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Frontanschlüsse

Step 3: Frontanschlüsse

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Etwas Fingerspitzengefühl bedarf es bei der Verbindung der Taster und der Kontrollleuchten mit dem Mainboard. Mit einem solchen Adapter wird diese Aufgabe jedoch zum Kinderspiel.

Nachdem Prozessor, Speicher, Mainboard und Kühler montiert sind, können Sie die ersten Leitungen anschließen. In fast jedem modernen Gehäuse finden sich Frontanschlüsse für USB, Audio oder Kontrollleuchten sowie Taster zum Einschalten oder Zurücksetzen des Rechners. Diese müssen mit dem Mainboard verbunden werden.

Die Kennzeichnung der entsprechenden Pfostenstecker finden Sie auf dem Mainboard oder im Handbuch. Die Anschlüsse für die Taster und Kontrollleuchten sind meist einem Block zugeordnet. Anders bei den USB-Steckern: Hier finden Sie meist mehr als nur einen Anschluss vor. Bis zu vier Anschlüsse sind keine Seltenheit mehr.

Grundsätzlich können Sie jeden der Anschlüsse verwenden. Damit sichergestellt ist, dass diese dann auch funktionieren, müssen Sie eventuell im BIOS den entsprechenden Controller aktivieren.

Step 4: Laufwerke

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Die Führungsschienen für das Netzteil vereinfachen die Montage erheblich. Zum Verschrauben müssen Sie es nicht in passender Position festhalten, denn es liegt bereits richtig platziert.

Eine der einfachsten Aufgaben ist die Montage der Laufwerke. Um ein DVD-Laufwerk bzw. einen Brenner montieren zu können, müssen Sie meist die Frontabdeckung für einen der 5,25-Zoll-Schächte entfernen. Diese ist im einfachsten Fall nur gesteckt. Vereinzelt sind sie auch verschraubt.

Dann müssen Sie die beiden Seitenverkleidungen des PC-Gehäuses entfernen, sodass Sie an die Befestigungen herankommen. Ist die Abdeckung entfernt, sehen Sie häufig noch eine weitere Blende aus Metall, die Sie ebenfalls herausnehmen müssen. Jedoch sind diese meist fest mit dem Rahmen verbunden.

Am einfachsten lösen sie sich durch das Drehen der Platte. Nach mehrfachem Drehen in beide Richtungen fällt Ihnen die Abdeckung widerstandslos entgegen. Jetzt können Sie das Laufwerk von vorne einschieben und verschrauben. In dem von uns gewählten Gehäuse müssen zuvor zwei Schienen am Laufwerk befestigt werden. Dann erst lässt es sich in das Gehäuse einschieben und dort arretieren. Zusätzliche Schrauben sind nicht mehr erforderlich.

Für Festplatten sind eigene 3,5-Zoll-Einbauschächte vorhanden. Diese lassen sich zum Teil vollständig herausnehmen, sodass Sie den Datenspeicher leichter montieren können. Sind alle Festplatten fixiert, lässt sich der gesamte Rahmen wieder einsetzen und Sie können mit dem nächsten Schritt fortfahren.

Bei dem Gehäuse von Revoltec schieben Sie die Festplatten wieder mit zwei Schienen ein. Dazu setzen Sie die Schienen an die Festplatte an und schieben diese dann in den Käfig ein, bis die Schienen verriegeln.

Step 5: Stromversorgung

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Hier stehen insgesamt fünf SATA-Schnittstellen für Laufwerke zur Verfügung.

Die letzte noch aufwändig in das Gehäuse einzubauende Komponente ist das Netzteil. Bei geöffnetem Gehäuse können Sie das Gehäuse in die vorgesehene Öffnung einschieben. Meist helfen Führungsschienen, damit Sie das Netzteil auch ohne zusätzliche Hilfe verschrauben können. Fehlen diese, legen Sie das Gehäuse auf die Seite. Dadurch vereinfacht sich die Montage. Ist die Stromversorgung verschraubt, können Sie mit der Verdrahtung beginnen.

Aus dem Netzteil führt ein dicker Stamm, der sich in zahlreiche Leitungen mit verschiedenen Stromanschlüssen verzweigt. Der wichtigste Stecker ist der Stromstecker für das Mainboard. Es ist ein 40poliger Anschluss, der einzigartig ist. Es sollte also kein Problem sein, diesen zu finden. Einige Mainboards benötigen zusätzlich noch einen 12-Volt-Anschluss, den Sie ebenfalls anstecken müssen. Jetzt benötigen nur noch die Laufwerke eine Stromversorgung.

Abhängig ob Sie IDE oder SATA-Laufwerke verbauen, unterscheiden sich die Anschlüsse. Stecken Sie die erforderlichen Leitungen nach Bedarf ein. Welche Sie dabei verwenden, spielt keine Rolle. Sinnvoll ist es jedoch, Leitungen zu verwenden, die nicht zu kurz sind, damit Sie noch ausreichend Handlungsfreiraum behalten, um die restlichen Komponenten einzusetzen.

Step 6: Verkabelung

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Einige leistungsstarke Grafikkarten erfordern einen zusätzlichen Stromanschluss. Ohne diesen verweigern sie ihren Dienst.

Abhängig ob die Laufwerke mit IDE- oder SATA-Anschluss bestückt sind, ist eine differenzierte Verkabelung erforderlich. Besonders einfach sind SATA-Geräte anzuschließen. Hierbei handelt es sich um eine Punkt-zu-Punkt-Verbindung. Für jedes Laufwerk finden Sie einen eigenen Anschluss auf dem Mainboard. Erhöhte Aufmerksamkeit sollten Sie jedoch den Anschlüssen auf dem Mainboard widmen.

