Powerline und WLAN

Geräte ins Heimnetz einbinden

Unterhaltungselektronik ist heute oft netzwerkfähig. Die Verbindung mit dem Heimnetz war bisher immer umständlich und kompliziert. Die Industrie hat reagiert und bietet unkomplizierte Lösungen auf dem Markt an.

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Vor wenigen Jahren verwendete man eine Internet-Verbindung fast ausschließlich zum Surfen und für E-Mails in Kombination mit einem Computer. Schon damals stand mancher Nutzer vor dem Problem, dass sich das Netzwerkkabel vom PC zum DSL-Router nicht so einfach verlegen ließ wie ursprünglich gedacht.Die drahtlose Übertragung per WLAN hat einen Großteil derartiger Verbindungsprobleme gelöst. Doch nach wie vor existieren Entfernungen, die selbst ein moderner WLAN-Router per Funk nicht überbrücken kann.Hier hindern Stahlbetonwände, Geschossdecken und andere ungünstige bauliche Gegebenheiten die Signal-Übertragung. Hinzu kommt, dass nicht jedes netzwerkfähige Gerät automatisch drahtlos arbeitet oder sich so einfach mit einer WLAN-Funktion nachrüsten lässt.

Alles will ins Internet

Trotz verbesserter Verbindungen und leistungsfähigerer Geräte hat sich diese Situation kaum verbessert. Inzwischen sind nicht nur Computer Internet-fähig, sondern auch eine Vielzahl anderer Geräte. Vor allem, was die Unterhaltungselektronik im Wohnzimmer betrifft, gibt es kaum noch ein halbwegs modernes Gerät, das nicht über einen Netzwerk-Anschluss und Internet-Funktionen verfügt.Spiele auf Konsolen wie PlayStation, Xbox oder Wii bieten die Möglichkeit, mit oder gegen andere Spieler im Internet zu spielen. Eine Online-Verbindung der Konsole ist für ein Spiel in der Gruppe übers Netz unbedingt erforderlich.Daten aus dem Internet verstehen auch moderne AV-Receiver, Blu-ray-Player, Netzwerk-Media-Player oder Webradios. Sogar im Fernseher als dem wichtigsten Gerät im Wohnzimmer ist heute selbst in den günstigeren Preisklassen standardmäßig ein Netzwerk-Anschluss integriert.Über den Internet-Zugang holen sich die Geräte aktuelle Zusatz-Infos zu Filmen und Serien, bieten erweiterte Fernsehprogramme, zeigen den Wetterbericht, Videoclips von YouTube oder laden automatisch System-Updates herunter. Surfen und das Abrufen von E-Mails am Fernseher ist bereits in vielen Haushalten gang und gäbe.Alle genannten Geräte können also eine Verbindung ins Internet aufbauen. Doch der WLAN-Router als zentraler Eintrittspunkt ins Internet kann eben immer nur an einem bestimmten Ort stehen - und ist deshalb für viele netzwerkfähige Geräte nur schlecht oder gar nicht erreichbar.In solchen Fällen kann man moderne Technik im Wohnzimmer nicht richtig nutzen und muss auf eine Menge Spaß verzichten. Mittlerweile lässt sich das Problem mit der Vernetzung auch ohne Netzwerkkabel oder WLAN-Erweiterungen lösen.

Stromkabel sind überall

Lassen sich netzwerkfähige Geräte weder per Kabel noch schnurlos mit dem lokalen Netz verbinden, hilft die Powerline-Technik als alternative Verbindungsmöglichkeit. Powerline ist die Kurzform für Powerline Communication (PLC) und nutzt als Übertragungsweg die Stromkabel in einem Haus oder einer Wohnung. Dabei wird prinzipiell jede Steckdose im Haushalt für den Anschluss zum Heimnetz genutzt. Über die Stromleitungen lassen sich Netzwerkgeräte selbst über mehrere Etagen oder Wände hinweg verbinden.

Um Powerline einzurichten, benötigt man zwei zueinander kompatible Powerline-Adapter. Solche Kits mit einer Startausrüstung gibt es im Fachhandel. Adapter-Kits mit dem Standard HomePlug AV sind empfehlenswert. Dazu gehört zum Beispiel das "Internet to TV Set" von devolo. Nachträglich lassen sich mit Erweiterungsmodulen andere Geräte per Powerline ins Heimnetz einbinden.

