell Mini flott an. Das liegt an der eingebauten SSD mit 16 GByte Speicher. Sie ist merklich schneller als eine normale 2,5-Zoll-Festplatte und verhilft zum Beispiel Safari zu einem Start in zwei Sekunden. Auch andere Anwendungen starten sehr schnell. Ob Word oder Excel, beide funktionieren gut. Hier sind die Grenzen eher durch den Hauptspeicher gesetzt. Mit einem GByte geht es, 2 sind aber besser, mehr gehen eh' nicht rein.

Der Systemstart ist extrem schnell. Nach ca. 40 Sekunden ist Mac OS X komplett hochgefahren. Das Aufwachen aus dem Ruhezustand braucht nur 2 Sekunden. Das Einschlafen ebenso.

Als Grafikchip werkelt der bekannte GMA950 von Intel, der zum Chipsatz gehört. 3D-technisch ist er langsam, für normale Desktop-Anwendungen ist er völlig ausreichend. Alle grafischen Effekte mit Expose und Spaces laufen butterweich. Flash-Animationen und Youtube-Video (nicht HD) gehen auch. Für HD-Inhalte reicht es nicht, während 480p-Movietrailer noch ruckelfrei daherkommen, ist bei 720p kräftiges Zuckeln angesagt.

Eindrücke und Fazit

Bemerkenswert ist die Ruhe, die das Dell Mini umgibt. Ohne Lüfter und und ohne rotierende Festplatte hört man im Betrieb rein gar nichts. Man stört nicht einmal die lesende Ehefrau auf dem Wohnzimmersofa. In den ersten Sekunden des Systemstarts weiß man daher gar nicht, ob das Gerät überhaupt läuft.

Nervig ist dagegen die extrem enge Tastatur und der in der Höhe vor allem zu kleine Bildschirm. Zum Surfen und E-Mailen reicht es, für grafische Anwendungen, die Platz brauchen, ist es definitiv zu wenig.

Insgesamt war die Installation eine lohnende Aktion und das Ergebnis begeistert. Vorher hatte sich der Tester noch gedacht: "Wenn es nichts wird, verkaufe ich es halt wieder". Jetzt möchte er es nicht mehr hergeben. Günstiger kommt man nicht an ein ultraportables Mac-OS-X-Gerät.

Bildergalerie

Dell Mac Mini
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Software:Betriebssysteme:Mac, Linux & Co.:Linux

Mit wenigen Schritten kommt man zu einem vollgültigen Mac auf Dell-Hardware

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