Denn viele moderne Modelle bieten acht und mehr Anschlüsse und nicht an jedem lässt sich die Boot-Platte problemlos betreiben. Zum einen kann es sein, dass der Mainboard-Hersteller die vom Chipsatz bereitgestellten Anschlüsse speziellen Funktionen zugewiesen hat. Bei einigen Asus-Modellen finden Sie beispielsweise sechs SATA-Anschlüsse auf dem Board. Vier davon sind so genannte Master- und zwei sind Slave-Anschlüsse. Letztere dienen zur Konfiguration von RAID-Systemen.

Eine Festplatte mit der Bootpartition lässt sich an diesen Anschlüssen jedoch nicht betreiben. Eine weitere Option sind weitere Anschlüsse, die durch einen zusätzlichen Controller-Chip auf dem Mainboard bereit gestellt werden.

Hieran lässt sich zwar eine bootfähige Festplatte betreiben und das System wird starten. Doch die Installation wird dadurch unnötig erschwert. Denn zum einen sind spezielle Booteinstellungen im BIOS erforderlich und zum anderen müssen Sie bereits während der Installation die Gerätetreiber bereithalten und an passender Stelle installieren.

Verwenden Sie noch IDE-Laufwerke, müssen Sie sich mit breiten Flachbandkabeln herumschlagen. Dieses stecken Sie an das Mainboard und verbinden am anderen Ende die Laufwerke. Pro Kanal/Anschluss lassen sich so zwei Laufwerke betreiben.

Hierbei ist zu beachten, dass je ein Gerät als Master und eines als Slave konfiguriert ist. Diese Einstellung wird direkt am Laufwerk durch das Setzen eines Jumpers getroffen. Wohin Sie den Jumper stecken müssen, finden Sie als Abbildung auf dem Laufwerk.

Step 7: Steckkarten

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Wenn Sie zusätzlich zur Grafikkarte Erweiterungen wie beispielsweise eine TV-Karte einsetzen, dann achten Sie auf ausreichend Abstand, damit die Kühlung beider Karten gewährleistet bleibt.

Nur noch wenige Handgriffe und der Wunsch-PC ist fertig. Es fehlen noch die letzten Karten. Als erstes empfiehlt es sich, die Grafikkarte in den 16xPCI-Express-Steckplatz einzusetzen. Je nachdem ob es sich bei der verbauten Karte um eine 1-Slot- oder 2-Slot-Lösung handelt, werden ein oder mehrere Steckplätze belegt, die Sie nicht verwenden können bzw. sollten.

Auf der Lüfterseite sollten Sie mindestens einen Einbauplatz frei lassen, damit immer ein ausreichender Kühlstrom gewährleistet ist.

Weitere Karten, die Sie einsetzen können, sind beispielsweise TV-Lösungen oder eine Soundkarte. Beides gibt es in Ausführungen für PCI oder PCI-Express.

Unabhängig von der Schnittstelle ist der Arbeitsablauf für jede Steckkarte gleich. Zuerst entfernt man die Schraube, um die Slot-Abdeckung für den jeweiligen Einbauplatz herausnehmen zu können. Dann setzt man die Karte gerade in den Steckplatz ein und verschraubt sie. Leistungsstarke Grafikkarten erfordern eine zusätzliche Stromversorgung, da die Leistungsaufnahme den Steckplatz überfordert. Stellen Sie dafür die Verbindung zum Netzteil her.

Kategorie Produkt
Gehäuse Revoltec Rhodium
Netzteil Enermax Infiniti EIN720AWT
Mainboard MSI P35 Platinum
Prozessor Intel Core 2 Duo E6750
Lüfter Ninja Plus Revision B
Speicher 2x Crucial DDR2-800 1024 MByte
Grafikkarte MSI NX8800GT
Festplatte Seagate ST3750640NS 750 GByte
Optisches Laufwerk Samsung SH-S203N
Tastatur Hiper HCK-1S12A
Maus Microsoft Sidewinder

Step 8: Startklar

Jetzt haben Sie es geschafft. Doch inzwischen herrscht ein rechtes Kabelgewirr in Ihrem neuen PC. Achten Sie also darauf, dass keines der Kabel zu nah an Lüftern oder Speicherbausteinen hängt. Bei Bedarf können Sie die losen Kabelstrippen noch mit Kabelbindern befestigen.

Spätestens, wenn Sie einmal eine neue Hardware einbauen wollen, werden Sie froh darüber sein, wenn Sie ungehinderten Zugriff auf alle Komponenten haben. Sind alle Kabel ordentlich verstaut, setzen Sie die beiden Seitenplatten wieder an das Gehäuse und verschrauben sie. Damit ist der neue PC fertig für den ersten Testlauf.

Nun müssen Sie den PC nur noch mit Spannung versorgen, Tastatur, Maus und Monitor anschließen und schon kann es losgehen. Sie sehen also, dass es gar nicht so schwer ist, einen eigenen PC zusammenzubauen. Mit etwas Geduld und Fingerspitzengefühl lässt sich diese Aufgabe bequem meistern.

Zur Belohnung haben Sie nun einen Rechner, der hundertprozentig aus den Hardware-Komponenten Ihrer Wahl besteht. Und nach dem Sie nun bereits erste Erfahrungen gesammelt haben, wird es Ihnen später auch nicht schwerfallen, einzelne Komponenten auszutauschen oder neue Elemente hinzuzufügen.

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