Eingesteckt und schon verbunden

Als Beispiel für die Vernetzung mit Powerline soll ein netzwerkfähiger Fernseher dienen. Das TV-Gerät besitzt einen LAN-Anschluss und ist für die Verbindung mit dem Internet vorgesehen. Leider lässt sich der Kontakt zum Router über ein Netzwerkkabel nicht realisieren, da sich der Anschluss nicht im Wohnzimmer befindet. Durch die Wand bohren funktioniert nicht, und ein langes freiliegendes Netzwerkkabel kommt schon aus ästhetischen Gründen nicht infrage.Um Ihren Fernseher via Powerline mit einem Router im Nachbarzimmer oder gar in einem anderen Geschoss zu verbinden, stecken Sie den ersten Powerline-Adapter in eine freie Steckdose in der Nähe des Routers. Verbinden Sie über diesen Adapter dann das Netzwerkkabel mit einem freien LAN-Port am Router.Der zweite Powerline-Adapter kommt in einer freien Steckdose in der Nähe des Fernsehers zum Einsatz. Anschließend verbinden Sie Adapter und LAN-Anschluss am Fernseher ebenfalls mit einem Netzwerkkabel. Dann kann Ihr Fernseher schon aufs Internet zugreifen und eingebaute Services nutzen.Fernseher und DSL-Router bekommen von der Überbrückung über die Stromleitung nichts mit. Der TV "denkt", er kommuniziere per Netzwerkkabel direkt mit dem Router. Und in den Router-Einstellungen erscheint der Fernseher als herkömmliches Netzwerkgerät, das Daten über ein Netzkabel erhält.

Steckdosenmangel? Kein Problem!

Mangelt es in einem Haushalt an freien Steckdosen, werden häufig Steckdosenleisten eingesetzt, um gleich mehrere Geräte betreiben zu können. Leider sinkt die Übertragungsleistung eines Powerline-Adapters ganz erheblich bei so einem Geräte-Setup. Aus diesem Grund ist der Einsatz von Powerline-Adapter-Kits mit integriertem Steckplatz und Netzfilter zu empfehlen.

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Der Multiconnect-Adapter rechts in der Steckdose versorgt TV, Spielkonsole und Player per LAN-Kabel mit Daten. Notebook und Tablet erhalten Zugang zum Heimnetz über WLAN.

Das "Internet to TV Set" von devolo hat solche Funktionen. Den Powerline-Adapter stecken Sie zwischen Wandsteckdose und Steckdosenleiste. Mit dieser Lösung wird die Übertragungsleistung des Powerline-Adapters nicht beeinträchtigt. Sämtliche Störungen durch die elektrischen Geräte in der nachgeschalteten Steckdosenleiste fängt der integrierte Netzfilter ab.

Powerline mit WLAN kombinieren

Nicht jedes netzwerkfähige Gerät besitzt Anschlüsse für Netzkabel, oder diese Verbindungen sind zu unhandlich. Dazu gehören mobile Geräte wie Smartphones, Tablets oder auch Notebooks, die sich nur per WLAN komfortabel ins Heimnetz einbinden lassen.Mittlerweile existiert dafür auch eine Lösung: Eine Kombination aus Powerline und WLAN wie beim Multi connect Set von devolo. Hier hat der Hersteller einen Powerline-Adapter um einen leistungsfähigen kabellosen Access Point erweitert. Das funktioniert wie bei einem Router, der den Zugriff über eine WLAN-Verbindung zur Verfügung stellt.Benötigt man in einem bestimmten Zimmer WLAN-Empfang, steckt man den WLAN-fähigen Powerline-Adapter dort in eine freie Steckdose. Der verbindet sich über das Stromkabel mit dem Router und bietet einen verlängerten WLAN-Zugang auch außerhalb der Reichweite des Routers an.

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Die WLAN-Erweiterung für Powerline erweitert die Reichweite eines WLAN-Netzes und versorgt mobile Geräte außerhalb der Router-Reichweite mit einer Internet-Verbindung.

Viele mobile Endgeräte wie Smartphones sind mit einem sehr schwachen WLAN-Adapter ausgestattet. Der reicht nicht einmal ins Zimmer nebenan geschweige denn ins nächste Stockwerk. Mit mehreren Powerline-WLAN Adaptern im Haus wird der drahtlose Internet-Zugang flächendeckend realisiert. Damit gelangt jeder Anwender in der Umgebung flexibel auch mit anderen Geräten ins Internet.

