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Fotosammlung verwalten: 7 Profi-Tipps

Wer eine riesige Fotosammlung aufgebaut hat, will immer alles im Überblick behalten. Von der Organisation bis zur Motivsuche - wir zeigen Ihnen, wie's geht.

  1. Fotosammlung verwalten: 7 Profi-Tipps
  2. Suche, passende Dateinamen und Dubletten
Bilder Collage

© Leigh Prather/ Shutterstock

Umfangreiche Bildersammlungen wollen ordnungsgemäß verwaltet werden. Wir zeigen Ihnen, wie's geht.

Fleißige Fotografen haben Hunderttausende von Bildern auf ihrer Festplatte. Wer den Überblick behalten will, sollte das digitale Fotoarchiv von Anfang an gut organisieren – mit geeigneten Stichworten, Dateinamen​ und Ordnerstrukturen. Verzichten Sie konsequent auf Duplikate, und lassen Sie sich bei der Motivsuche von Automatiken helfen. Unser Beitrag zeigt, wie Sie Ihre gesammelten Schätze jederzeit im Blick behalten.​

1. Die nützlichen Stichwörter

​Stichwörter helfen Ihnen beim Wiederfinden Ihrer Fotos. Die meisten Programme speichern die Suchbegriffe nach dem verbreiteten IPTC-Standard. Damit stehen Ihre Suchbegriffe auch dann zur Verfügung, wenn Sie die Bilddatenbank wechseln, wenn Sie Ihre Dateien weiterschicken oder auf eine Fotoseite ins Internet stellen – Sie brauchen die Stichwörter für soziale Netzwerke oder Agenturen dann nicht mehr neu einzutippen​. Beachten Sie diese Besonderheiten:

  • ​Verwenden Sie in Lightroom und Bridge hierarchische Stichwörter: Wenn Sie zum Beispiel den Begriff „Sonnenblume“ anwenden, werden Ihrem Bild auch die übergeordneten Begriffe „Pflanze“ und „Blume“ zugewiesen.​
  • Lightroom schlägt zu vorhandenen Stichwörtern wahlweise weitere Ausdrücke vor.​
  • Stichwörter, die Sie immer wieder gemeinsamzuweisen, speichert Lightroom als Stichwortsatz.​

Ti​pp​: In sogenannten Metadatensätzen speichern Lightroom und Bridge Stichwörter und andere IPTC-Informationen wie Copyright und Aufnahmeort. Diese Infoblöcke können Sie leicht auf Bildserien anwenden und dann für Einzelbilder noch verfeinern​.

Lightroom Szichwörter zuweisen

© Heico Neumeyer

Passende Worte: Lightroom hilft beim Zuweisen von Stichwörtern.

2. Richtig speichern

Lightroom und Photoshop Elements speichern Stichwörter zunächst nur in der internen Datenbank, aber nicht direkt in den einzelnen Bildern. Das ist schlecht, wenn Sie den Rechner wechseln oder Fotos mit Stichwörtern weitergeben wollen. Wählen Sie die bearbeiteten oder alle Fotos in diesen Programmen aus, und drücken Sie dann in Lightroom [Strg]+[S] oder im Elements-Organizer [Strg]+[W] (am Mac jeweils die [Command]- statt der [Strg]-Taste). Bei JPG-, TIFF- und DNG-Bildern landen die Stichwörter nun unsichtbar direkt in den Dateien. Bei RAW-Formaten wie CR2, NEF oder ARW entsteht pro Foto im selben Ordner eine neue, kleine XMP-Datei mit Stichwörtern und weiteren sogenannten Metadaten.​

Tipp: Wenn Sie die Lightroom-Stichwörter nicht jedesmal per [Strg]+[S] sichern wollen, wählen Sie „Bearbeiten/Katalogeinstellungen/Metadaten“, und aktivieren Sie „Änderungen automatisch in XMP speichern“.​

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3. Automatische Fahndung​

​Einige Webseiten und Programme erkennen den Inhalt Ihrer Bilder automatisch und erzeugen selbstständig passende Stichwörter – zum Beispiel Photoshop Elements 15, Google Fotos, Flickr und Apple Fotos. Bei schlichten Motiven wie „Auto“ oder „Schnee“ funktioniert das gut; Sie erhalten damit auch in riesigen Archiven einen ersten Zugriff auf Bildinhalte.​

Doch manchmal generieren die Automatismen falsche oder gar keine Begriffe, verwechseln womöglich Tiere mit Menschen, und spezielle Bezeichnungen wie „Granatapfelsaft“ erhalten Sie nie automatisch. Differenzieren Sie Ihre Fotos darum lieber mit eigenen Stichwörtern nach Maß. 

Die Programme bieten übrigens noch mehr Automatiken: Sie erkennen Personen wieder und weisen Namensstichwörter zu. Enthalten die Fotos Angaben zu Längen- und Breitengraden, tragen Lightroom oder ACDSee sogar passende Ortsnamen ein.​

Tipp: Bei Photoshop Elements 15 können Sie die automatisch gefundenen Begriffe nicht als IPTC speichern und weitergeben. Sie lassen sich nur programmintern nutzen.​

GPS-Daten in Lightroom

© Heico Neumeyer

Stadt und Land: Bei Bildern mit GPS-Daten trägt Lightroom selbstständig die Ortsnamen ein.

4. Schneller Zugriff auf die Besten

Bewerten Sie Ihre Aufnahmen mit bis zu fünf Sternen. In Lightroom und Bridge markieren Sie dazu einfach einige Bilder, dann wenden Sie die Sterne so an:​

  • ​Klicken Sie unter einer Miniatur zum Beispiel auf den dritten von fünf Punkten, um drei Sterne zuzuteilen (siehe Abbildung rechts). Oder:​
  • Tippen Sie 2 oder drücken Sie [Strg]+[2], um die Auswahl mit zwei Sternen zu bewerten. Vorsicht: Die Sternewertung gehört nicht zum IPTC-Standard. Wenn Sie die Aufnahmen in einer anderen Bildverwaltung oder auf einem neuen Rechner bearbeiten, gehen die Sterne vielleicht verloren. Wer auf Nummer sicher gehen will, speichert zu den Sternen auch Stichwörter wie „3 Sterne“ oder „5 Sterne“ – die Stichwörter bleiben auf jeden Fall erhalten und lassen sich später leicht in Sterne übersetzen.​

Tipp: ​Sie können sich nicht entscheiden, welches Ihre besten Bilder sind? Laden Sie Ihre Aufnahmen auf Fotoseiten, etwa bei fotocommunity, 500px, Flickr und Instagram. Dort erhalten die besten Fotos Klicks, „Likes“ und Bewertungen.​

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Bilder bewerten

© Heico Neumeyer

Best of: Bewerten Sie ausgewählte Aufnahmen mit bis zu fünf Sternen.

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