Rasen ohne Reue

GeneRally

GeneRally

Ein echter Geheimtipp ist das gerade mal 1,3 MB große GeneRally. Es macht bewusst ein wenig auf Retro, erinnert es doch an alte 2D-Rennspiele, bei denen die komplette Strecke auf einen einzigen Bildschirm passt. Über diese Micky-Maus-Kurse rasen putzige Polygonkleckse, die nicht selten an wuselnde Insekten erinnern.

So klein Dateiumfang und die possierlichen Pisten auch sein mögen - spielerisch gibt sich GeneRally absolut ausgewachsen. Die per Joystick, Gamepad oder idealerweise Tastatur steuerbaren Winzwägelchen haben ein anspruchsvolles Fahrverhalten. Ohne gefühlvollen Umgang mit dem Gas und einer Grundorientierung an der Ideallinie geht gar nichts, an perfekten Rundenzeiten lässt sich selbst auf sehr kurzen Kursen stundenlang feilen. Dazu gesellen sich Benzinverbrauch, Reifenabnutzung und ein heftiges Schadensmodell - schon nach einem einzigen Einschlag in eine Betonmauer torkelt der der Untersatz nur noch mit Schritttempo über den Asphalt. Zum Glück steht eine Box samt eifriger Crew für Reparaturarbeiten, Reifenwechsel und Benzin nachfüllen parat.

GeneRally: kostenloses Retro-Rennspiel

© Archiv

Die Balken am unteren Bildrand stehen für Reifenverschleiß, erlittene Schäden und Restbenzin.

Bis zu sechs Boliden gehen an den Start - fehlende Freunde aus Fleisch und Blut übernimmt der Computer. Von den KI-Fahrern sieht man ohne viel Übung aber nur den Auspuff. Da hilft auch deren stufenlos einstellbare Stärke nicht mehr weiter; sie fahren dann einfach nur weniger schnell davon. Überhaupt lässt sich erstaunlich viel konfigurieren, was den erstaunlich professionellen Eindruck des aus dem Jahr 2002 stammenden GeneRally unterstreicht. So lassen sich Rennlänge, Grad der Reifenabnutzung und der durchschnittliche Benzinverbrauch frei einstellen. Besonders der Dauermotivation zuträglich sind die beliebig zusammenstellbaren und beliebig langen Saisons. Selbst die Punktevergabe pro Rennen lässt sich ändern.

GeneRally: kostenloses Retro-Rennspiel

© Archiv

Fans bauten Hunderte hochklassige Zusatzkurse - hier der real existierende australische Calder Park.

Stoff für immer neue Meisterschaften gibt's genug: Neben den drei Dutzend mitgelieferten Kursen sorgt eine eifrige Fangemeinde für reichlich Nachschub. Zwar ging die rund 5.000 Kurse umfassende Datenbank vor einiger Zeit verloren, im GeneRally-Forum unter existieren inzwischen aber wieder einige Hundert, teilweise beeindruckend aufwändig gestaltete Kurse (und Autos) zum runterladen. Wer selbst kreativ werden möchte: Im GeneRally-Paket befindet sich auch ein leistungsfähiger und dabei einfach zu bedienender Editor, der mit ein wenig Eifer und Eingewöhnung schnell brauchbare Ergebnisse liefert.

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