Ohne Strom- und Heimnetz

Zum Abspielen von Filmen vom Notebook auf dem Fernseher ist der Umweg über das Heimnetz nicht erforderlich. Normalerweise verbindet man beide Geräte direkt mit einem Kabel. Wer das vom Wohnzimmertisch zur Rückseite des TV-Geräts realisiert, muss Kabelsalat in Kauf nehmen.

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Die Grafik zeigt, wie sich viele verschiedene netzwerkfähige Geräte mit dem Router als Heimnetzzentrale verbinden lassen.

Eine elegantere Lösung ist eine direkte kabellose Verbindung zwischen Notebook und Fernseher. Dazu gibt es das "Notebook to TV Set" mit einem Wireless-USB-Adapter für das Notebook und einem zweiten Adapter für den Fernseher. Alle Bilder vom Notebook sind parallel auch auf dem Fernseher zu sehen - nicht nur Filme, sondern auch Spiele oder Internet-Inhalte.

WLAN ergänzt Powerline

Die Grafik zeigt, wie sich viele verschiedene netzwerkfähige Geräte mit dem Router als Heimnetzzentrale verbinden lassen. Dabei befindet sich das Gerät für den Online-Zugang ein Stockwerk tiefer. Über die Stromleitung via Powerline wird der Netzwerk-Anschluss des Routers im Erdgeschoss zunächst zum Multiconnect-Adapter im ersten Stock geleitet.Dieser bietet bis zu drei LAN-Anschlüsse für den netzwerkfähigen Fernseher, den Blu-ray-Player oder die Spielkonsole. Über den ebenfalls im Multiconnect-Adapter integrierten WLAN Access Point erhalten zudem das Notebook, der Tablet PC und das Smartphone Zugang zum Internet.

Internet auf dem Fernseher

"Internet to TV Set" von devolo ist eine Powerline-Lösung, die speziell für die Verbindung von Internet-Fernsehern und Internet-TV-Receivern entwickelt wurde. Die beiden Powerline-Adapter sind für die Übertragung von IPTV-Inhalten und Daten des Videotext-Nachfolgers HbbTV gedacht.Sie sollen für eine optimale Verbindung zwischen Unterhaltungselektronik und dem Breitband-Internet-Zugang sorgen. Der Adapter enthält einen Stecker und einen Netzfilter, die bei Steckdosenmangel für eine bestmögliche Übertragungsleistung sorgen. Falls gewünscht, lässt sich eine sichere Verschlüsselung zwischen beiden Adaptern sehr einfach per Knopfdruck herstellen.

WLAN in allen Räumen

Mit dem "devolo Multi connect Set" lässt sich das Funknetz im Haus sogar mitnehmen - nämlich immer an den Ort, an dem man gerade ein optimal verfügbares Funknetz für mobile Endgeräte benötigt. Im WLAN-n-fähigen Multi-connect-Adapter ist zudem ein Switch mit drei LAN-Anschlüssen integriert. Daran können zusätzlich zu den WLAN-Geräten auch AV-Receiver, Spielkonsolen und Blu-ray-Player direkt angeschlossen werden.

Sat-TV über die Steckdose

Digitales Satelliten-Fernsehen ohne Antennenkabel ist durch das dLAN home TV Sat von devolo möglich. Das Komplettpaket besteht aus einem Full-HD-tauglichen Satelliten-Receiver nach DVB-S2-Standard und einem separaten Tuner für die Montage nahe der Sat-Antenne.

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Die Signalübertragung vom Tuner zum Receiver erfolgt über die hausinterne Stromleitung.

Die Signalübertragung vom Tuner zum Receiver erfolgt über die hausinterne Stromleitung. Ein integrierter CI-Plus-Slot lässt die Nutzung von Pay-TV-Abos zu. Per DLNA empfängt der Receiver zudem Multimedia-Daten aus dem Heimnetz.

Kabellos auf den Fernseher

Möchten Sie Ihr Notebook wirklich per HDMI- oder VGA-Kabel mit dem Fernseher verbinden, um sich Filme oder Fotos in großem Format ansehen zu können? Das "Notebook to TV Set" von devolo überträgt die Bild- und Toninhalte vom Notebook drahtlos an einen Adapter, der mit dem Fernseher verbunden ist. Damit lassen sich Urlaubsfilme, Online-Videos oder einfach nur Fotoserien am großen TV-Schirm und ohne störende Kabelverbindung wiedergeben.

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