Finger weg vom Erlebnis-Shopping

Gefährliche eBay - Alternativen

Wer liest "iPhone 3G für 4,93 Euro, verkauft an ..." bekommt Lust aufs Mitbieten. Doch Vorsicht vor den neuen Erlebnis-Kaufhäusern im Internet: Denn solche Schnäppchen sind Einzelfälle, und Ihr Geld sind Sie schon beim bloßen Steigern los!

Wer das Begriffspaar "Swoopo" und "Betrug" bei Google Deutschland eintippt, bekommt knapp 1.000 Treffer. Nicht viel, möchte man meinen, wenn man dies mit den Google-Ergebnissen für viele andere Suchanfragen vergleicht. Doch schon nach dem Anklicken der gefundenen Links wird klar, dass das Geschäftsmodell von Swoopo nach Ansicht vieler Internet-Nutzer trotzdem nicht weit vom klassischen Betrug entfernt ist.

Was, Sie kennen Swoopo nicht?

Wenn Ihnen "Swoopo" nichts sagt, mögen Sie sich vielleicht fragen: "Habe ich wieder irgendetwas verpasst im Internet?". Um die klare Antwort gleich vorwegzunehmen: nicht wirklich. Dennoch möchten wir Ihnen die Verkaufsplattform näher vorstellen sowie das Geschäftsmodell erläutern, denn Swoopo steht keineswegs alleine da. "Wii für 80 Cent, verkauft an Nadine Seiler" oder "iPhone 3G für 4,93 Euro, verkauft an Thomas Schmitt" - mit solchen Angeboten wirbt der Anbieter auf seiner Internetseite. Was auf den ersten Blick für den potenziellen Käufer verlockend klingt, ist tatsächlich eine verdammt clevere Geschäftsidee, dies attestieren sogar die Kritiker.

Denn faktisch funktioniert der Verkauf folgendermaßen, wie der Anbieter auf seiner Seite www.swoopo.de/new.html selbst schreibt: "Unsere Auktionen funktionieren etwas anders als bei herkömmlichen Auktionshäusern im Internet: Alle Auktionen starten bei 0,00 Euro. Mit jedem abgegebenen Gebot steigt der Preis um 10 Cent. Die Auktion verlängert sich nach jedem Gebot um maximal 20 Sekunden, die Abgabe eines Gebotes kostet jeweils 50 Cent. Dadurch bleiben die Endpreise immer niedrig." Diese kurze Beschreibung hat es in sich: Denn tatsächlich bedeutet eine solche Art von Auktion, dass alleine schon die Abgabe eines Gebots etwas kostet - und zwar besagte 50 Cent.

Über diesen Fakt kann auch die euphemistische Beschreibung nicht hinwegtäuschen "...wenn jetzt 20 Sekunden lang kein weiteres Gebot abgegeben wird, haben Sie die Auktion gewonnen. Gratulation!" Denn selbstverständlich sind Sie nicht alleine. In der Praxis bedeutet dies, dass Sie sofort überboten werden - und damit weitere 50 Cent nachlegen müssen. So sammelt Swoopo bei einem einzelnen Artikel mitunter Hunderte Euro ein, ohne dass darin schon der Verkaufspreis der Ware berücksichtigt wäre. Selbst wenn dieser dann deutlich unter dem günstigsten Preis bei Amazon, eBay und Co. liegt, hat Swoopo seinen Schnitt gemacht. Von einer Ausnahme abgesehen, haben aber gleichzeitig Dutzende Mitbieter ihr Geld in Gebote investiert, ohne davon irgendeinen Gegenwert zu haben.

Gefährliche eBay-Alternativen

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Mit Produkten wie dem iPhone werben die Erlebnis- Kaufhäuser.

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