Fünf Tipps gegen typische E-Mail-Fehler

Geheimnis geknackt: E-Mail-Fehlercodes entschlüsselt

Manchmal kommt eine gerade versendete E-Mail postwendend zurück. Magnus.de erklärt, was die kryptischen Fehlermeldungen, die solche Rückläufer enthalten, bedeuten - und was Sie dagegen tun können.

E-Mail Aufmacher

© Stefan Schasche, Rechtsanwältin Vilma Niclas

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Manchmal kommt eine gerade versendete E-Mail postwendend zurück. Magnus.de erklärt, was die kryptischen Fehlermeldungen, die solche Rückläufer enthalten, bedeuten - und was Sie dagegen tun können.

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© Stefan Schasche, Rechtsanwältin Vilma Niclas

Kaum jemand weiß etwas anzufangen mit den technisch formulierten, englischsprachigen Fehlermeldungen, mit denen die meisten Server nicht zustellbare E-Mails zurückschicken. Doch fast immer sind es die selben fünf Fehler, die zur Retoure führen. Wir zeigen, wie Sie diese Probleme lösen. Beim Versand einer Nachricht nimmt Ihr E-Mail-Programm Kontakt mit dem Server Ihres E-Mail-Anbietersl auf. Dort meldet es sich mit Benutzername und Kennwort an und übergibt die Nachricht. Der Server stellt die Nachricht dann dem Server zu, auf dem das Postfach des Empfängers liegt. Manchmal werden dazu noch weitere Server zwischengeschaltet, über die die E-Mail läuft. Theoretisch kann jeder beteiligte Server die E-Mail mit einer Fehlermeldung zurücksenden. Praktisch sind es fast immer entweder der erste oder der letzte Server in der Kette.

1. Vorübergehend und dauerhafte Fehler

Jede Fehlermeldung beginnt mit einer dreistelligen Zahl. Was die Zahl bedeutet, ist in einem Dokument festgelegt, das RFC1893 heißt. Interessant ist vor allem, mit welcher Zahl die Fehlermeldung beginnt. Denn Fehler, die mit einer 4 beginnen, sind vorübergehender Natur. Das heißt, Sie erhalten zwar eine E-Mail, die nach Fehler aussieht, können diese aber ignorieren. Eine typische 4er-Fehlermeldung ist die, dass die Zustellung verzögert erfolgt ("This is an automatically generated Delivery Status Notification. This is a warning message only. You do not need to resend your message. Delivery to the following recipients has been delayed."). Um Fehler mit einer 5 am Anfang müssen Sie sich hingegen sofort kümmern, denn sie sind dauerhafter Art. Sollte sich ein 4er-Fehler nach einiger Zeit noch nicht gelöst haben, dann erhalten Sie automatisch eine weitere E-Mail mit einem 5er-Fehler.

E-Mail-Fehler

© Tim Kaufmann

Mit solchen kryptischen Fehlermeldungen wissen Sie künftig umzugehen.

2. Fehler "550 Relay not permitted"

Wenn Sie die Fehlermeldung "550 Relay not permitted" erhalten, dann bedeutet das, dass sich Ihr E-Mail-Programm vor dem Versandversuch nicht korrekt am Server Ihres E-Mail-Anbieters angemeldet hat. Natürlich kann das daran liegen, dass Sie die falschen Zugangsdaten in Ihrem E-Mail-Programm hinterlegt haben. Am häufigsten tritt dieser Fehler aber bei einem frisch eingerichteten E-Mail-Konto in Microsoft Outlook auf. Denn Outlook meldet sich in der Grundeinstellung gar nicht am E-Mail-Server an, sondern beginnt direkt mit der Zustellung. Um Outlook auf die Sprünge zu helfen öffnen Sie die Einstellungen des E-Mail-Kontos unter "Extras \ Kontoeinstellungen". Rechts unten finden Sie dann einen Knopf "Weitere Einstellungen". Klicken Sie diesen an und wechseln Sie auf den Reiter "Postausgangsserver". Dort setzen Sie ein Häkchen bei "Der Postausgangsserver (SMTP) erfordert Authentifizierung". Die Voreinstellung "Gleiche Einstellungen wie für Posteingangsserver verwenden" übernehmen Sie.

E-Mail-Fehler

© Tim Kaufmann

Mit solchen kryptischen Fehlermeldungen wissen Sie künftig umzugehen.

3. Die E-Mail-Adresse ist falsch

Beginnt die Fehlermeldung mit 51, dann stimmt entweder etwas mit der Adresse des Empfängers oder mit der in Ihrem E-Mail-Programm als Absender hinterlegten Adresse nicht. Als erstes sollten Sie die Adresse des Empfängers überprüfen. Haben Sie sie richtig notiert? Finden Sie auf der Website (einfach den Adressteil rechts vom @-Zeichen in den Browser eingeben) eine korrekte Adresse? Gegebenenfalls rufen Sie den Empfänger an und überprüfen die Adresse gemeinsam mit ihm. Bei den Fehlern 517 und 518 hält der Server des Empfängers Ihre E-Mail-Adresse für falsch. Das kann daran liegen, dass Ihr E-Mail-Programm falsch konfiguriert ist - oder der Server des Empfängers.

4. Ihre E-Mail scheitert am Spam-Filter

Gelegentlich kann es passieren, dass Ihre E-Mail vom Spamfilter auf dem empfangenden Server für Werbung gehalten wird. Das kann daran liegen, dass Ihre E-Mail tatsächlich Merkmale von Spam erfüllt, zum Beispiel keinen Betreff enthält, keinen oder wenig Text, nur ein Bild in der Anlage, spamtypische Formatierungen wie großen, roten Text, Stichworte wie "Viagra" oder "Cialis" etc. In diesem Fall ändern Sie Ihre Nachricht und versuchen es erneut. Es kann aber auch sein, dass Ihre Nachrichten unter Generalverdacht stehen, weil ein anderer Nutzer Ihres E-Mail-Providers Spam verschickt hat und der Server nun auf einer schwarzen Liste steht. Im Zweifel ist deshalb Ihr E-Mail-Provider der richtige Ansprechpartner. Tipp: Halten Sie in der Fehlermeldung Ausschau nach dem Stichwort "Greylisting". Das ist eine Form des Spam-Schutzes, bei der die erste Nachricht von einem dem Zielserver noch unbekannten Empfänger abgelehnt wird. Senden Sie die E-Mail erneut, dann verschwindet das Problem.

5. Postfach voll oder gelöscht

Beginnt die Fehlermeldung mit 52, dann existiert entweder das Postfach des Empfängers nicht mehr oder es ist so voll, dass der Server keine weiteren Nachrichten mehr darin ablegen kann. In diesem Fall setzen Sie sich am besten direkt mit dem Empfänger in Verbindung. Eng verwandt mit diesem Fehler ist der Fehler 534. Er besagt, dass ihre E-Mail die maximal zulässige E-Mail-Größe des empfangenden Servers überschreitet. Das lässt sich umgehen, in dem man die der E-Mail anhängenden Dateien auf mehrere Nachrichten verteilt.

zm_timkaufmann

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