Multimedia im Wohnzimmer

Geräte im Netzwerk

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© PCgo

Die mit dem WLAN-Router (Mitte) verbundenen Geräte bilden das Heimnetz. So kann der Media-Player (Video Streaming Client) Filme, MP3-Musik und Fotos am Fernseher abspielen. Diese liegen über Freigaben auf der Netzwerk-Festplatte, dem Rechner oder dem Notebook vor. Ein Web-Radio (Audio Streaming Client) spielt Musikdateien aus dem Heimnetz. Solche Daten stellt ein Media-Server (UPnP AV, DLNA) auf Computern oder Netzwerk-Festplatten bereit.

In jedem Haushalt mit einem schnellen Internetanschluss ist bereits ein kleines Heimnetz installiert. Das Herzstück ist der Router: Dazu gehören die FRITZ!Box oder ein Speedport-Modell von T-Home. Der Router stellt die schnelle Verbindung ins Internet her. Er stellt die Daten allen angeschlossenen Geräten zur Verfügung. Bei der Verteilung gibt es drei Verfahren: Netzwerkkabel, WLAN (drahtlos) oder über das Stromnetz (Powerline).

Der Router verbindet die Geräte im Netzwerk. Dann spricht man vom Heimnetz. Jedes dieser Geräte kann auf jedes andere Gerät im Heimnetz zugreifen. Und damit ist die Voraussetzung fürs Streaming bereits erfüllt. Sind in einem Heimnetz ein Media-Player und ein Computer über den Router miteinander verbunden, kann der Media-Player auch auf Filme, Musik oder Fotos auf dem Notebook zugreifen und diese Medien übers Netzwerk abspielen.

Allerdings gibt es noch eine zweite, wichtige Voraussetzung. Der Media-Player spielt die Mediendaten auf dem Notebook nur dann ab, wenn diese über einen speziellen Dienst bereitgestellt werden. Dafür gibt es Dienste wie die Netzwerk-Freigaben oder die genannten Media-Server. Solche Netzwerkfreigaben sind auch als "Shares" bekannt und lassen sich auf allen Rechnern bzw. Netzspeichern einrichten.

Jeder Media-Player kann zur Wiedergabe von Filmen, Fotos oder Musik auf diese Freigaben zugreifen und die dort gespeicherten Medien wiedergeben, beispielsweise auf dem Fernseher. Das gilt natürlich auch für PCs mit passendem Software-Player oder Anzeigeprogramm.

Anders sieht es bei Webradios (Audio Streaming Clients) aus. Diese Geräte können häufig nicht auf die Netzwerk-Freigaben zugreifen und benötigen die Hilfe eines Media-Servers. Solch eine Lösung ist beispielsweise im Windows Media-Player ab Version 11 integriert. Der Media-Server bereitet alle Mediadateien entsprechend auf und stellt sie den netzwerkfähigen Abspielgeräten zur Verfügung.

Im Zusammenhang mit dem Thema Media- Server fallen oft die Begriffe DLNA und UPnP AV. Dabei handelt es sich um Übertragungsstandards für Filme, Musik und Fotos über das Netzwerk. Das Besondere an UPnP AV oder DLNA: Die Übertragung oder das Streaming funktioniert auch ohne einen PC.

Streaming ohne PC

Auf aktuellen Netzwerk-Festplatten für den Heimbereich findet man meist ein UPnPAV- oder DLNA-Media-Server. Ein beliebiger Streaming Client kann dann ohne Hilfe eines Computers auf die Musik der Netzwerk-Festplatte zugreifen und abspielen.

Netzwerk-Festplatten sind unabhängige Datenspeicher im lokalen Netzwerk. Ihr Vorteil: Sie starten schnell und weisen meist einen deutlich geringeren Stromverbrauch auf als herkömmliche Computer. Moderne Geräte schalten nach einigen Minuten ohne Zugriff in einen Energiesparmodus.

Auf die Netzwerk- Freigaben eines NAS kann jeder Rechner und theoretisch jedes Gerät im Heimnetz zugreifen. Bei per Passwort geschützten Netzwerk- Freigaben muss man vorher das Kennwort eingeben. Im Media-Player geschieht dies über die Fernbedienung und eine spezielle Bildschirmtastatur.

Gloassar: Netzwerktechnik

DLNA und UPnP AV: Hier handelt es sich um Standards für die Übertragung von Mediadaten im Netzwerk. DLNA stellte eine Weiterentwicklung von UPnP AV dar und ist abwärtskompatibel.

Mediadateien: Alle Daten, die sich auf Videos, Musik oder Fotos beziehen, sind im Sammelbegriff Mediadateien zusammengefasst.

Mediaserver: Ein Mediaserver verwaltet Fotos, Musik und Filme auf einem Computer oder einer Netzwerk-Festplatte. Er macht diese Daten anderen Geräten im Heimnetz zugänglich. Ein Mediaserver wird deshalb auch häufig als Streaming Server bezeichnet.

Netzwerkfestplatte oder NAS: Eine Netzwerkfestplatte ist ein unabhängiger Speicher im Heimnetz. Der Zugriff auf Netzwerkfestplatten erfolgt über freigegebene Ordner (Shares). Die Konfiguration und die Benutzerverwaltung erfolgen über die Browser-Oberfläche eines PCs. Neue Netzfestplatten haben Mediaserver und bieten meist eine effizientere Energieverwaltung als PCs.

Netzwerkfreigabe oder "Share": Dies sind Verzeichnisse, auf die andere Geräte im Heimnetz Zugriff haben dürfen. Diese Ordner haben oft bei Netzwerkfestplatten die Bezeichnung "Shares". Die freigegebenen Ordner sind auf Windows-PCs in der "Netzwerkumgebung" oder unter "Netzwerk" zu sehen. Netzwerkfreigaben gibt es mit oder ohne Passwortschutz. Der Zugriff lässt sich auf bestimmte Benutzer begrenzen.

Streaming: Streaming ist die Übertragung und das Abspielen von Mediadaten über das Heimnetz. Dabei kommen Protokolle wie UPnP AV oder DLNA zum Einsatz. Der Zugriff und das Abspielen von Mediadaten über Netzwerkfreigaben wird auch als Streaming bezeichnet.

WLAN-Router: Jeder Haushalt mit schnellem Internetanschluss (DSL oder Kabel) besitzt einen WLANRouter. Er stellt den Internetzugang her und blockt unerwünschte Verbindungen aus dem Internet ins Heimnetz. Zudem verbindet er alle Geräte im Heimnetz.

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