Zukunftstechnik 3D

Futter für 3D-Geräte

Futter für 3D-Geräte

Panasonic 3D-Fernseher

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Panasonic bringt ein Gespann aus 3D-Plasmafernseher und einem passenden Blu-ray-Player auf den Markt. Der Player hat einen zweiten HDMI-Ausgang integriert, der den HD-Ton an Surround-verstärker leitet, die kein HDMI 1.4 beherrschen.

Das größte Hindernis für 3D-Geräte waren bisher die fehlenden Inhalte. Spielen in 3D ist nicht jedermanns Sache und die Auswahl an 3D-Filmen war bisher sehr überschaubar. Das wird sich ändern. Viele Kinos haben schon für 3D umgerüstet und immer mehr Filme werden in 3D gedreht oder zumindest nachträglich umgerechnet.

Mit dem 3D-Blu-ray-Standard existiert nun ein Weg, diese Filme auch in die heimischen vier Wände zu bringen. Die ersten Filme werden im Juni auf den Markt kommen, passende Blu-ray-Player von Samsung oder Panasonic stehen bald bereit. Das Samsung BD-C 6900 wird etwa 400 Euro kosten. Einen weiteren Schub wird die Möglichkeit bringen, die PS3 mittels eines Firmware-Updates in einen 3D-Blu-ray-Player zu verwandeln.

3D-Blu-ray auf dem PC

Auch mit Blu-ray-Laufwerk ausgerüstete PCs werden die Möglichkeit haben, 3D-Blu-ray-Filme auf passenden Monitoren, Beamern und sogar Fernsehern wiederzugeben. Cyberlink bringt im Sommer ein Mark-II-Update für das aktuelle PowerDVD 10 Ultra 3D, das die Blu-ray-3D-Wiedergabe nachrüstet, die Software ist bereits durch den Verband für Blu-ray-Discs (BDA) für Blu-ray 3D zertifiziert. Auch Corel und Arcsoft werden Softwareplayer für 3D-Blu-rays anbieten.

Die gestiegene Rechenleistung von PCs und auch der Prozessoren in aktuellen TV-Geräten macht es zudem möglich, 2D-Inhalte in Echtzeit in 3D umzurechnen. Das aktuelle PowerDVD 10 Ultra 3D bringt bereits DVDs in die dritte Dimension, mit dem Mark-II-Update wird das auch mit Videodateien möglich sein.

Die ersten 3D-Fernseher im Test

Unsere Schwesterzeitschrift Video HomeVision konnte mit dem [int:article,127320]Samsung UE 46 C 7700 bereits den ersten 200-Hz-3D-Fernseher[/int] auf dem deutschen Markt einem Test unterziehen und ein Vorseriengerät von Panasonic unter die Lupe nehmen. Der 46-Zöller von Samsung basiert auf einem extrem flachen Full-HD-LCD-Panel mit LED-Backlight.

Die LEDs sitzen dabei im oberen und unteren Bildrand. Trotzdem bescheinigen die Kollegen dem Gerät eine sehr gute Ausleuchtung. Auch die Filterfunktionen können überzeugen und sorgen für seine sehr gute PAL-Wiedergabe. Der Sat-Tuner des Samsung unterstützt HD-Plus und kann auf über USB angeschlossene Festplatten sogar aufnehmen. Neben der Wiedergabe von 3D-Filmen beherrscht der Samsung auch die Umrechnung von 2D-Inhalten einschließlich des TV-Bildes.

Die Qualität der Umrechnung übertraf die von PowerDVD 10. Im Preis von 2300 Euro sind allerdings 3D-Brillen noch nicht enthalten. Die kosten im Zweierpack zusammen mit einem 3D-Film noch einmal 200 Euro. Ein Ärgernis bei allen 3D-Fernsehern ist, dass die Shutterbrillen verschiedener Hersteller nicht kompatibel sind.

Fußball in 3D

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Das Fernsehen der Zukunft wird dreidimensional. Sony wird die Fußball-WM mit 3D-Kameras filmen. Auch bei Sky denkt man bereits über 3D-Übertragungen nach.

Panasonic setzt bei den ersten 3D-Geräten auf Plasma statt auf Flüssigkristalle. Die Kollegen der Video-HomeVision waren von der Bildqualität eines Vorseriengeräts sehr angetan. Anders als erwartet, dunkelte das Bild des 50-Zöllers TX-P50VT20E im 3D-Modus mit Shutterbrille weniger stark ab, als das der LCD-Displays. Zudem macht der 2400-Euro-Plamafernseher bei der Wiedergabe von 3D-Blu-rays eine sehr gute Figur.

Die schon seit einiger Zeit verkauften 120-Hz-HD-Fernseher sind nicht 3D-fähig, da sie nur ein 60 Hz Eingangssignal verarbeiten können. Das wird dann erst durch die Elektronik des TV-Geräts mittels der Flashing-Backlight-Technik oder durch Frameratenverdopplung in ein 120-Hz-Ausgangssignal umgewandelt.

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